22.05.2013 08:11 Merkliste 0

Wiener, wollt Ihr schöneres Wetter?

ERICH KOCINA (Die Presse)

Wie die Rathauskoalition alles unternimmt, um einem unangenehmen Plebiszit zu entgehen.

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Fantasie muss man ihnen schon lassen, den Verantwortlichen im Wiener Rathaus. Denn der jüngste Schachzug im Kampf gegen eine drohende Volksbefragung zur Ausweitung des Parkpickerls kam dann doch ein wenig überraschend. Die Frage, ob das Volk nun über Gebühren abstimmen darf oder nicht, ließ man unbeantwortet – indem man sie einfach in eine Art Möbiusschleife der Wiener Bürokratie schickte, im Wiener Amtsdeutsch lautet der Name dafür „Verwaltungsverfahren“.

Damit gewinnt die rot-grüne Stadtregierung einerseits Zeit, sodass die endgültige Antwort auf die Frage wohl erst nach Einführung der neuen Zonen erfolgen wird. Andererseits entgeht man damit der Gefahr, dass eine klare Antwort vor einer höheren Distanz angefochten werden kann. Allerdings ist keine Antwort auch eine Antwort. Nämlich die, dass man im Rathaus offensichtlich keine Möglichkeit gefunden hat, aus dem Schlamassel mit einem letzten Rest an Würde herauszufinden. Und dass man das Volk wohl nur mehr zu juristisch folgenlosen Dingen befragen wird – etwa, ob die Wiener gerne schöneres Wetter hätten.

 

E-Mails an: erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.07.2012)

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21 Kommentare
Gast: Für das Parkpickerl!
26.07.2012 22:00
1 3

unreife kurzsichtige Bevölkerung

Leider ist die Bevölkerung so unreif, dass man sie über derartige Fragen nicht abstimmen lassen darf.
Genausowenig wie man sie zur Frage "Wollt Ihr Steuern zahlen oder nicht" abstimmen lassen dürfte.
Wieso soll ich damit leben müssen, dass - im schönen ruhigen Grün - lebende Pendler die Stadt blockieren und die Luft verpesten?
Dann sollen sie halt in Wien wohnen, dann kriegen sie auch ihr Parkpickerl.

Re: unreife kurzsichtige Bevölkerung

ich würde nicht einmal sagen, dass es hier um unreife geht. bei umweltökonomischen lenkungsmechanismen fließt immer geld ins budget. die budgetplanung entzieht sich aber der direkten kontrolle durch die bürger. schon deshalb ist bei volksbefragungen zu parkpickerl, maut und ökosteuern immer ein "nein" überhang zu erwarten.

Gast: Grünsiedel
26.07.2012 18:45
2 0

Die Groten (Grünroten) in Wien müssten den Kärntnern danken

ohne das Auffliegen des unentschuldbaren Skandals in Kärnten hätte das Parkraumpickerl nach wie vor die mediale Aufmerksamkeit, die es verdiente.

abgesehen...

... von interessanten juristischen aspekten und von politischem smalltalk (wer taktiert besser? wer hat mehr gesicht verloren?) muss man leider feststellen: die befragung wäre sinnlos.

vielleicht sollte man sie gerade deshalb abhalten. zur demonstration der politischen verlogenheit der övp. aber das ergebnis bitte ignorieren.

3 0

Ist durch

diese Frage nicht eindeutig die Regenmessgebühr betroffen?

Gast: Moshe Weinberg
25.07.2012 23:19
14 0

Juhuuuuu! Wieder mehr Kohle durch die

... "Parkraumverwirtschaftung" für mehr SPÖ Cross-Border Leasing Geschäfte, welche die Fr. Brauner und ihre linken KonsortInnen dann in den Roten Sand setzen können!

“Danke” liebe Un-Sozialistische Partei Österreichs und “danke” an die grünlichen ErfüllungsgehilfInnen!

Bald sind Wahlen! Gehen wir auch hin!

Gast: Ariel Weisberg
25.07.2012 23:15
13 0

Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ

… sollten im eigenen Interesse umgehend eine öffentliche und voll bindende Zusage abzugeben, daß nach den nächsten Wr. Landtagswahlen ein von der die Un-Sozialistische Partei Österreichs und ihre grünlichen ErfüllungsgehilfInnen eingeführtes PARKPICKERL in den Außenbezirken umgehend und vorbehaltlos rückgängig gemacht wird.

Bald sind Wahlen! Gehen wir auch hin!

2 0

Re: Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ

Besser wäre eine Zusage, sich nach Wahlen nicht postwendend bei den Roten anzubiedern.... nicht das solche Zusagen glaubwürdig wären, dazu müssten auch Taten folgen.

Antworten Gast: Gast: Leser
26.07.2012 10:35
4 0

Re: Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ

Hinzufügen könnten sie auch die Rückgängigmachung der unsozialen und durch nichts gerechtfertigten massiven Erhöhungen der Wassergebühren und der Hundeabgabe (letztere trifft ja besonders alleinstehende Mindestrenterinnen - um die sich das "soziale" Wien ja angeblich so kümmert).

Antworten Gast: Der Steuerzahler
26.07.2012 08:30
0 6

Re: Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ

"voll bindende Zusage" - was Aussagen Ihrer "bürgerlichen Parteien" Wert sind, sieht man derzeit in Kärnten.

Wien darf nicht Kärnten werden!

Antworten Antworten Gast: Snotling
26.07.2012 09:24
6 2

Re: Re: Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ

Warum denn nicht ? Wäre zwar nur eine marginale, aber immerhin eine Verbesserung. Denn schlimmer wie Wien geht nimmer (gegen den roten Filz in Wien ist das "System Haider" nur Amateurliga)!

7 0

Re: Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ


richtig.

die sollen auch die grünen verbal dorthin stellen und bewusst machen, wo sie sind und wo sie hingehören: nämlich gaaanz links ins dunkelrote.

Re: Re: Die bürgerlichen Parteien ÖVP, BZÖ und FPÖ

na genau - wegen des parkpickerls. politische bildung: nicht genügend, setzen. haarsträubend.

Gast: jetzt oder nie
25.07.2012 21:50
7 0

warten kostet geld

wenn die daten der hernalser bezirkszeitung zutreffend sind (umbauten zb verkehrsschilder, makierungen etc) kosten demnach alleine im 17. bezirk mehrere 10.000 euro - dann wäre es eine wirklicher skandal das parkpickerl dann nach diesen umbauten doch nicht einzuführen oder später wieder aufzuheben und wieder genausoviel zu zahlen um alle makierungen rückgängig zu machen - gerade in dieser zeit könnte so viel geld sinnvoller eingesetzt werden, etwas mehr weitblick ist angesagt!

Antworten Gast: Abraham Goldblum
25.07.2012 23:13
4 0

Re: warten kostet geld

Wir leben in VORREVOLUTIONÄREN ZEITEN!

Antworten Antworten Gast: LOL^2
26.07.2012 08:30
0 3

Re: Re: warten kostet geld

LOL

Gast: Ja oder nein?
25.07.2012 20:35
1 17

Liebe Wienerin und lieber Wiener!

Wollt ihr, dass jene Autos und Motorräder Wiener Straßen nicht benützen dürfen, die zu viele Abgase produzieren und viel zu laut sind?

Re: Liebe Wienerin und lieber Wiener!

Nein! Statt dessen möchte ich, dass sämtliche Grüninnen nur mehr per Fahrrad irgendwohin dürfen und bei Kerzenschein in der ungeheizten Wohnung sitzen müssen - weil nur dann sind sie umweltfreundlich. Selbst angebautes Hasenfutter mampfen nicht zu vergessen.

Re: Re: ... Wohnung sitzen müssen ...

Besser wäre eine selbst gegrabene Erdhöhle.

Denn auch beim Bau von Häusern und Wohnungen entstehen Umweltbelastungen und Verkehr.

Tja

wo Häupl drauf steht, ist die Verarsche gleich mit drin.

Antworten Gast: Weniger ist mehr
25.07.2012 20:40
10 0

Re: Tja

Das "Ver" könnens ruhig weglassen.

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