25.05.2012 19:45 | Meine Presse Merkliste 0

Bestsellerautor im Feuer vor Gaza

 (Die Presse)

Das hätte auch Kommissar Kurt Wallander passieren können: Sein Schöpfer Henning Mankell geriet in ein Nahost-Debakel.

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Links schlägt das Herz des schwedischen Bestsellerautors Henning Mankell. Er engagiert sich für Afrika, wo er auch ein zweites Zuhause hat, er kämpft gegen Ungerechtigkeit, wo immer er sie auftauchen zu sehen meint. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Mankell sich an einer internationalen Solidaritätsaktion für die Palästinenser in Gaza beteiligte, die durch eine Militäraktion Israels zum Desaster wurde. Soldaten stürmten die türkische „Mavi Marmara“, eines der Schiffe, die Hilfsgüter ins Palästinensergebiet bringen sollten. Es gab Dutzende Verletzte und Tote.

Mankell, der für „Free Gaza“ extra eine Lesereise für seinen letzten Kriminalroman mit Kommissar Wallander („Der Feind im Schatten“, Zsolnay 2010) unterbrach, war offenbar unmittelbarer Zeuge des Militärschlages, er soll sich auf der „Mavi Marmara“ befunden haben. Kurz vor dem Angriff hatte er noch von Bord an Israels Führung appelliert, der kleinen Flotte freie Fahrt zu gewähren. „Die Einschränkung unserer Bewegungsfreiheit wird nur dazu führen, dass sich die Aufmerksamkeit der Welt auf die lang anhaltende und vollständige Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Bürger im Gazastreifen konzentriert.“ Da hat er recht. Und Mankell wird jetzt wohl auch noch einiges mehr zu erzählen haben. norb

ZUR PERSON

Name: Henning Mankell

Geboren am: 3. Februar 1948 in Stockholm, aufgewachsen in Sveg.

Karriere: Schauspielstudium, schrieb und inszenierte gesellschaftskritische Stücke, ab den Siebzigerjahren auch Prosa.

1991–2009: Weltruhm durch zehn Krimis mit Kommissar Wallander. Mankell lebt heute in Schweden und Mozambique, wo er ein Theater leitet. [EPA]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.06.2010)

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2 Kommentare
Gast: LeserIn
03.06.2010 01:55
0 0

Das ich nicht lache!

Mankell befand sich - wie übrigens auch die beiden Abgeordneten der Linkspartei - überhaupt nicht an Bord der Marva Marmara, sondern mehrere hundert Meter vom "Feuer von Gaza" entfernt und vermutlich schlafend auf einem der fünf übrigen Schiffe. Auf diesen kam es übrigens nicht zu nennenswerten Eskalationen.

Mankell und Co. möchten aber trotzedem ein paar spannende Räuberpistolen zum besten geben und die deutsche Presse nimmt ihren neuen Lieblings-Beinahe-Märtyrern diese Schoten begierig ab. Schade.

Gast: DaaaaA
31.05.2010 23:07
0 0

136

http://www.youtube.com/watch?v=0LulDJh4fWI&feature=player_embedded

ISRAEL IST NICHT SCHULD

schaut euch das an
und die medien zeigen das nicht mal

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