Der Ausflug von Rapid war diesmal so richtig teuer, das Europacup-Auswärtsspiel in Griechenland wird dem Verein noch lange in Erinnerung bleiben. Nach den schweren Ausschreitungen in Saloniki hat die Europäische Fußballunion beide Vereine zu harten Strafen verurteilt. Die Hütteldorfer müssen 75.000 Euro berappen, obendrein wird das nächste Uefa-Spiel vor leeren Rängen stattfinden. Es ist ein immenser finanzieller Verlust, wenn man von einem ausverkauften Happel-Stadion ausgeht.
Der Imageschaden aber ist noch größer. Und schon jetzt geht die Angst vor dem Rückspiel um. Wenn es am Donnerstag neuerlich zu schweren Verfehlungen von verschiedenen Fangruppierungen kommt, dann blüht das Ende im Europacup für längere Zeit.
Rapid fühlt sich unverhältnismäßig hart bestraft, die Hütteldorfer sollten aber lieber einmal darüber nachdenken, wie lange sie sich solche Fans noch leisten wollen. Grün-Weiß hat offenbar aus den Derby-Vorfällen im Mai 2011 noch immer nichts gelernt, lässt sich von einigen wenigen gewaltbereiten Krawallbrüdern auf der Nase herumtanzen. Die Toleranz von Rapid, schon längere Zeit mindestens fahrlässig, grenzt mittlerweile an ziemlich dümmliche Ignoranz.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2012)















