Mit Rang vier der Segler Nico Delle Karth und Niko Resch in der 49er-Klasse ist die nächste Hoffnung gestorben – dass Österreich aus London ohne Olympia-Medaille heimkehrt, das ist nun fast schon beschlossene Sache, auch wenn die beiden Flachwasser-Paddlerinnen Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz heute noch im Finale alles geben werden, um nach Edelmetall zu greifen.
Die größte Überraschung ist Beate Schrott gelungen, sie hat mit dem Einzug ins Hürdenfinale bewiesen, dass die österreichische Leichtathletik doch noch lebt. Die 24-jährige Niederösterreicherin wird nun gefeiert und herumgereicht, vor einer Woche hat das alles noch ganz anders ausgesehen. Die Olympia-Verabschiedung der Stadtgemeinde St.Pölten hätte nämlich unwürdiger kaum sein können, nach 19 Minuten, vier Gläsern Leitungswasser und einem Vizebürgermeister, der durch Ahnungslosigkeit glänzte, war der Huschpfusch-Empfang wieder vorbei. Der Bürgermeister selbst war verhindert, die Zeit war knapp. Wenn Beate Schrott in ihre Heimat zurückkommt, werden ihr die Politiker den roten Teppich ausrollen. Da trotz Desinteresses jede Stimme zählt.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.08.2012)















