23.05.2013 00:56 Merkliste 0

Verpfuschte Jagd auf die Ex-Fans Obamas

WIELAND SCHNEIDER (Die Presse)

Eine Stärke des Präsidenten ist Romneys Schwäche.

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Es ist nicht gerade schmeichelhaft, was das Magazin „Newsweek“ auf seinem Cover dem US-Präsidenten ausrichtet: „Hit the Road, Barack“, also „Hau ab, Barack“. Niall Ferguson argumentiert auf vier Seiten, warum Barack Obama seinen Platz im Weißen Haus räumen sollte. Ferguson hat schon im letzten Wahlkampf den Kandidaten der Republikaner unterstützt. Doch seine Analyse wird mittlerweile auch von vielen einstigen Obama-Fans geteilt. Grund dafür sind enttäuschte Erwartungen und die schlechte wirtschaftliche Lage.

Obama hat dennoch seine Stärken. Eine davon ist die Schwäche seines Herausforderers. Romney hat kaum Charisma. Die Partei hinter ihm ist ein inhomogener Haufen, in der Männer wie Todd Akin für Turbulenzen sorgen. Akins haarsträubende Aussage, der weibliche Körper verhindere bei Vergewaltigung eine Schwangerschaft, gefällt vielleicht einigen am äußersten Rand. Zum Schwarm enttäuschter Ex-Obama-Wählerinnen wird Akin damit sicher nicht. Aber genau die bräuchte Romney auch, um ins Weiße Haus einzuziehen.

Ab Montag tritt der Präsidentschaftskandidat vor eine Partei, die um Geschlossenheit ringt. Gemeinsamer Nenner muss eine Reihe brillanter Ideen sein, wie Amerika aus der Krise geholt werden kann. Sonst kann Romney das Präsidentenamt vergessen.

 

wieland.schneider@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.08.2012)

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4 Kommentare
Gast: IO
26.08.2012 08:15
0 4

Obama ist nioch ein größerer Versager als Bush

Allerdings wußten dies viele schon vor seiner Wahl aber Europa ist ihm ja endlos hineingekrochen und will bis heute nicht wahrhaben das es mit ruppigen US Präsidenten letztendlcih immer besser gefahren ist.

Antworten Gast: oberon 12
27.08.2012 10:52
0 0

Re: Obama ist nioch ein größerer Versager als Bush

Sehr interessant.
News exklusiv für Sie: nicht die europäischen Wähler, sondern die amerikanischen wählen den US-Präsidenten.

US-Wahlkampf

Lassen wir Europäer uns vom Wahlgeplänkel der Amerikaner täuschen?
Es ist doch völlig egal, wer aus diesem undemokratischen Wahlsystem als Sieger hervorgeht; dahinter steckt doch immer nur der Geldadel, der finanziert, wer die nächsten vier Jahre scheinbar das Sagen hat: Der amerikanische Weg - Herrschaft über Ressourcen, Dollar-Vorherrschaft - wird perpetuiert!
Lesen sie Joey Goebel - ein Einblick in diese Gesellschaft, der wirklich bereichernd und aufklärend ist: stumpfsinniger Nationalstolz ("die beste Nation der Welt"), Ungebildetheit, Armut, Essensmarkenempfänger - da ist es doch wirklich wurscht, ob Obama oder Romney! Was die Amerikaner bräuchten: Die Zurückdrängung der oligarchischen Oberschichte, Aufbau einer stabilen Binnenwirtschaft, stark angehobene Mindestlöhne, Krankenversicherung für alle und vielleicht (undenkbar!) eine soziale Marktwirtschaft, starke Kürzung der Militärausgaben und Finger weg von Öl- und Gasressourcen anderer Staaten. Die Dollarvorherrschaft wäre zwar damit gebrochen, doch vielleicht könnte sich diese bemitleidenswerte, irregeleitete Gesellschaft wieder fangen!
Ein Traum? Ja, ich weiß schon: I have a dream..

Gast: Gast: Leser
24.08.2012 12:18
3 1

Glaubwürdigkeit

Es müsste genügen, wenn Romney zumindest Glaubwürdigkeit vermittelt; denn diese hat Obama wohl endgültig verspielt.

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