Roulettespiel mit Steuergeld

22.08.2012 | 18:34 |  ERICH KOCINA (Die Presse)

Riskante Geschäfte sind nicht die Kernkompetenz eines städtischen Unternehmens.

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Es ist legitim und gut, wenn ein städtisches Unternehmen in neue Technologien investiert und dabei Know-how – und vielleicht sogar zusätzliches Kapital – erwirtschaftet. Dass die Wien-Energie in Projekte im Osten investiert, ist also nicht verwerflich. Sehr wohl muss man dem Unternehmen im Eigentum der Stadt Wien aber ankreiden, dass manche dieser Geschäfte mit hohem Risiko verbunden waren – doch weder scheint ein Bewusstsein noch die Kompetenz für derartige Unternehmungen in ausreichendem Maß vorhanden gewesen zu sein. Immerhin sieht sogar das Kontrollamt hier deutliche Mängel. Was unter anderem daran liegt, dass bei der Besetzung von Aufsichtsräten städtischer Unternehmen nach wie vor eher ein Parteibuch als fachliches Wissen gefragt ist.

 

erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.08.2012)

 
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8 Kommentare
Gast: stadtbua
23.08.2012 11:30
2

Aufsichtsrataufgaben

Wo bitte werden Aufsichtsräte nach fachlicher Kompetenz besetzt? Nirgends. Zumindest nicht nach fachlicher Kompetenz im Sinne von, ein AR muss ein Auto oder ein Kraftwerk bauen können. Und die fachliche Kompetenz gut mit dem Eigentümer zu können haben Parteibuchbesitzer alle mal. Der einzige fachlich Inkompetente ist der Autor des Kommentars.

ecowriter
23.08.2012 10:30
0

an die presse

mal ehrlich, da steht ja mehr information in den posts zum hauptartikel "wien energie"....

oder hatte herr kocina auch eine limit an zeichen???

freundlichst, ihr
eco

Gast: ptolim
23.08.2012 08:44
3

und wer macht dann jene für Verluste haftbar, die nicht nach fachlichen Gesichtspunkten, sondern nach Parteipräferenzen Jobs vergibt?

Lasst doch endlich jene zahlen, die auf Kosten der Steuerzahler oder der Kunden derartige Verluste einfahren. Jeder soll für sein Handeln auch die Verantwortung tragen und sich nicht dann verstecken können und andere für seinen schweren und voraussehbaren Fehler aufkommen lassen!!

stefania
23.08.2012 08:24
2

Die "Presse" sollte einmal eine Sonderausgabe über die "guten Geschäfte" der Stadt Wien herausgeben.


Gast: TT1
23.08.2012 07:54
4

Qualifikation: mitgliedschaft in der SPÖ


Gast: total crash
23.08.2012 06:35
0

[...]eher ein Parteibuch als fachliches Wissen gefragt ist.

Na,des is oba gaunz wos neichs, so "etwas" hätte ich nicht vermutet und schon gar nicht geglaubt und deshalb bin ich ,schier baff,aber schon so was von baff;o)

Satire ende;o)

Gast: little_brother_is_watching_you_too!
23.08.2012 03:21
3

ist das alles?

was ist denn das für ein artikel? steuergeldvernichtung in sozialistischer reinkultur und ihnen fällt nicht mehr ein dazu als ein paar zeilen? wahrscheinlich, damit hinterher niemand sagen kann, man hätte das thema nicht behandelt.
ein tip: zeitungen in diesem lande werden zwischen den zeilen gelesen.

Antworten Schnabeltierfresser
23.08.2012 10:10
0

Re: ist das alles?

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