20.05.2013 15:27 Merkliste 0

Windige Geschäfte

JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Windkraftförderung ist viel zu hoch und gehört ordentlich angepasst.

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Entwaffnend ehrlich begründet der Versicherungskonzern Munich Re seinen milliardenschweren Einstieg in die Windstromerzeugung: Mit den bisher bevorzugten Anleihen seien nur noch mickrige Renditen zu erwirtschaften. Windkraftanlagen brächten dagegen schöne Verzinsungen auf das eingesetzte Kapital. Und das zu einem „im Verhältnis zur Rendite überschaubaren Risiko“.

Das kann man wohl sagen: Windstrom ist wegen zu hoher Erzeugungskosten noch nicht marktfähig und muss deshalb hoch subventioniert werden. Das geschieht auf mehreren Ebenen, unter anderem mit überhöhten Einspeistarifen für den erzeugten Strom. In Österreich beispielsweise werden diese Zwangseinspeistarife 13 Jahre lang garantiert.

Wir haben es also mit einem quasi pragmatisierten Investment zu tun, das jedes unternehmerische Risiko ausschließt. Bezahlt wird der Spaß – über Aufschläge auf den Strompreis – zwangsweise von den Stromkonsumenten.

Und spätestens da wird die Sache haarig: Wenn nämlich ausschließlich durch Subventionen realisierte risikofreie Renditen stolze sechs bis zehn Prozent erreichen (das ist derzeit Standard in der Windkraft), dann ist die Förderung schlicht zu hoch. Viel zu hoch. Und gehört deshalb ordentlich angepasst. Denn wenn ein Durchschnittshaushalt 35 Euro „Öko-Zuschlag“ im Jahr ablegt, damit Investoren sonst auf dem Markt nicht realisierbare Kapitalverzinsungen bekommen, dann ist das einfach ein windiges Geschäft. Man könnte es auch „Abzocke“ nennen.

 

josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.08.2012)

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60 Kommentare
 
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Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ralph_
15.08.2012 21:54
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wann rechnet sich eigentlich "ÖKO"-Strom?

Wenn ein Gaskraftwerk auf 20% seiner Leistung reduziert wird oder gar abeschaltet wird, dann wird natürlich weniger Gas verbraucht, als wenn es mit 40%, 60% oder 100% seiner Nennleistung läuft.
Was ist daran so schwer zuverstehen.


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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wann rechnet sich eigentlich "ÖKO"-Strom?

Kopletter Unsinn, Ralph:
RWE hat dieser Tage in der Nähe von Köln das größte Eraunkohlekraftwerk in Europa eröffnet, dazu schreibt ein Insider:
"Wenn die Leistung um 150 MW heruntergeregel wird, dann heisst dass NICHT, dass nun für diese 150 MW Kohle gespart wird! Es heisst schlicht, dass der Dampf an der Turbine vorbei direkt im Kondensator vernichtet wird. Der Kohleverbrauch bleibt dabei gleich, der eingespeiste Solar- und Windstrom spart kein Gramm CO2 und kein Gramm Kohle, er verteuert lediglich den Betrieb des Kohlekraftwerks."

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17.08.2012 11:46
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wann rechnet sich eigentlich "ÖKO"-Strom?

Ich warte immer noch auf den Link zum Kommentar des Insiders.

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16.08.2012 17:24
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wann rechnet sich eigentlich "ÖKO"-Strom?

Ich warte noch auf einen Link bzw. Quellenangabe zum Kommentar des Insiders.

Kommt da noch was ?
Oder gibt es den Insider womöglich garnicht ?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ralph_
16.08.2012 14:21
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wann rechnet sich eigentlich "ÖKO"-Strom?

Kompletter Unsinn also. Aha. Weiter oben hat rex_ einen Verweis auf ein Dokument gegeben. Ein äußerst interessantes Dokument übrigens.
Link dazu: http://goo.gl/bqCyx

Darin können sie genau nachlesen, dass es stimmt was ich schreibe.

Also wer schreibt jetzt einen "kompletten Unsinn"? Doch wohl eher sie, oder irren sich alle Wissenschaftler und sie sind einfach g´scheiter als diese?

PS: Wer ist den Insider den sie da zitieren? Und wo ist denn das nachzulesen? Sie haben doch sicher einen Link dazu. Oder?

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: maier wie huber
16.08.2012 14:47
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wann rechnet sich eigentlich "ÖKO"-Strom?

Ihr Link führt zu einem
"Bericht für die Arbeitsgruppe
Erneuerbare Energien Statistik (AGEE-Stat)
im Auftrag des
Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
Baden-Württemberg (ZSW)".
Langsam wird es mühsam ihre Links anzuklicken. Wollen sie die Foristen weiter verar.., dann bringen sie weiter diese "interessenmanipulierten Aussagen"

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Ralph_
16.08.2012 15:24
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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Wann rechnet sich eigentlich "ÖKO"-Strom?

Womit mal wieder bewiesen wäre: Ignoranz schützt vor Wissen.

Selten so einen schlecht recherchierten Artikel gelesen

Diese, nicht hinterfragten, Renditen einseitig zu kritisieren, ist einfach letztklassig. In diesem Artikel steht auch nirgends, dass die Windkraft bereits den Stromhandelspreis deutlich senkt - und eben nicht nur Kosten, sondern auch viele Einsparungen bringt. Diese Preissenkungen sind klar zu beobachten, wenn es windstarke Tage gibt - darüber gibt's auch zahlreiche Studien - Stichwort: Merit-Order.
Auch dass jede Energieform subventioniert ist, eigentlich immer mit höhreren Beträgen, bleibt unerwähnt. Sei es durch direkte (Einspeisetarife, Kohlepfennig, Brenntwerttausch-Aktionen,...) oder indirekte Förderungen durch die Schäden, die die Allgemeinheit zahlen muss (Endlagerung, Schäden durch Reaktor-Unfälle, Klimawandel-Kosten etc.)

Alles in allem also ein schlecht recherchierter und vor allem sehr einseitiger Artikel. Der Hr. Urschitz ist offenbar nicht sehr kompetent.

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Re: Selten so einen schlecht recherchierten Artikel gelesen

Kompletter Schwachsinn, was sie da zusammendichten.
Wenn der Strompreis an der Börse sinkt, dann steigen die Förderbeiträge, weil die kWh mit einem fixenVvergütungssatz von den millionen kleinen Stromkunden subventioniert werden muß.
Für ein bißchen Zufallsstrom musss der Stromkunde dann die vollen 9,5 Cent je kWh bezuschussen.
Die kriminell hohen Netzkosten die uns der Schwachsinn zusätzlich kostet noch gar nicht gerechnet.

Re: Re: Selten so einen schlecht recherchierten Artikel gelesen

Haben sie sich schon mal gefragt, wer den billigeren Strom einstreift?
Haben sie sich schon gefragt, warum die Ökostrom billiger ist als die EVN?
Haben sie sich schon gefragt, warum sie noch nie ihre Stromkosten/verbrauch analysiert haben?
Haben sie sich schon mal gefragt, warum deutscher "Zufallsstrom" ganz Nordfrankreich vor dem Hitzekollaps retten konnten?
Haben sie sich schon mal überlegt, warum die Stromkosten in AT, D und DK um einiges niedriger sind als in "Atommächten" wie FR, UK oder Spanien.

Wenn sie sich die Fragen gestellt und auch beantwortet haben können sie "Kompletter Schwachsinn, was sie da zusammendichten." schreiben.

Offensichtlich ist das aber noch nicht passiert, hier ein paar Einsprungspunkte:
- http://www.heise.de/tr/artikel/Bitte-umschalten-1648130.html
- http://www.solarthermietechnologie.de/technologie/systeme/solare-nahwaerme/
- http://www.spektrum.de/alias/thema/energie/950164

Re: Re: Re: Selten so einen schlecht recherchierten Artikel gelesen

Zu Ihren Links:

Der erste Link befasst sich mit Gleichstromnetzen: In Frage kommen nur HGÜ-Übertragungen (die erste gab es in den 40er-Jahren zwischen Berlin und Potsdam, wurde 1945 von den Russen abmontiert). Deren Nachteile werden auch in diesem Link beschrieben, weshalb es nur wenig Beispiele gibt.

Der zweite Link schreibt über Sonnenenergie: In unseren Breiten liefern Solaranlagen soviel Strom, als ob sie ein Zehntel der Zeit mit Volllast arbeiten würden. Das wird praktisch nie bedeutend sein.

Der dritte Link gibt ein Verzeichnis der in der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" erschienenen Artikel, die sich mit Energieversorgung befassen. Diese Zeitschrift ist gut, etwas Neues zu dieser Problematik wurde meines Wissens nicht berichtet.

Re: Re: Re: Re: Selten so einen schlecht recherchierten Artikel gelesen

Die Artikel waren mal zur Einstimmung, und zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, die einfach, billig und nachhaltig sind. Somit auch ökonomisch.

Zu 3. Sie haben offensichtlich wirklich kein Spektrum gelesen. Sollten sie aber, dann würden sich den letzten Satz nicht mehr schreiben.

PS:
Sie sind offensichtlich nicht schlecht informiert, ich würde aber trotzdem nicht nur die Halbwahrheiten aus speziellen Zeitungen übernehmen (Sogar Auto Touring kann da schon helfen), sondern mich darüber informieren, dann passieren auch nicht so Fehler wie unter: http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/1270428/EControlChef-Boltz-fuer-Stopp-der-Energiewende?parentid=2769507#kommentar2769507.
Ich war jetzt sehr hochnäsig, aber sie hätten mehr drauf, als diese Extremposition.

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Sehr richtig Herr Urschitz! Danke, danke u. nochmals danke

Das korrupte Ökostromgesetz sollte nach außen hin eine "Anschubfinanzierung" für Erneuerbare Energie sein. Das wars dann aber auch schon.
Tatsächlich ist es zu einem Faß ohne Boden geworden an dem sich die Korruptesten im Lande trefflich bedienen. Das ist auch aus den Ökostromberichten u. der Statistik Austria "Strombilanz" schwarz auf weiß zu entnehmen. Seit Einführung dieses Wahnsinns ist Österreich schon 10 Jahre lang Nettostromimporteur, mit einem der höchsten Strompreise in Europa geworden.
Und die Windkraftlobbyisten Mitterlehner, Niessl, Pröll, Berlakovic u. das Kasperl Pernkopf etc. wollen den Österreichern noch immer einreden, dass wir den Wahnsinn brauchen.
Jetzt "schieben" wir schon 10 Jahre lang an u. auf Grund der langfristigen Verträge, werden wir bis zum St. Nimmerleinstag anschieben. Wenn sich nicht bald politisch was ändert.
Der jährliche Schaden, den wir Österreicher damit haben, übersteigt schon die 600 Millionen Euro p.a.
Dagegn sind alle anderen Malversationen in der Politik ein "Lercherlschass".

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Re: Sehr richtig Herr Urschitz! Danke, danke u. nochmals danke

Sie kritisieren zwar, dass Österreich Nettostromimporteur ist (was im Übrigen überhaupt nichts mit Windenergie zu tun hat), aber gleichzeitig treten Sie gegen die Förderung von Ökostrom auf.

Würden Österreich Strom vermehrt mittels Gas oder Kohle erzeugen, so müssten wir diese Energieträger ja auch importieren. Die Abhängigkeit von Energie-Importen würde sich damit nicht verringern sondern sogar erhöhen.

Nur heimisch erzeugter Ökostrom kann Energie-Importe verringern.

0 4

Re: Sehr richtig Herr Urschitz! Danke, danke u. nochmals danke

Wenn man auf Polemik verzichtet und mehr auf Fakten schaut, dann muss man feststellen, dass der momentane Strompreis in Österreich so gut wie nichts mit der Finanzierung von Ökostrom zu tun hat.

Ganze 15 EUR pro Haushalt müssen pro Jahr als Zählpunktpauschale (= Abgabe für Ökostromfinanzierung) entrichtet werden. Das sind 0,3 Cent/kWh oder 1,6% der Stromkosten.

Mit diesem Betrag werden Technologien gefördert, die uns zukünftig eine 100%-ige Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sicherstellen.

Stromerzeugung aus 100% Erneuerbarer Energie heißt:
- keine Abhängigkeit des Strompreises vom Gaspreis
- kein Abfluss des Geldes ins Ausland für Importe fossiler Energieträger zur Stromerzeugung
- höhere Wertschöpfung im Inland
- saubere Umwelt

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Re: Sehr richtig Herr Urschitz! Danke, danke u. nochmals danke

Wenn man auf Polemik verzichtet und mehr auf Fakten schaut, dann muss man feststellen, dass der momentane Strompreis in Österreich so gut wie nichts mit der Finanzierung von Ökostrom zu tun hat.

Ganze 15 EUR pro Haushalt müssen pro Jahr als Zählpunktpauschale (= Abgabe für Ökostromfinanzierung) entrichtet werden. Das sind 0,3 Cent/kWh oder 1,6% der Stromkosten.

Mit diesem Betrag werden Technologien gefördert, die uns zukünftig eine 100%-ige Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sicherstellen.

Stromerzeugung aus 100% Erneuerbarer Energie heißt:
- keine Abhängigkeit des Strompreises vom Gaspreis
- kein Abfluss des Geldes ins Ausland für Importe fossiler Energieträger zur Stromerzeugung
- höhere Wertschöpfung im Inland
- saubere Umwelt

Re: Sehr richtig Herr Urschitz! Danke, danke u. nochmals danke

Der "Lercherschass" bringt eine Unterrichtsministerin in einem Jahr auch zusammen. Man muss sie nur als Bankvorstand einsetzen.
Linz versenkt auch so einen Betrag wegen einen Tunnels
Ein NÖ-Flötenlehrer schaffts in einem halben Jahr.

Da rede ich noch nicht davon wieviel Geld:
- die Energieversorger durch ihre Inkompetenz einfach versenken (sprich modernisierung Stromnetz würde in einem Jahr mehr bringen, als er kostet.)
- viel höhere Industriesubventionen ineffiziente Strukturen erhalten
- die ÖBB-Frühpensionen kosten.
- der ölgetreibene Individualverkehr kostet

Dass Österreich ein Nettoimporteuer liegt daran, dass die Energieversorger die Melkkühe der Länder sind und Investionen fehlen (das ist die wahre Korruption). Die dezentrale Stromversorgung und das Stromsparen hat uns gerettet, sonst hätten wir Preise und Verhältnisse wie in Frankreich.

Und dass durch die Umstellung der "Stromgewinnung" Arbeitsplätze von "Bohrinseln" und arabischen Wüsten ins Mostviertel verlagert hat und die Wertschöpfung im Land hält, das bedenken sie auch nicht.

Und Pröll als Windlybbyisten zu bezeichnen ist einfach falsch. Pröll schaut einfach, dass das Geld bei der EVN bleibt. Die anderen müssen kämpfen um irgendwas zu bekommen.

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Re: Re: Sehr richtig Herr Urschitz! Danke, danke u. nochmals danke

Und ob der Pröll ein Windkraftlobbyist ist.
Fast ein Jahr lang hat sein Konterfei von der Homepage der korruptkriminellen Windkraftlobbyorganisation herausgegrinst u. beteuert er stehe voll hinter dem hochsubventionierten landschaftszerstörenden Wahnsinn.

Eines wird gerne übersehen

Bei Windstille gibts absolut nix d. h. wir ersparen uns keine Kraftwerke denn die brauchen wir bei Windstille. Speichern geht nur mit Speicherkraftwerken.
Rechnet man den Mix zusammen gibt es den wahren Preis.
(rechnet man die Endlagerung bei Atomkraftwerken mit könnte man nur mehr Kerzen verwenden)

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Re: Eines wird gerne übersehen

Wir ersparen uns keine Kraftwerke, aber wir ersparen uns den Import von Gas.

Gas kostet Geld. Geld, das z.B. nach Russland fliesst und besser für die Wertschöpfung in Österreich verwendet werden könnte.

Ist derzeit Atomstrom wirtschaftlich?

Ich habe hier schon einige betont, dass die Presse sich endlich einmal mit den Kosten für Atomstrom beschäftigen sollte.

Außerdem sollte sich Hr. Urschitz vielleicht auch überlegen, wieviel die veraltete Netz-Struktur in Österreich kostet.

Außerdem sollte sich Hr. Urschitz einmal hinsetzen und nachschauen, wieviel Unterstützung die Versorger für ihre Gas und Öl-Kraftwerke bekommen (haben).

Außerdem sollte sich Hr. Urschitz überlegen, ab welcher Rendite ein Kapitalist (im Schumpeterschen Sinn) beginnt über ein Investment nachzudenken. Dann merkt er, dass 6 Prozent für ein 13Jahre langes fixes Investment eher ein Witz als ein Spass ist. (Normerweise muss sich das Projekt spätestens nach 5Jahre vollständig bezahlt haben nicht nach 10-15).

Sogesehen brauche ich mir nicht mehr überlegen, dass dieser Kommentar die von mir ungefragt bezahlte Medienförderung nicht wert ist.

PS:
Ökostrom ist bereits billiger als das Zeug von den traditionellen Versorgern. Sogesehen hole ich mir meine Zuschüsse eh wieder zurück.

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Sie holen sich ihre Zuschüsse zurück?

Lächerlich, dann sind sie wohl ein Profiteur dieses Wahnsinns oder haben eine so dunkelgrüne Brille auf, dass sie ihre Stromrechnung gar nicht mehr lesen können.
Eine andere Möglichkeit ist, dass sie an die Ökoreligion ganz fest glauben.

Gast: Gastanleger
14.08.2012 08:46
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Kurze Frage...

Gibt es auch für Kleinaleger eine Möglichkeit, in solche Produkte zu investieren? 6-10% Rendite ohne Risiko? - Ja Bitte!

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Re: Kurze Frage...

Wegen einer Geldanlage: An Ihrer Stelle würde ich im Raiffeisenbereich nachfragen. Eventuell in den Bezirken Gänserndorf, Bruck an der Leitha, Neusiedl am See.

Die Grundstücksbesitzer der Windparks, also die Bauern sind zumeist auch bei Raiffeisen.

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Re: Re: Kurze Frage...

Richtig, überall wo im Trüben gefischt wird, ist die Raiffeisenpartie dabei.
600 Mio Euro p.a. fliesen so in dunkelgrüne Kanäle.

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Re: Re: Re: Kurze Frage...

Klären Sie uns doch mal auf was Sie mit 600 Mio. EUR meinen.

Die Ökostromförderung kann es nicht sein. Diese Beträgt gerade mal 50 Mio. EUR jährlich.

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Re: Re: Re: Re: Kurze Frage...

Es tut mir leid, aber sie haben wirklich keine Ahnung.
Zitat aus dem Ökostrombericht 2011:
"Das Vergütungsvolumen (= Ökostrommengen x Einspeisetarif) liegt im Jahr 2010 bei 588 Mio. Euro,
wovon 523 Mio. Euro für sonstigen Ökostrom bezahlt wurden und 65
Mio. Euro für Kleinwasserkraft"
Das war für 2010.
Dabei sind aber noch keine Netzkosten berücksichtigt, die ja besonders beim idiotischen Windstrom enorm zu Buche schlagen. (Dezeit ca. 650 Anlage zu je ca. 1,5 MW über NÖ u. Burgenland verstreut)

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Re: Re: Re: Re: Re: Kurze Frage...

Zwischen Ökostrom-FÖRDERUNG und Ökostrom-VERGÜTUNG ist aber ein gewaltiger Unterschied.

Ökostromanbieter verkaufen den erzeugten Strom an die OeMAG und erhalten dafür einen bestimmten Preis, also eine VERGÜTUNG.
Die ÖMAG verkauft dann den Strom an die Energieversorger zu einem geringeren Preis weiter. Die Differenz zwischen Einkauf und Verkauf entspricht dann der Ökostrom-FÖRDERUNG.

Für Wind z.B. bekommt der Windkraftbetreiber eine VERGÜTUNG von 7,76 Cent/kWh (seit Jahren ungefähr konstant). Die OeMAG verkauft den Strom dann zu Marktpreisen weiter. Diese Preise schwanken und lagen z.B. 2008 bei 7,28 Cent/kWk. D.h. 2008 betrug die FÖRDERUNG lediglich 0,48 Cent/kWh.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Kurze Frage...

"Gemäß BGBl II Nr 471/2011
für Windstrom... 9,5 Cent je kWh."
Und das für eine Lieferung/Leistung die vielleicht irgendwann, irgendwo in unbestimmter Menge, meist zur falschen Zeit oder gar nicht geliefert wird.
Ein ordentlicher Kaufmann würde für eine solche mangelhafte Leistung 0,0 Cent zahlen oder sogar Schadenersatz verlangen.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Kurze Frage...

Ein ordentlicher Kaufmann würde nicht nur das Heute und Jetzt berücksichtigen sondern etwas weitsichtiger denken.
Der Preisunterschied zwischen "Strom aus Gas" und "Strom aus Wind" ist so gering, dass dieser in nur wenigen Jahren durch die Preissteigerung des Gases aufgebraucht sein wird. Eine Windkraftanlage hält aber 20 Jahre und man muss schon über die gesamte Lebensdauer rechnen.

PS: Schadenersatz ist eher von jenen zu verlangen, die die Umweltschäden verursachen.
Aber Puncto Umweltschäden verhält es sich so wie mit der Finanzkrise: Gewinne werden privatisiert und für die Schäden darf dann die Allgemeinheit aufkommen.

Gast: mmmh
14.08.2012 07:45
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wie

viel eu - förderung bezahlt ein österreichischer haushalt der europäischen atomenergie?

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Re: wie

Insgesamt werden von Österreich jährlich etwa 40 Mio EUR aus dem Österreichischen Budget an EURATUM überwiesen.

Das ist etwa der selbe Betrag (50 Mio. EUR; davon 11,5 Mio EUR für Stromerzeugung aus Windenergie), der für die Finanzierung der Stromerzeugung aus Erneuerbare Energien als Ökoförderung jährlich ausbezahlt wird.

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Ja aber dafür haben wir dann


soundso viel Prozent erneuerbare Stromerzeugung in Österreich. Und das hat ja sicher auch die EU so vorgeschreiben. - jetzt mal vom Geldeinsatz ganz abgesehen.

Re: Ja aber dafür haben wir dann

Nein, nicht wirklich.
Die Abkommen die uns zur Ökologie verpflichten hat Österreich freiwillig abgeschlossen und sich dabei zu deutlich mehr verpflichtet als irgendwer gefordert hätte. Man will ja schließlich als Musterschüler gelten.

Antworten Gast: Windige Zeiten
13.08.2012 20:00
3 1

Re: Ja aber dafür haben wir dann

Der "Öko-Strom" wird aber zu einem nicht unwesentlichen Teil ins Ausland verkauft, und Österreich kauft den billigen, "dreckigen" Atomstrom etc. ein.

Profiteur davon ist natürlich der Staat, der aber mit Nichten daran denkt, diesen Profit irgendwie den Bürgen zu Gute kommen zu lassen.

Anders gesagt, der Konsument, sprich die "kleinen Leute" tragen das Risiko, das zugegebener Maßen hier klein ist, aber es ist da, abgesehen von den 35€ p.a.. Davon profitieren der Staat, aber vor allem die Großanleger.

Das Ganze ist also nichts anderes als wieder eine Geldbeschaffung und Umverteilung, die Umwelt interessiert in Wirklichkeit nämlich niemanden, weder den Staat, noch die Investoren (abgesehen von wenigen wirklichen umweltbewussten Individuen, die es aber gern mal übertreiben).

 
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