25.05.2012 18:42 | Meine Presse Merkliste 0

Von der Renaissance der (bürgerlichen) Werte

CHRISTIAN FELBER (Die Presse)

Gastkommentar. Wieso das BIP den Wohlstand nicht wirklich misst oder der Markt Leistungen unfair einschätzt. Beitrag zur Frank-Schirrmacher-Debatte.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Frank Schirrmacher erklärt nach dem „Erzkonservativen“ Charles Moore die „bürgerliche Politik“ der letzten Jahrzehnte für gescheitert. Er spricht von „Selbstdesillusionierung des bürgerlichen Denkens“ und nennt „bürgerliche Werte“ in Kombination mit Lehman und AIG gar „Killerapplikation“. Soviel Selbstkritik ist hart, erlaubt aber Neuorientierung. Hier ein Vorschlag, wie der konservative Meinungsmainstream in ein Flussbett humaner, liberaler, christlicher Werte zurückfinden kann.

Wachstum? Für die Nachwelt wird es ein spannendes Forschungsgebiet sein, wie ein Mittel der Wirtschaftspolitik zum allmächtigen Ziel werden konnte. Das monetär gemessene Wirtschaftswachstum besagt nichts Verlässliches darüber, ob eine Gesellschaft im Frieden oder Krieg lebt; ob sie Demokratie oder Diktatur ist, über ihre ökologischen Verhältnisse lebt, die Erde achtet; ob gerecht verteilt wird oder ein Teil in Armut lebt; ob Frauen gleich behandelt werden wie Männer; ob Vertrauen wächst oder Angst.

Jeder macht die Erfahrung: ab einer bestimmten Größe ist weiteres materielles Wachstum nicht nur kein Ziel mehr, sondern bringt eine Verminderung der Lebensqualität. Materielle Stabilität ist indes kein Hindernis für emotionale, soziale oder spirituelle Reifung. In einer zukunftsfähigen Gesellschaft muss Wachstum vom Ziel zum Mittel werden. Ziele sind Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit, Gleichgewicht. Das BIP sollte von einem Lebensqualitätsindikator wie dem „Bruttonationalglück“ oder dem Gemeinwohl-Produkt abgelöst werden. In 1000 Jahren wird niemand mehr nach dem BIP fragen, sehr wohl aber nach Lebensqualität und Gemeinwohl.

Leistung? Leistungen, die Beziehungen gelingen lassen wie Betreuung von Kindern, Kranken, Älteren oder der Natur sollten ganz oben im Wertekatalog stehen und so honoriert werden. Heute haben viele dieser sozial hochwertvollen Leistungen einen miserablen oder keinen Tauschwert, weil der Markt sie nicht schätzt. Umgekehrt ist der Tauschwert der Betreuung eines Hedgefonds, dessen Nutzwert zweifelhaft ist, der höchste von allen: Die wertvollsten Leistungsträger am Weltmarkt sind Hedgefondsmanager. In einer humanen Gesellschaft darf das Urteil, welche Leistung wie viel wert ist, nicht nur dem Markt überlassen werden.

Erfolg? Wirtschaftlicher Erfolg wird mit Finanzgewinn gleichgesetzt. Doch der sagt genauso wenig über die Achtung der Menschenwürde, gesellschaftliche Verantwortung oder Steuerehrlichkeit aus wie das BIP über Glück. Wieso messen wir nicht die gesellschaftlichen Leistungen eines Unternehmens (ökologische Effizienz, Sinnstiftung, Arbeitsplatzqualität, faire Verteilung, Mitbestimmung) und bewerten danach seinen Erfolg, etwa in einer Gemeinwohl-Bilanz? „Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl“, steht in Bayerns Verfassung (Art. 151). Leistungsgerechtigkeit „neu“ könnte heißen, dass Unternehmen umso leichteren Marktzutritt erhalte, je mehr sie für das Gemeinwohl tun.

Wettbewerbsfähigkeit? Alle wollen wettbewerbsfähiger werden: China, Österreich, Mexiko. Doch wenn alle die Löhne drücken, Sozialleistungen kürzen und mit noch höheren Dividenden Investoren locken, hat niemand an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen – hingegen die Beschäftigten, KundInnen und künftige Generationen verloren. Daher braucht es als Vorausbedingung für internationale Märkte gemeinsame Standards: Menschen- und Arbeitsrechte, Umweltgesetze, Mindest- und Höchstlöhne, Steuerkooperation. Kein Land wird gezwungen, mitzumachen; aber wer es nicht tut, kommt nicht in den Genuss des – dann fairen – Handels. Würde die EU vorausgehen, zögen früher oder später alle mit.

Kooperation. Noch ein Schritt weiter wäre der Übergang zur Kooperation auch in der Wirtschaft! Im „globalen Dorf“ hätten wir erstmals die Möglichkeit, uns als Nachbarn zu verstehen, die einander helfen, mit Ideen inspirieren und teilen. Angesichts kommender finanzieller und ökologischer Krisen ist das vielleicht die einzige Überlebensstrategie. Und um einen Verlust an „Effizienz“ oder gar die Missachtung der Menschennatur müssen wir nicht fürchten. Menschen suchen nach Kompetenz (ich trage das bei, was ich kann) und Identität (was unterscheidet mich von anderen), aber nicht nach Besser-Sein-als-andere. Das erzeugt Angst, verringert den Selbstwert aller und wirkt als soziales Gift. Es geht um Vielfalt, nicht um „ich gegen dich“!

Demokratie. Die Essenz der Demokratie, die Souveränität der Bevölkerung, ist noch Zukunftsvision. Ein echter Souverän (lat. „superamus“ heißt „über allem stehend“) müsste 1. eine konkrete Vertretung wählen; 2. sie abwählen; 3. sie korrigieren; 4. selbst Gesetze initiieren und verabschieden; 5. die Verfassung ändern; 6. Grundversorgungen (Wasser, Energie, Geld) in Eigenregie führen; 7. Teilkonvente wie einen Wirtschafts- oder Bildungskonvent einberufen. Derzeit hat das Volk keines dieser Rechte. Wer die Freiheit der Bürger ernst meint, muss ihnen Beteiligungsrechte geben.

Menschenwürde. Bürger und Bürgerinnen können nur frei sein, wenn ihre Würde anerkannt wird. Aus ihr, dem gleichen Wert aller, folgt der Freiheitsanspruch. Die Absolutstellung des Eigentums, die Patentierbarkeit von Lebewesen, der freie Kapitalverkehr in Steueroasen sind keine adäquaten Mittel zur Wahrung der Würde. Im Antrittsprogramm der schwarz-gelben Regierung Deutschlands 2009 steht der Begriff Menschenwürde dreimal, „Demokratie“ zehnmal, „Wachstum“ 33-mal, „Wettbewerb“ 77-mal. Im österreichischen Regierungspakt 2008 steht „Wettbewerb“ 87-mal, „Wachstum“ 36-mal, „Demokratie“ achtmal, „Gemeinwohl“ einmal, Menschenwürde null Mal. Da könnte der Wertewandel beginnen.


E-Mails: debatte@diepresse.com

Zur Person

Christian Felber ist freier Publizist, Attac-Sprecher und Initiator der Projekte „Gemeinwohl-Ökonomie“ und „Demokratische Bank“. Bücher u. a.: „Neue Werte für die Wirtschaft“, „Die Gemeinwohl-Ökonomie“. [Internet]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.08.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

30 Kommentare
 
1 2
Gast: Borgler
23.08.2011 23:18
0 0

Herr Felber, wie definieren Sie Gemeinwohl?

Weshalb soll Herr Felber das Rad neu erfinden? Diese Arbeit haben ihm schon große Meister der Antike abgenommen; hinzu kommen Persönlichkeiten wie Thomas v Aquin (Mittelalter), Jean-Jacques Rousseau (Neuzeit) und nicht zuletzt der moderne Gesetzgeber. Der hat ihm sogar schon die Abgrenzung des Gemeinwohlbegriffs von Bürgerrechten abgenommen...

Gast: links/rechts Verweigerer
23.08.2011 11:07
2 1

Neo-Kommunismus eine Lösung für alle Probleme ??

Herr Felber , wie definieren sie Gemeinwohl und wie grenzen sie dieses von Individualrechten, bzw. Bürgerrechten ab ??
Nicht nur Neo-Kommunisten, auch der neoliberale Wohlfahrtsstaat kennt ein Gemeinwohl, wie z.B. Solidarleistungen, oder Verbrechensbekämpfung. Ein sogenanntes „Gemeinwohl“ , wo ein Staat in die Privatsphäre der Bürger massiv eingreift , Unternehmertum und Eigeninitiative grundsätzlich unterdrückt, schadet letztendlich allen, wie Beispiele des realen Sozialismus zeigen

Antworten Gast: Christia Felber
23.08.2011 22:57
3 1

Re: Gemeinwohlbilanz ist einfache Sache

Keine Angst: Schon jetzt gibt es eine wachsende Zahl von Sekundärbilanzen, die Unternehmen freiwillig erstellen, um ihre soziale Verantwortung, ökologische Nachhaltigkeit, ihren Beitrag zur Gesellschaft zu messen. Der Summenbegriff dafür ist das "Gemeinwohl", wie er schon in zahlreichen Verfassungen steht - also nichts Neues. Wir haben im Wesentlichen diese schon praktizierten Bilanzen zusammengeführt und weiterentwickelt - mehr als hundert Unternehmen und Personen. Und das ist erst der Anfang. Am Ende übergeben wir die ausgereifte Vorarbeit einem demokratischen Prozess wie z. B. einem von allen direkt gewählten Konvent. Der bisherige Stand der Bilanz ist hier:
http://www.gemeinwohl-oekonomie.org/pionier-unternehmen/

0 3

(c) Gerald: "zwischen Esoterik und Kommunismus"


Besser kann man das Geschreibsel nicht auf den Punkt bringen!

(wobei die Felbers, Misiks u. wie sie alle heißen mit kommunistischen Ideen ja keine Probleme haben. Denkende Menschen haben damit sehr wohl eines.)


wmaurer
22.08.2011 18:49
2 3

in Alpbach wie hier

gibt Felber seine Sozialromantik zum Besten. Ein Samelsurium spätachtundsechziger Versatzstücke werden von Felber immer wieder aufgewärmt und als Konzept zur Rettung der Welt verkauft und sind nur geeignet die wirklich Fließigen und Tüchtigen ordentlich zu ärgern. Zur Erläuterung: die Fleißigen und Tüchtigen sind die Unternehmerinnen und Unternehmer der mittelständischen Wirtschaft, die größten und bravsten Steuer- und Beitragszahler, die einen Ch. Felber zurecht so überflüssig halten, wie all seine Referate und Beiträge wie dieser sind.

Antworten Gast: kommentar von gast
22.08.2011 19:20
2 0

Re: in Alpbach wie hier

Wenn sich die "Fleissigsten" und "Tüchtigsten" immer wieder von den Göttern der Hochfinanz dazu bringen lassen einen Stein auf den Berg zu schieben der dann immer wieder runterkullert hilft das auch niemandem. Sie könnten auch wenigstens mehr Argumente bringen als das sie sich "tüchtig ärgern" ich wüsste beispielsweise gerne genau worüber. Allerdings tut es mir leid dass sie sich Ärgern denn sie scheinen mir ein ehrenwerter Mensch zu sein. Glauben sie nur nicht das es ihre großen Freunde auch sind und allein an diese richtet sich die Kritik, nicht an den Mittelstand, nicht an Menschen, sondern an die Rechensysteme der ganz Grossen. Meiner Erfahrung nach ist ausserdem, aus menschlicher, nicht wirtschaftlicher Sicht, so gut wie jeder theoretisch fleissig und tüchtig und ich hab schon einiges gesehen von ganz oben bis ganz unten.

Antworten Antworten wmaurer
23.08.2011 10:42
0 0

Re:theoretisch fleißig und tüchtig

wenn man die Lücke zwischen Theorie und Praxis schließen könnte, sähe die Welt ganz anders aus.

0 0

Re: Re:theoretisch fleißig und tüchtig

Und genau diese Lücke schließt Christian Felber!

Antworten Antworten Antworten Gast: kommentar von gast
23.08.2011 18:02
1 0

Re: Re:theoretisch fleißig und tüchtig

Danke, das war die richtige Antwort :). Darüber könnten wir nun natürlich weitere Stunden diskutieren und würden uns, so wir denn sachlich argumentieren, vielleicht sogar einigen.
Ich denke zumindest, dass mit Formulierungen wie Fleiss und Tüchtigkeit oft sehr unvorsichtig umgegangen wird. Wenn man Menschen, ohne konstruktive Vorschläge oder genaue Begründung, Faulheit und Untüchtigkeit vorwirft, werden sie selbst entweder glauben dies sei unveränderlich und aufgeben oder sie werden sich beleidigt zeigen und gegen den Kritiker arbeiten. Daher meine Kritik an der Benutzung dieser Worte im öffentlichen Diskurs. Es freut mich dennoch mit ihnen diskutiert zu haben.

Gast: hibisca
22.08.2011 18:30
3 3

danke an die presse....

...treffender und übersichtlicher könnte man den artikel gar nicht bringen! verständlich für alle,die sich informieren wollen. danke an christian felber.

Antworten wmaurer
22.08.2011 18:49
1 3

Re: danke an die presse für diesen Politkasperl


nopod
22.08.2011 17:02
3 4

Felber hat recht..

.. das beweisen die zynischen Kommentarr jener die vom herrschenden System profitieren.

Es gibt einen ganz einfachen Wertewandel den auch die Presse Poster verstehen.
Die oberste Prämisse muss Lebensqualität sein, nicht Profit Maximierung. Diese simple Änderung verändert die Denkmuster und lässt ganz andere neue Wege zu.

Aber bis dahin werden Leute wie manche Poster hier, weiterhin angstvoll auf die Börsenkurs schauen und dabei Magengeschwüre bekommen.


Gast: 1. Parteiloser
22.08.2011 15:08
0 2

Eine Extremposition!

Wobei bemerkt werden kann, dass ein großer Teil der Bevölkerung, auch viele Unternehmer der KMU, auf genau diese Forderungen immer mehr Rücksicht nehmen, ja teilweise diese Werte auch leben.

Es kann aber auch bemerkt werden, dass wesentliche Teile der Forderungen von den Politikern und dem Finanzunwesen verhindert werden. Nicht nur die falsch gemachte Globalisierung, welche prinzipiell aber notwendig ist, auch die Bewertung mit nicht vorhandenen Geldern (oder geschaffenen) von realen Werten ist etwas zerstörerischen, weil eben falsch gemacht.

Wachstum ist allerdings etwas ganz Natürliches und auch was Gutes. Der technische Fortschritt bewirkt immer ein Wachstum, welches die Gesellschaft auch nützen könnte, aber nicht tut. Das Wachstum, richtig verwendet, bewirkt doch auch höhere Effizienz bei der Herstellung, aber auch dem Produkt selbst, welches dann ökologische Fortschritte bringt. Leider ist es so, dass das ganze Wachstum nur noch in kranke Verwaltungen, irren Förderungen, Ruhegenüssen, etc. verschwendet wird. Da ist doch kein wirklicher Nutzen für die Gesellschaft.

Wenn man sich klar macht, dass in Ö schon 2,7 Mio. steuerpflichtige Menschen (von ca. 6,5 Mio.) mit einem Einkommen von max. 786.- Euro pro Monat (14/12) leben müssen, dann wird der Bedarf an Wachstum auch schnell sichtbar. Wärmedämmungen, gesunde Lebensmittel und eine brauchbare Ausbildung für die Kinder brauchen einfach höhere Einkommen.

Antworten wmaurer
22.08.2011 18:51
0 1

Re: höhere Einkommen durch mehr Leistung, stimmt!


Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
23.08.2011 12:21
1 0

Re: Re: höhere Einkommen durch mehr Leistung, stimmt!

Das Problem in Österreich ist doch, dass Leistung kaum mehr honoriert wird. Das gilt sowohl für Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeber der Realwirtschaft.

In Österreich wird doch nur das Posterl- Amterl oder der Frühruhegenuss gut bezahlt. Es wird also nicht die Leistung bezahlt.

Das Kernproblem ist doch, dass es eben keine leistungsabhängige Entlohnung gibt.

Betrachtet man aber die Gesamtleistung unserer Gesellschaft, dann haben wir einfach zu hohen Einkommen, wie auch die Budgetdefizit deutlich aufzeigen. So gesehen einen Leistungsmangel, weil eben die Gesellschaft mehr verbraucht als selber geleistet wird. Über alles gesehen haben Sie also recht, wenn Sie mehr Leistung fordern. Sie müssen Ihre Forderung aber auch an die richtige Adresse stellen.

Das gewaltige Problem der leistungsabhängigen Entlohnung kann man doch schon lange nicht mehr auf einen Interessenskonflikt Links- Rechts oder Arbeitgeber - Arbeitnehmer festmachen. Es geht doch nur noch um einen Konflikt zwischen Privat und Staat, also den Versorgern der Gesellschaft (in weiten Bereichen) und den Nehmer der Leistung (in weiten Bereichen).

Das Leistungsproblem ist aber real, genauso wie das Verteilungsproblem real ist und in einer Größenordnung wie noch nie. Wenn die Realeinkommen der Menschen der Realwirtschaft nur noch wenig über Mindestsicherung liegen, dann ist was sehr falsch. Wenn die Beamtenpensionen weit über den Einkommen der Realwirtschaft liegen, dann ist der Staat schwer krank.

Antworten Antworten Antworten wmaurer
23.08.2011 12:35
0 0

Re: erstmals stimme ich Ihnen zu 100% zu

daher kein weiterer Kommentar

Antworten Antworten Gast: gast k
22.08.2011 19:32
1 1

Re: Re: höhere Einkommen durch mehr Leistung, stimmt!

Das ist zu kurz und ein tragischer Fehlschluss bei weiteren Überlegungen.
Es kommt auf die Art der Leistung an und darauf wie der Wert dieser Art von Leistung bestimmt wird. Ich lese ihre Kommentare und unterstelle ihnen nur das Beste, aber wenn sie nicht tiefere Fragen stellen können sie die Diskussion nicht verstehen.

Antworten Antworten Antworten wmaurer
23.08.2011 10:39
0 4

Re: Leistung!

bei Dislussionen über Ch. Felbers Tagträume gibts auch nix zu verstehen. Das ist die Religion der linksgrünen Umverteiler und die bleiben halt unter sich. Religion heißt glauben und was man glaubt, wird nicht hinterfragt. Bei Felber und seinen Jüngern auch besser so.

Gast: Montags-Gast
22.08.2011 11:07
0 0

Warum Würde untergeht und was dagegen zu tun ist

Zu diesem Artikel gibt es auch passende Literatur.

Das Buch "Sei bei Bewusstsein" von H. Keynell

In diesem Buch werden auch Möglichkeiten beschrieben, wie Würde wieder erreicht werden kannn und zwar über Generationen hinweg.
Aber auch so handfeste Themen, wie erfolgreiche Politik gemessen werden sollte.

Gerald
22.08.2011 08:32
10 6

Felbers esoterisches Wirtschaftsmodell

Recht geben kann man Felber lediglich bei der Aussage, dass das BIP ein untauglicher Maßstab ist, um den Wohlstand der Bevölkerung zu messen. Der Rest seiner Äußerungen changiert zwischen Esoterik und Kommunismus. Wer glaubt Unternehmen sollten nicht nach Gewinn streben, sondern nach "Sinnstiftung" bzw. "Arbeitsplatzqualität" disqualifiziert sich eigentlich von selbst.
Denn warum sollten in Felbers Utopie Unternehmer überhaupt noch Unternehmen gründen? Der Unternehmer nimmt dieses unternehmerische Risiko ja nur auf sich, weil er sich einen Profit erhofft. Dass Mindeststandards eingehalten werden müssen, um den Menschen nicht zum rechtelosen Arbeitssklaven zu degradieren, versteht sich von selbst, das ist aber Aufgabe des Staates und nicht des Unternehmers. Der Unternehmer wird jedoch, wenn er schlau ist von selbst auf die Zufriedenheit seiner Angestellten achten, da damit die Arbeitsleistung steigt.
Weiters brauchen Unternehmen Gewinne, um zu investieren und damit zukunftsfest zu sein, mit esoterisch-kommunistischen Gemeinwohl-blabla sichert man sicher keine Arbeitsplätze.

Konkurrenz ist wiederum die Triebfeder des Fortschrittes, nur die Anstrengung immer besser sein zu wollen bringt unsere Gesellschaft voran und sicher kein globales Weltumarmen. Das menschliche Naturell ist eben egoistisch und nicht altruistisch und nur Konkurrenz führt zu Effizienz.
Das waren nur die gröbsten Punkte die ich herausgepflückt habe, denn da steht soviel Quatsch drinnen: unfassbar.

Antworten Gast: greysheep7
23.08.2011 11:56
1 1

Re: Felbers esoterisches Wirtschaftsmodell

Unternehmen werden aber nicht nur durch den Anreiz des Profits gegründet - das ist eine grundfalsche Annahme.
Wenn jemand ein Unternehmen gründet, dann im Normalfall weil er diese Arbeit gerne macht und somit von innen heraus motiviert ist.
Natürlich muss man von dem was dabei herauskommt auch noch leben können - das ist aber erst das 2.
das reine Profitstreben kommt dann immer erst ab einer bestimmten Größe des Unternehmens wenn die Manager keinen Bezug zum Ursprung des Unternehmens und den hergestellten Produkten haben

Antworten Antworten Gerald
23.08.2011 19:05
2 3

Re: Re: Felbers esoterisches Wirtschaftsmodell

Mag ja sein. Ohne Profit wird es das Unternehmen jedenfalls nicht lange geben, da kann die "Sinnstiftung" und die "Arbeitsplatzqualität" noch so toll sein. Felbers esoterisch verbrämter Kommunismus führt jedenfalls ins wirtschaftliche Verderben und sicher nicht zu Glück und Wohlstand.

Antworten Gast: Montags-Gast
22.08.2011 11:52
1 0

Re: Felbers esoterisches Wirtschaftsmodell

Unternehmen die auf ihre Mitarbeiter schauen, .... bei einer durchschnittlichen Beschäftigungsdauer von unter drei Jahren ist diese Annahme leider überholt.

Ja Politiker und Unternehmer haben nicht die selbe Rolle und sollten einander ergänzen, zum Wohle aller. Ergänzen heist dabei aber auch manchmal Grenzen setzen.

Ebenfalls ist das menschliche Naturell ein Thema und das anzustrebende Ideal ein anderes.


Antworten Antworten Gerald
22.08.2011 13:08
3 5

Re: Re: Felbers esoterisches Wirtschaftsmodell

Wie ich schon schrieb: Wenn der Unternehmer schlau ist, dann wird er auf seine Untergebenen schauen. Es gibt aber eben nicht nur schlaue Unternehmer sondern leider auch ausgesprochen dumme. Diese schneiden sich aber meist selbst ins Fleisch, wenn sie massig Leute rauswerfen. Denn so ein Verhalten spricht sich herum und qualifizierte Leute meiden dann solche Firmen wie die Pest. Ich kenne z.B. auch solche Firmen (glücklicherweise nicht aus eigener Erfahrung), die haben jetzt sogar Probleme den Posten für eine einfach Sekretärin zu besetzen.

Antworten Antworten Antworten wmaurer
22.08.2011 18:53
0 0

Re: "Untergebene",.... in welcher Welt leben Sie?


Antworten Antworten Antworten Antworten Gerald
23.08.2011 08:25
1 2

Re: Re: "Untergebene",.... in welcher Welt leben Sie?

"Die Leut die für ihn hackln" statt "Untergebene" passt natürlich besser in unsere heutige zeitgeistige Verblödungswelt.


 
1 2

Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

Mehr Gastkommentare:

Top-News