23.05.2013 18:42 Merkliste 0

Auf Rogan war immer Verlass

WOLFGANG WIEDERSTEIN (Die Presse)

Schade, dass dem Narziss künftig fast niemand mehr zuhören wird.

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Dass sein letzter Auftritt bei Olympischen Spielen kein ruhiger Abschied wird, das musste man annehmen. So gesehen war auf den polarisierenden Markus Rogan, der in den vergangenen Tagen zum größten Spaltpilz im österreichischen Sport geworden ist, Verlass. Er bürgte für Qualität, er sorgte regelmäßig für Schlagzeilen – manchmal bewusst, manchmal ein bisserl weniger. Er tappte in Fettnäpfchen, er hat Watschen (auch in Discos) kassiert, er ist Europarekord geschwommen, später sogar Weltrekord, er wurde bei Olympia 2004 zweimal versilbert, vier Jahre später wieder auf den harten Boden der Realität zurückgeholt. Vor der Disqualifikation in London 2012 hat Rogan so richtig „viel Blödsinn“ geredet. Es ist wirklich schade, dass ihm künftig fast niemand mehr zuhören wird.

 

wolfgang.wiederstein@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.08.2012)

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16 Kommentare

Sehr geehrter Herr Redakteur!

Vielleich nehmen Sie sich und Ihre Kollegen einmal selbst bei der Nase. Daß ein junger Mensch den Rummel, der um ihn herum, von Ihnen und Ihren Kollegen veranstaltet wird, der nicht selten mit "depperten" Fragen gespickt, nicht verarbeiten kann, ist kein Verbrechen. Fangfragen, "Einileger" und Fallen, heute hoch jubeln morgen verdammen, Rogan hat darauf eben ungeschickt reagiert und Ihre Kollegen haben darauf gewarten ,wie der Hund auf den Knochen!
Sie würden Allen besser gerecht werden, wenn Sie Rogan`s Erfolge in den Mittelpunkt stellen würden!

Gast: deportista
03.08.2012 16:23
1 0

KARL SCHRANZ

Als Karls Schranz disqualifiziert wurde, gab es in Wien einen Aufsrand sondergleichen.
Wer hat sich eigentlich in london für Rogan eingestzt und gekämpft?
Ich finde das eine so offensichtliche Hetze.
Pfui ...schämen sollten sich alle die Funktionäre.

Der Wiederstein ist beleidigt.

Na Sowas.

Wann gibts endlich wieder professionelle Berichterstattung anstatt beleidigter Journalisten.

Antworten Gast: HSCH
03.08.2012 16:20
1 0

Re: Der Wiederstein ist beleidigt.

Sie haben recht. Er ist wie die meisten. findet sich so gut, dass er über alle richten kann. hoeffentlich hören wir bald von Rogan.
Leider leider hat er die Wahrheit gesagt.Obwohl ich nichts gegen Maier habe.
aber weahr ist es.

Gast: gggggg
03.08.2012 12:34
4 0

Eher wird niemand mehr Wiederstein lesen.

Was für ein sinnleerer, oberflächlicher Kommentar. Rogan war nie - Gottseidank! - ein Angepasster, und (auch deshalb) bei vielen JournalistInnen nicht beliebt, vor allem aber weil er nie verhehlt hat, dass er viele (vor allem ORF-Reporter) völlig zu Recht nicht ernst nimmt. Jetzt pisst man ihm wieder an die Schuhsohle. Nicht nur die österreichische Spießergesellschaft - aber sie besonders - will Angepasste, Berechenbare, Duckmäuser, Phrasendrescher... Rogan war immer eine Nummer zu groß für diese Leute, bei allen Fehlern, die er hat. Und der dümmliche Satz, dass Rogan NIEMAND mehr zuhören wird ist schon in sich Unsinn, aber vor allem auch deshalb falsch, weil zumindest ICH Rogan zuhören werde. Denn was er sagt ist allemal interessanter als das Klischeegeschwätz in den Medien. Alles klar?

Gast: magra
03.08.2012 12:02
4 0

wäre nicht rogan...

... sondern ein skifahrer disqualifiziert worden, gäbe es in österreich einen aufstand. die olymischen sommerspiele zählen in österreich nichts, das sieht man schon, wenn schröcksnadel und schranz in london herumpirschen. da darabos soll auch nicht zuviel jammern, die einzigen sommertouristen sind er und die funktionäre. jeder sportler hat sich qualifizieren müssen und der rogan hatte halt pech. typisch österreich, jetzt schimpfen alle auf ihn, aber wäre er ein medailliengewinner, hätte man den maier spruch schon wieder vergessen.

Gast: Sportfan
03.08.2012 10:05
4 1

Was solls ?

Der Rogan mag zwar etwas goschert sein aber eine Disqualifizierung ohne Videobeweis ist auf jeden Fall unfair!

Antworten Gast: SCHM
03.08.2012 16:28
1 0

Re: Was solls ?

Ja, das ist eine bodenlose Frechheit.
Wer hat eigentlich für Rogan gekämpft?
Hat sich da einer vom gemütlichem Glas wegbewegt t und unseren besten Sommersportler zum verdienten Recht verholfen?
Das sagt wieder alles.
Wer weiss!!!!
Vielleicht erfahren wir in ein paar Jahren, ob der Typ nicht bestochen wurde.
Im Sport ist ja schon viel aufgeflogen in letzter Zeit.

Gast: Sicherer
03.08.2012 09:56
2 0

Irgendwann..........................................

wird auch Herr Rogan im ORF "auftauchen".

Präpotenz

Glaubte der gescheite Herr Rogan wirklich, dass man vor den Olympischen Spielen wie ein Verrückter um sich schlagen kann, ohne letzten Endes sich selbst am meisten zu treffen?

Die Demut, die er in der heutigen Pressekonferenz an den Tag gelegt hat, hätte ihm schon vorher ganz gut getan - dann wären auch seine Leistungen besser gewesen, davon bin ich überzeugt ...

Gast: Sigrid Semlitsch
02.08.2012 22:10
5 2

Markus rogan

Dieses Ende hat sich Markus Rogan nicht verdient.Er ist immerhin unser bester Sommersportler.Ich wünsche ihm nur das Beste für sein weiteres Leben.Unverständlich ist das es keinen Videobeweis gibt.

5 0

Es ist die Ironie der Geschichte

In London hängt wahrscheinlich in jeder Toilette eine Überwachungskamera, aber auf die Kamera, die die Wende im Becken überwacht hatten sie vergessen.

Da sieht man wieder wofür dieser Überwachungsschmarren taugt. Wenn man es benötigen würde, ist es ohnehin nicht verfügbar.


Re: Es ist die Ironie der Geschichte

Völlig richtig - man kann vermutlich noch Wochen später kontrollieren, mit welcher Taschentuchmarke sicher Besucher xyz auf Rang E Reihe 70 Platz 541 geschneuzt hat.

Disqualifikationen dieser Art sind sowieso sehr dubios. Das kann man - völlig unpatriotisch - schon an der zurückgenommenen Disqualifikation des Südkoreaners Park sehen. Der hatte das Glück, dass sein angeblicher Fehlstart verfilmt wurde und man so die Fehlentscheidung nachweisen konnte. Und von Peirsols zurückgenommener Disqualifikation auf Druck des US-Schwimmverbands braucht man gar nicht erst anfangen.

Schade?


2 0

Finde ich nicht,

dass das schade ist aber " de gustibus non... .
Sein Auftritt nebst Leitgeb heute im ORF war einfach nur peinlich.Inklusive des ORF Berichterstatters.

Re: Finde ich nicht,

Versetzen Sie sich einmal nur in seine Lage. Wie hätten Sie sich gefühlt?

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