18.05.2013 19:28 Merkliste 0

Polizeirepression an der Uni: Rektor, entschuldigen Sie sich!

ROMY GRASGRUBER (Die Presse)

Gastkommentar. Dass zuletzt dreimal Polizeieinsatzkräfte Studierende aus der Universität Wien verjagten, ist demokratiepolitisch mehr als bedenklich.

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Innerhalb von sieben Tagen gab es drei von Rektor Heinz Engl angeordnete Polizeieinsätze in der Universität Wien. Rechtfertigung dafür waren die Proteste von Studierenden gegen die Abschaffung des Bachelorstudiums Internationale Entwicklung, aber auch gegen die Einhebung von Studienbeiträgen durch die Universität Wien.

Dreimal rückte die Sondereinheit Wega an, verjagte hunderte für Bildung protestierende Studierende unter Einsatz verbaler und physischer Gewalt aus ihrer Universität. Argumentiert wurde das mit dem Hausrecht des Rektors.

Ich selbst war lediglich bei der Besetzung des Audimax am 19. April dabei. Ich empfand es als tiefes Unrecht, dass mein demokratiepolitisch legitimiertes Recht auf freie politische Meinungsäußerung durch ein unverhältnismäßig hohes Aufgebot an Exekutivkräften sowie durch private Sicherheitsfirmen beschnitten wurde. Schließlich war die Besetzung gewaltfrei verlaufen.

Es ist demokratiepolitisch bedenklich, ja höchstgefährlich, jegliche Protestkultur an einer Universität durch Polizeirepression zu unterbinden. Der Einsatz solch unverhältnismäßiger Mittel wäre bis vor Kurzem noch unvorstellbar gewesen. Seinerzeit war die Universität „ausgenommenes Gebiet“ und der Polizei, außer in Fällen eines Verbrechens (z. B.: Brandstiftung, Diebstahl, Mord), nicht zugänglich. Dies hat historische Gründe zum Schutz von Demokratie und freier Wissenschaft.

 

Instrumentalisierte Exekutive

Polizei an Universitäten kannte man eigentlich aus diktatorischen Regimen. Durch das Agieren in den letzten Wochen wurde die Exekutive instrumentalisiert, um politische Einzelinteressen durchzusetzen. Damit wurde ein demokratiepolitisches Tabu gebrochen.

In Österreich wird oft nicht verstanden, weshalb Proteste demokratiepolitisch bedeutend sind; obwohl doch eigentlich klar ist, dass es in gewissen Fällen notwendig ist, seine Meinung öffentlich und gemeinsam mit anderen kundzutun. Die Studierenden der Internationalen Entwicklung setzen sich nicht für sich selbst ein, sondern wollen anderen jungen Menschen ein IE-Studium in Österreich ermöglichen.

 

Wo der Rektor stehen müsste

Proteste bestimmen die Entwicklung unserer Gesellschaft entscheidend mit. Ohne Protest gäbe es vielleicht immer noch Sklavenhaltung, Frauen hätten keine Rechte und Demokratie wäre ein Fremdwort. Daher ist es eine Frage des Prinzips und der Einhaltung demokratischer Grundwerte, wie mit dieser Form der politischen Artikulation umgegangen wird.

Der Rektor der Universität Wien hätte auf der Seite der Studierenden und des wissenschaftlichen Personals stehen müssen. Seine Aufgabe hätte darin bestanden, im Sinne der Wissenschaft gut zu verhandeln, sodass eine Ausfinanzierung der IE möglich gewesen wäre. Die Aufgabe des Wissenschaftsministers ist seit Langem, Geld für die Universitäten sicherzustellen. Stattdessen – so scheint mir – tragen die beiden den Frust über das eigene Unvermögen auf dem Rücken der Studierenden aus.

Die Abschaffung des Bachelorstudiums Internationale Entwicklung wurde bisher mit fehlenden Arbeitsplätzen für Absolventen und Absolventinnen argumentiert, was von einem fragwürdigen Verständnis von Wissenschaft und Freiheit zeugt. Wenn sich mehr als 2000 volljährige und wahlberechtigte Studierende für dieses Studium entscheiden, darf es nicht geschlossen werden. Das wäre in Österreich und an der Universität Wien ein einmaliger und nicht nachvollziehbarer Vorgang. Angebliche Partikularinteressen der IE-Studenten sind – genauer betrachtet – keine, im Gegenteil! Die Studierenden kämpfen gegen die Willkür der Politik und somit im Interesse aller.

Wem fallen nicht zahlreiche andere Studienrichtungen ein, denen schlechte Jobaussichten attestiert werden? Sollen sie alle geschlossen werden? Soll sich die Wissenschaft in Zukunft nur mehr ihrer unmittelbar ökonomischen Verwertbarkeit unterwerfen? Wie kann gerade ein Altphilologe wie Wissenschaftsminister Töchterle einen solchen Kurs unterstützen?

Die Internationale Entwicklung ist im deutschen Sprachraum einzigartig, stößt auch international auf Interesse. Das mittlerweile ausgelaufene Diplomstudium und die Kombination aus Bachelor- und Masterstudium erlaubten eine inhaltliche Tiefe, die in dem vorgesehenen kurzen Masterstudium von ein bis zwei Jahren nicht ansatzweise erreicht werden kann.

 

Internationale Evaluierung

IE-Absolventen sind in diversen Berufsbereichen aktiv und werden für ihre Bildung und ihr Engagement geschätzt. Die Generalversammlung der Internationalen Entwicklung fordert daher eine internationale Evaluierung durch das Graduate Institute (Genf) oder das Institute of Development Studies (Sussex). Zumindest dieser Forderung muss stattgegeben werden!

Die Situation ist nun eskaliert, tatsächliche Gesprächsbereitschaft von Seiten des Rektors gab es nur in Form von Presseaussendungen. Die Studierenden leisteten Widerstand, der Rektor reagierte mit unangemessener Autorität. Was dieses Vorgehen betrifft, sind eine Entschuldigung und die Zusage, dass solch unangemessene Mittel nicht mehr angewendet werden, unbedingt notwendig!

Demokratiepolitisch bedenkliche Entwicklungen wie diese gehen uns alle an. Sollte Rektor Engl bei seinem autoritären Kurs bleiben, müssen sich Senat und Universitätsrat der Universität Wien überlegen, ob er in dieser Führungsposition nicht überfordert ist.


E-Mails an: debatte@diepresse.com

Zur Autorin

Mag.a Romy Grasgruber ist Absolventin der Internationalen Entwicklung und 2009 als Initiatorin der Lichterkette für Zivilcourage bekannt geworden. Sie arbeitet im Social-Profit-Sektor und plant ihre Dissertation zum Thema: „Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement in Österreich“. [Privat]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.05.2012)

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30 Kommentare
 
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Wann beginnen endlich die Grabungsarbeiten in der Sensengasse?

"Das Reich" liegt euch zu Füssen!

Muss ich mich etwa von Ihnen nötigen lassen?

nur damit Sie sich in ihrem "recht" auf protest nicht verletzt fühlen?

fakt ist das bestzen des audi max ist reine nötigung!
Ich verpasse dann meine vorlesungen und muss mir den ganzen stoff dann aus den bücher holen, was uu relativ mühsam sein kann.

warum protestieren Sie denn nicht vor der uni?
oder vorm wissenschaftsministerium, oder vorm parlament, das ist ja sowieso gleich um die eck von der hauptuni, wäre also gar kein umweg!

Außerdem sei angemerkt, dass ich als eine frechheit empfinde welche vorwürfe sie hier gegen den rektor erheben!
was soll bitte "unangemessene Autorität" bedeuten?
Kann man es dem rektor verübeln, dass er eine kleine gruppe von "studenten", die es tausenden anderen studenten unöglich machen vorlesungen zu besuchen, und eine bildung zu erlangen, aus der uni raus werfen lässt?

Nun zum studium internationale entwicklung:
dass dieses studium abgeschafft wurde kann ma nur begrüßen, denn der ökonomische sinn ist doch höchst fraglich.
was bringt es einem staat (wirtschaftlich) wenn er auf einmal 1000 IE absolventen hat?

nichts!

wir brauchen in erster linie techniker, um unseren wohlstand aufrecht zu erhalten bzw zu verbessern!
die zig geisteswissenschaftlichen studien sind doch großteils für die katz!

Gast: dangerous mind
12.05.2012 12:39
0 0

Dilemma der Uneinsichtigkeit

Ich bin Mag. a Grasgruber dankbar für ihren Beitrag.
Wenn ich meiner Einladung ins Bundesministerium folge, dann höre die selben erschrockenen Kommentare über das Abwürgen von Kritik (die schon jahrelang erfolglos auf freundlich-friedlichen Dialog basierte).
Ich denke die Selbsteinsicht des Rektors "Es war ein Fehler die Polizei damals zu rufen" sagt eigentlich genug.

Gast: GastGaius
08.05.2012 09:15
2 0

+++

Das Recht zur freien Meinungsäußerung und die Freiheit gegen Missstände aufzubegehren sind hier das Hauptthema und dafür einzutreten absolut lobenswert. Auch wenn sich die Gemüte trennen, ob es in diesem Fall dafür steht oder nicht (ich selbst bin pro Studiengebühren und pro Selektion). Auch befürworte ich eine Konzentration des Studienangebotes, IB alleine abzuschaffen reicht da nicht, es gibt in Ö 9(!!!) Theologische Fakultäten - reicht da nicht eine?! und diverse Orchideenfächer, die man konzentrierte verteilen könnte, aber das ist ein anderes Thema. Das Recht unterschiedliche Meinungen auszutauschen und einen Diskurs zu führen, sollte in einem Rechtsstaat eingefordert werden. Der Einsatz für die eigene Meinung, solang es keine physischen Auswüchse treibt, nicht durch Polizeigewalt bestraft werden. Wo bleibt eine ernsthafte Diskussion? Sie wird nie stattfinden, da Studenten und Schüler (zukünftige Studenten) nicht als mündige Partner angesehen werden und "fertig" Ausgebildete meistens nur ihre "Ruhe" haben wollen - daher doppelt gut, dass sich hier jemand ohne Eigenutzen für die Nachfolger einsetzt. (nochmal, ich persönlich habe zu diesem Thema eine ganz andere Meinung, aber es geht um den Diskurs und das Recht auf Auseinandersetzung und Aufbegehren)

Gast: Gerne nur Gast
07.05.2012 20:51
3 0

Bitte an "charles james fox" !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Bitte noch ein Posting!!!!
Ein ganz langes!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Es gibt auch die größte Pizza der Welt, und den längsten Strudel .. und noch einen längeren ..!

Und im Presse Forum, da gibt es den linkslinken Berufsposter Ch J Fox.
Bitte den eignen REKORD brechen und noch 10, nein 100 Postings reinschütten!!!

"Wie kann gerade ein Altphilologe wie Wissenschaftsminister Töchterle einen solchen Kurs unterstützen?"



ja, wie kann er nur?

ich hab für die apolitische graswurzel-romy eine überraschung: der mann sitzt für so was ur böses und autoritäres wie eine PARTEI in der regierung und exekutiert die wünsche seiner wählerInnen, die nix schöner finden als studiengebühren.

na sowas aber auch! politische macht wird doch tatsächlich ausgeübt, auch wenn romy&co. sie ganz fest zu ignorieren versuchen, oder wie sie das euphemistisch formulieren: indem sie in der "zivilgesellschaft" wirken und "parteipolitisches engagement" ablehnen.

aufwachen romy! der liebe altphilologe wird weiter die barbarische philister-politik seiner gesinnungsgemeinschaft machen; der hat kein problem damit, dass studien wirtschaftlich verwertbar sein sollen, das haben die meisten menschen nicht. weil das nämlich das grundgesetz unserer ges.-u. wirt. ordnung ist. zu meinen, die uni wär gegen die kapit. barbarei immun, oder man könnte durch voll progressives ums parlament gehen daran was ändern ist mehr als naiv.


Gast: Gerne nur Gast
07.05.2012 16:40
8 0

Ein Poster weiter unten bringt es auf den Punkt:


"Die Uni ist kein rechtsfreier Raum".

Repression ging nicht von der Polizei aus, sondern von den Linken Studenten, die mit Vandalismus, gefährlicher Drohung, Eigentumsverletzung und ähnlichem ihre kriminielle Energie zeigen.
Die Polizei hat RECHT UND ORDNUNG wiederhergestellt. Und darauf haben ALLE STUDENTEN ein Anrecht.

alles gute kommt von oben!


ich bin auch gegen studiengebühren, und dafür gegen ihre einführung widerstand zu leisten, aber nur jammern, dass der rektor "autoritär" ist (surprise, surprise! wer hätte das gedacht, romy?!), weil er den tolpatschigen besetzern sein büro nicht zur verfügung stellen will, ist einfach nur armselig und zeigt, wie hilflos der sog. "widerstand" gg. studiengebühren bisher war.

mit solchen waschlappen als gegnern tut sich der engl leicht.

lustig ist auch, dass sich zivilgesellschafts-romy zwar erst über "unangemessene (sic!) autorität" beschwert, aber im selben atemzug an die autorität der hohen behörde, nämlich an den unirat appelliert, den bösen buben (=rektor) aus dem verkehr zu ziehen. das zeigt nur, wie autoritätshörig romy & co. eigentlich selber sind.

statt SELBER was zu tun, statt zu versuchen die studierenden stärker zu mobilisieren, soll der unirat doch bitte, bitte was machen. was ein paar selbsternannte zivilgesellschaftler, die unfähig und offenbar auch unwillens sind die betroffenen (=studentInnen) zu aktivieren nicht zustandebringt, soll die gute autorität von oben erledigen.

du bist sowas von widerständig romy, ich bin schwer beeindruckt! voll subversiv!

"Polizei an Universitäten kannte man eigentlich aus diktatorischen Regimen."


wieso? ist die uni exterritorial? ist das kein teil österr. staatsgebietes? finden gesetze hier keine anwendung?

oder weiß romy einfach nicht wovon sie schreibt?


"mein demokratiepolitisch legitimiertes Recht"


was für ein recht gibts darauf ins rektorat einzudringen?

es gibt versammlungsfreiheit, aber ein büro zu besetzen ist kein "recht". und schon gar nicht ein "demokratioepolitisch legitimiertes" wie zivlilgesellschafts-romy in recht zweifelhaftem deutsch mutmaßt.

wenn man protestieren will, kann mans in der aula, in lehhrveranstaltungen., vor der uni, auf der rampe...es gibt genug möglichkeiten.

man muss nur die richtige taktik haben. hinterher jammern, dass die gegenseite so ur gemein ist, ist ein wenig dürftig und nützt den studierenden wenig. dieses selbstmitleidige schwächliche gejammer ist nur wasser auf die mühlen der studiengebühren-befürworter.

Gast: derWalter:)
07.05.2012 14:35
0 2

Guter Artikel!

Ich hätte mir nicht gedacht dass die Presse sich ein so kritisches Niveau zusteht.

Vielleicht werde ich das telefonische Angebot von einem Presseabo noch ein Mal überdenken wenn sich diese Reihe an Kritikfähigkeit fortsetzt.


Dieser Beitrag war nur die Abrundung zu..

Robert Menasses Kampf- und Hassbeitrag im Spektrum vom 5.5.2012: Ebenso niveaulos, ebenso unsachlich, ebenso rotzfrech.
Ihr Studierende/Studierte solltet wissen, dass Freiheit 1. Verantwortung bedingt und 2. nur bis zur Unfreiheit des Anderen gehen darf.
Wie kommt die Gesellschaft dazu, Geld für etwas ausgeben zu müssen, das - auch auf lange Sicht - der Gesellschaft nicht wieder zugute kommt. Das wird nicht in jedem Einzelfall gelingen (Grundlagenforschung geht manchmal ins Leere), jedoch systematische Ausbeutung wird die Gesellschaft = der Steuerzahler nicht hinnehmen. Ob das korrupte Beamte/Politiker sind, Tachenierer oder "ewige Studenten", die gar nicht wissen, was sie wollen (ausser freie Fahrt auf Öffis, und auch sonst im Leben), nicht wisse, womit sie sich einmal ihr Brot verdienen wollen; jeder Schlosserlehrling weiß das!
Ein verantwortlicher Rektor weiß , dass er dem Bürger, dem Souverän gegenüber verantwortlich ist und zieht eben wenn nötig die Notbremse.
Wohlgemerkt: UNI ist kein rechtsfreier Raum!

Gast: Hellena
07.05.2012 10:36
0 8

Demokratie ist doch längst überholt, nicht wahr

Ein solcher Kommentar überfordert die geschätzen Presse-Leser in vollem Maße - müssten sie doch ihre rechten Gemüter mit solch unwichtigen Themen wie Demokratie, freier Meinungsäußerung und Bildung anstrengen.
Ein Hoch auf die mündigen Bürger, die alles dafür tun würden (bzw nicht tun würden) um bloß nicht von ihrem verkalkten Suppentellerrand aufsehen zu müssen!

Ich frage mich, ob die Kommentare der Leser hier ebenso ausgefallen wären, wenn es sich bei der abzuschaffenden Studienrichtung um gewichtige Studien wie BWL handeln würde...

Mit der Presse wohl eindeutig das falsche Medium gewählt, Frau Grasgruber.

8 0

Re: Demokratie ist doch längst überholt, nicht wahr

Der Unterschied liegt darin, dass BWL-Absolventen einmal sinnvolle Jobs erhalten (können), wovon IE-Absolventen meilenweit entfernt sind. Und dass sich niemand dafür begeistern kann, auf Kosten des Steuerzahlers arrogante Zivilversager heranzubilden, liegt wohl auf der Hand.

Antworten Antworten Gast: GASTI
07.05.2012 17:46
0 2

Re: Re: Demokratie ist doch längst überholt, nicht wahr

BWLerInnen mit sinnvollen Jobs?!? Hecheläffchen passt wohl eher :-D

Antworten Antworten Gast: Hellena
07.05.2012 16:29
1 1

Re: Re: Demokratie ist doch längst überholt, nicht wahr

Ihr Beitrag sagt meiner Meinung nach alles zum Thema "arrogante Zivilversager" aus.

9 1

Langer Rede kurzer Sinn

Einige Studenten besetzen das Audimax und verhindern damit dessen Nutzung für den Lehrbetrieb - das ist selbstverständlich "gewaltfrei" und demokratiepolitisch unbedenklich. Dass die Polizei Universitäten nur mit Erlaubnis des Rektors betreten darf, hat nichts mit dem Schutz von Wissenschaft und Forschung zu tun, sondern beruht auf mittelalterlichen Privilegien. Damals hatten die Universitäten auch eigene Gerichtsbarkeit.
Die beste Begründung für die Einstellung von "Internationaler Entwicklung" liefert dieser Gastkommentar: das Studium produziert auf teure Art und Weise Arbeitslose, die nach Abschluss mangels Job dem Rest der Welt mit solchen Meinungsäußerungen auf die Welt gehen.

Gast: Vogel Strauss
07.05.2012 08:36
8 1

Linke Logik ...

Wenn man sein Eigentum vor Zerstörung schützen lässt, ist man also demokratiepolitisch bedenklich? Ich finde diese linke ideologische Unterwanderung der Studenten bedenklich ...

Antworten Gast: friedrich hackel
07.05.2012 09:24
2 7

Re: Linke Logik ...

Was hat das mit links oder rechts zu tun?

Polizei hat an einer Universtität nichts verloren. Das hat eher was mit Demokratie zu tun.

Welche Zerstörung?
Ich glaube du hast dich verlesen.


7 0

Re: Re: Linke Logik ...

Die Polizei hat solange an einer Universität nichts verloren, solange sie vom Rektor nicht gerufen wird. Das wurde sie in diesem Fall aber. Denn es ist auch Aufgabe des Rektors die Eigentumsrechte der Republik zu wahren und dazu gehört es auch keine Hörsaalbesetzungen zu dulden und den ungestörten Lehrbetrieb sicherzustellen.

Antworten Antworten Antworten Gast: Herr Lehmann sagt
07.05.2012 10:14
1 5

Re: Re: Re: Linke Logik ...

Protest muss in einer Demokratie gestattet sein.
Sonst sind wir in einer Diktatur. Willst du in einer Diktatur leben?

Geschichtlich: Hätte es keine Besetzungen, Proteste gegeben, müsstest du noch immer 14 h am Tag arbeiten und hättest kein 13. 14. Gehalt, etc etc.
Augen auf!

10 0

Re: Re: Re: Re: Linke Logik ...

1. Freie Meinungsäußerung ist in einer freien Gesellschaft erlaubt.
2. Deswegen darf aber niemand zum Zuhören gezwungen oder sonstwie beeinträchtigt werden - das ist bei einer Besetzung aber der Fall.

Deswegen ist die Räumung völlig in Ordnung - demokratiepolitisch und sonst auch.

Gast: Gerne nur Gast
06.05.2012 21:44
11 1

Ich darf aus obigem Artikel zitieren


"Mag.a Romy Grasgruber ... Sie arbeitet im Social-Profit-Sektor ...".

Danke für diese Selbstbeschreibung, besser kann man es nicht auf den Punkt der Wahrheit bringen.
Du bist ein Linker ohne Können? Dann profitiere von der Sozialindustrie!

Wette

Ich wette, vor ihrer StudentInnenzeit hieß diese Dame einfach nur "Gruber".

Anders kann ich mir den Kommentar nicht erklären...


Antworten Gast: zuber
07.05.2012 11:18
1 5

Re: Wette

Sowas Stumpfsinniges ist selbst für den Kommentarbereich auf diepresse.com außergewöhnlich

Re: Re: Wette

Das habe ich mir beim Lesen des Gastkommentars auch gedacht...


 
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Hinweis

  • Der Inhalt von Gastkommentaren spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider und entspricht nicht zwangsläufig der Meinung der "Presse".

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