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Trockenübungen gegen das Kentern

KARL ETTINGER (Die Presse)

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Egal, wen Frank Stronach noch an Bord holt, eines hat er schon jetzt erreicht: Vordergründig herrscht bei der ÖVP zwar Schadenfreude, dass zuerst ein SPÖ-Parlamentarier übergelaufen ist. Das ändert nichts daran, dass der ÖVP die Angst im Nacken sitzt, der austro-kanadische Industrielle könnte mit seiner Partei der an Schwindsucht leidenden Volkspartei Wirtschaftstreibende als Wähler abspenstig machen.

Beim Schiffsausflug auf dem Mondsee erinnerte sich Obmann Spindelegger daran, dass die ÖVP einmal eine Wirtschaftspartei war. Blöd nur, dass Erleichterungen für Kleinunternehmen erst nach der Wahl 2013 kommen. Von der Entlastung der Betriebe von Lohnnebenkosten ganz zu schweigen. Ein Parteischiff, das zu kentern droht, rettet man nicht mit Trockenübungen.

 

E-Mails an: karl.ettinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.08.2012)

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11 Kommentare

Wo bleibt der Hausverstand?

Da laufen fragwürdige Politdesperados einem alten Mann nach, sagen wir doch besser seinen Milliarden, und geben vor, Ö neu aufstellen zu wollen. Schade, dass Erwin Ringel nicht mehr unter uns ist. Wäre interessant, diese Entwicklung wissenschaftlich aufzuarbeiten. Da zähle ich mit meinen 63 Jahren ja geradezu zur Nachwuchskategorie! Eine lustige Opapa-Partie!

Antworten Gast: Renderer of service
17.08.2012 21:20
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Der wesentliche Unterschied:

Die Politdesperados stehen für einen Vorgang - weg vom Euro und weg vom ewigen Schuldendienst für unsere Kinder!

Weiters braucht das komplett korrumpierte System in Österreich unbedingt eine Veränderung der Parteienlandschaft.
Die Kosten dafür trägt Stronach und nicht wie bisher der Steuerzahler mit einer Erhöhung der Parteienförderung!

Egal wen Stronach aufstellt oder holt - schlimmer als jetzt kann es nicht werden.
Selbst wenn Stronach die Meinung der Bürger ignorieren würde spielt das keine Rolle - die heutigen Politiker erlauben sich doch ständig, gegen der Meinung ihres Souveräns zu handeln!

Teile nicht Ihre Meinung

Sie müssten zuerst Ö abschaffen, dann erst könnte man über die Parteien reden!

Antworten Antworten Antworten Gast: Renderer of service
18.08.2012 00:37
0 0

Re: Teile nicht Ihre Meinung

Nein, Österreich wird noch länger existieren, aber die regierenden Parteien, die schaffen sich selber ab.

Wer ständig gegen den Willen des Souverän handelt wird eines Tages feststellen, dass selbst die größten Versprechungen, Drohungen oder mediale Berieselungen nichts mehr helfen - der Souverän wendet sich angewidert für immer ab.

Ein Stronach hat bereits bewiesen was er kann - unsere Politiker bringen keine Leistung, sie lügen nur noch und versuchen sich mit aller Macht am Futtertrog festzukrallen!
Doch es wird nichts nützen - schon in wenigen Tagen sehen wir die nächsten Auswirkungen ESM/EFSF/EZB - man wird noch viele Ausreden brauchen.....

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Eine Stronach-Partei hat doch ein biologisches Ende -

wenn der Partei-Gründer nicht mehr ist, ist auch die Partei am Ende. Man sollte den Hausverstand der Wähler nicht unterschätzen - nur die Polit-Gurus und der Boulevard-Journalismus hören das Gras wachsen.

Re: Eine Stronach-Partei hat doch ein biologisches Ende -

Erstens: Nicht zwingend, das kommt wesentlich darauf an wie die Partei sich aufstellt (wobei ich bei Stronach Zweifel habe, ob was anderes als eine One-Man-Show daraus wird).
Zweitens: Na und? Wer sagt, dass eine Partei für die Ewigkeit gegründet werden muss? Eine Liste bilden, antreten, eine Legislaturperiode versuchen umzusetzen was geht und wieder abtreten ist doch auch legitim. Muss man gleich sein ganzes Leben der Politik verschreiben, wenn man was verändern will? Der Wähler kann seine Stimme ja bei der nächsten Wahl wieder wem anderen geben. Das ist eher für die Politiker ein Problem, die zu Stronach wechseln. Was die nach einer Auflösung der neuen Partei machen ist eher fraglich.

Gast: total crash
17.08.2012 06:02
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Mann über Bord;o)

Blub, blub, blub und weg is ah (sans);o)

Gast: b745
16.08.2012 18:49
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ich verachte zwar schüssel

aber er war wenigstens kein schwachmat wie spindelegger
wer diese övp wählt tut das nur mehr aus mitleid

Re: ich verachte zwar schüssel

ohne schüssel wäre die övp nicht dort, wo sie heute ist: am boden!

Antworten Gast: alibababa
16.08.2012 21:09
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Re: ich verachte zwar schüssel

oder einfach aus Gewohnheit

Re: Re: ich verachte zwar schüssel

Oder aus Mangel an Alternativen.
Bisher zumindest hat Stronach außer markigen Sprüchen auch nicht wirklich was brauchbares geliefert.

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