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Keine Hilfe mehr für Griechenland

CHRISTIAN HÖLLER (Die Presse)

Der Internationale Währungsfonds muss seine Drohungen in die Tat umsetzen.

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Vor einem Monat haben die Griechen bei den Parlamentswahlen für den Verbleib in der Eurozone gestimmt, jetzt geht das Tauziehen schon wieder von vorn los. Um über die Runden zu kommen, braucht Griechenland im August und September die nächste Geldspritze von 12,5 Mrd. Euro. Dabei haben die wechselnden Regierungen in Athen bislang zwei Drittel der zugesagten Sparvorgaben nicht umgesetzt.

Kein Wunder, dass nun der Internationale Währungsfonds die Hilfe für das südeuropäische Krisenland stoppen will. Solche Androhungen gab es bereits in der Vergangenheit, doch jetzt sollten sie in die Tat umgesetzt werden. Wie oft wollen die Euroländer und der IWF noch nachgeben? Was muss passieren, bis sie endlich einen Schlussstrich ziehen?

Ein Euro-Austritt Griechenlands würde auf den Finanzmärkten längst keine Panik mehr auslösen. Die internationalen Großbanken haben die Hellas-Bonds längst abgeschrieben. Einzig die Europäische Zentralbank (EZB) hält noch viele griechische Anleihen, doch auch eine Rekapitalisierung der EZB wäre für die Euroländer leistbar. Die internationalen Kreditgeber müssen mit ihrer Drohung Ernst machen. Sonst verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit.

 

christian.hoeller@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.07.2012)

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9 Kommentare
Gast: MuninundHugin
23.07.2012 20:44
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Tja,

der Euro ist halt eine nicht enden wollende Erfolgsgeschichte.

Gast: Reflector
23.07.2012 11:29
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Politik d. Daueralimentierung


Anhand des GR Beispiels, kann man schön sehen was kommen wird, wenn der ESM erst einmal in 'Kraft' tritt.

GR wird daueralimentiert, bzw. richtigerweise die Schulden (Baken) die GR finanzierten, denn wenn man 12.500 Mill. € für 10 Mill Griechen für zwei Monate benötigt, dann wären das 625 € pro Monat, Kopf und Nase, was bei einer 4 köpfigen Familie auf 2.500 Monatslohn käme.

Die 'Reformanstrengungen' der Verantwortlichen (Staat, Banken) hingegen liegen nahe bei 0.

Gast: zylmurbafi
23.07.2012 10:16
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lieber ein ende mit schrecken

als schrecken ohne ende. griechenland ist nicht kreditwürdig. dass natürlich die usrealisten es begrüsssen, das die eurofront aufgeweicht wird ist ja klar. dass gespart werden muss auch. dass endlich den abzockern, vornehmlich denen aus den usa der garaus gemacht werden muss hoffentlich auch. mehr mut braucht es. sollten die marodeure in der eu die oberhand gewinnen, dann werden die eu zerstört.

Gast: Don Quichote
23.07.2012 10:01
1 0

Wenn es wirklich so kommt, ...

... ist es ja gut, daß die Banken offenbar ihre Schäfchen im Trockenen haben und noch einmal zig Steuermilliarden von unseren weitblickenden Polit-Kapazunder in dieses schwarze Loch versenkt wurden. Wir brauchen persönliche Haftungen der Politiker für ihre Heldenstücke zugunsten der Rothschilds & Co.

einigermaßen realistisch sollte ein Kommentar wohl sein ...

zunächst waren und sind alle Parteien Griechenlands einschließlich Syriza für einen Verbleib in der Eurozone. Von daher gab es keine Nebenbei-Abstimmung über den Verbleib in der Eurozone bei den Parlamentswahlen. Diese Entscheidung für oder gegen die Euro-Zone wurde von EU-Stellen nur suggeriert, um die Griechen zu einer Entscheidung gegen Syriza zu nötigen.

Zweitens hat sich die EU hinter den Kulissen für einen Verbleib von Griechenland in der Eurozone bereits entschieden, verfolgt aber eine Doppelstrategie, indem ein Ausschluss Griechenlands offen diskutiert wird, um ein Druckmittel gegen die griechische Regierung zu haben - um sie gefügig zu machen.

Aus Sicht der EU bleiben also nur mehr die weiteren Schritte, um Griechenland endlich auf Kurs zu bringen. Das wird durch ein Taktieren mit weiteren Hilfszahlungen versucht. Die Frage ist im Augenblick also nur, welcher Kompromiss mit Griechenland ausgehandelt wird und vor allem wann.

Der obige Kommentar ist von keinerlei wert.

Antworten Gast: Czerno
23.07.2012 10:35
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Re: einigermaßen realistisch sollte ein Kommentar wohl sein ...

ich glaube, der Zahlungsstop und die Pleite stehen längst auf Schienen.

Ein Land,
-wo es 14 Monate braucht, um ein Unternehmen zu gründen,
-wo die meisten Leute keine Steuern bezahlen,
-das jeden Monat 1000 Beamte einstellt, die es nicht braucht
-das Pensionen an Tote ausbezahlt
-das kein Grundbuch hat
-in dem die Korruption blüht
-das am Zustand um keinen Preis der Welt was ändern will, und Reformen ablehnt

so ein Land wird Pleite gehen, egal ob mit Euro oder Drachmen, mit IWF oder ohne, ob in EU oder nicht.

Griechenland wird von Europa fallen gelassen, nicht weil es pleite ist, sondern weil dort niemand bereit ist Zusagen einzuhalten.

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Überaschung!

Nein, nicht wirklich....

Gast: Hardliner 1
22.07.2012 23:58
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Notbremse ziehen

Kein Problem, dann übernehmen EU und EZB den Anteil des IWF.
Im Ernst: Vor zwei Jahren hätte man die Griechen pleite gehen lassen sollen. Jetzt hat man Hunderte von Milliarden reingepufft bzw. durch einen Haircut in den Sand gesetzt. Es ist höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen. Das heißt: Griechenland muss zurück zur Drachme. Alles andere ist gigantisch teure Flickschusterei,

Ja, bitte!


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