19.05.2013 03:39 Merkliste 0

Das "Menschenrecht" auf das tägliche Schnitzel

JAKOB ZIRM (Die Presse)

Die EU-Agrarpolitik ist Sozialpolitik mit anderem Namensschild. Es gibt viele gute Gründe, das zu ändern. Für die Politik ist das jedoch ein gefährlich heißes Eisen.

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Teller oder Tank? Es ist eine einprägsame Formel, auf die Kritiker von Agrosprit die Diskussion über die Nachfragekonkurrenz von Ethanol- und Lebensmittelproduzenten zugespitzt haben. Denn wer kann noch so herzlos sein und gedankenlos Weizen im Motor seines Autos verbrennen, wenn gleichzeitig Millionen Menschen in Afrika verhungern? Und auch Agrarexperten bestätigen, dass die Nachfrage von Agrospritproduzenten in einer Zeit schwindender Getreideüberschüsse Einfluss auf die Entwicklung an den Rohstoffbörsen hat – also ein Grund für die Rekordpreise auf dem Weltmarkt ist.

Doch auch wenn es genügend Kritikpunkte am von Befürwortern euphemistisch „Biosprit“ genannten Treibstoff gibt, etwa, dass dadurch eine neue Subventionsschleuse für die Landwirtschaft geöffnet werden dürfte, so ist die Gegenüberstellung von Nahrungsmitteln und Agrosprit eine unzulässige Verkürzung. Gemeinsam machen diese beiden Segmente hierzulande gerade einmal 27 Prozent der gesamten Getreidenachfrage aus. Und auch weltweit sind es mit 53Prozent nur etwas mehr als die Hälfte der globalen Produktion von Weizen, Mais oder Roggen.

Ein großer Teil des geernteten Getreides kommt nämlich weder in den Tank noch auf den Teller, sondern in die Futtertröge von Schweinen und Rindern. Diese landen schlussendlich zwar wieder auf dem Teller, zuvor werden in der Fleischproduktion aber riesige Mengen Getreide gebraucht, um verhältnismäßig wenig Fleisch daraus zu machen. So werden bis zu 15 Kilo Körner benötigt, um ein Kilo Schnitzel oder Wurst herstellen zu können. Bei Biofleisch ist dieser Wert übrigens noch höher als bei konventioneller Haltung. Und da in Mitteleuropa seit 1950 der jährliche Fleischkonsum von 25 Kilogramm auf knapp 70 Kilogramm pro Kopf angestiegen ist, landet in Österreich jedes zweite Korn im Magen eines Nutztieres.

Natürlich muss es in einem freien Land jedem unbenommen sein, wie viele und welche Lebensmittel er konsumiert. Auch, wenn ein Steak zum Frühstück dazugehört. Allerdings gibt es einen Grund, warum der Fleischkonsum stetig angestiegen ist: So werden in der Landwirtschaft das System von Angebot und Nachfrage und der sich daraus ergebende reale Preis der Waren seit Jahrzehnten außer Kraft gesetzt. Preise von wenigen Euro für ein Kilo Fleisch sind nur möglich, weil die Bauern mehr als 80Prozent ihrer Einnahmen von der öffentlichen Hand bekommen.


Eingeführt wurde dieses System nach dem Zweiten Weltkrieg, um den Hunger in Europa zu bekämpfen. Heute führt es jedoch zu einer künstlichen Senkung der Preise, wodurch deren ökonomisches Signal an die Verbraucher wegfällt. Was wenig kostet, wird auch als geringwertig empfunden. Zudem werden die echten Kosten ja lediglich verschleiert. Der Konsument findet sie statt auf dem Kassenbon im Supermarkt halt auf dem Lohnzettel in Form von Steuern. Und auch wenn es vielen Österreichern aufgrund der jüngsten Steigerungen beim täglichen Einkauf anders vorkommt – Fleisch war noch nie so günstig wie heute. Musste ein Industriearbeiter laut einer Studie des Wifo im Jahr 1980 noch eine Stunde und 22 Minuten für ein Kilo Schweinsschnitzel arbeiten, so sind es heute nur noch 42 Minuten.

Die Agrarpolitik der EU ist heutzutage also vor allem Sozialpolitik. Es gäbe viele gute Gründe, dies zu ändern. So treibt die Fleischproduktion nicht nur den Getreidepreis, auch die Klimabelastung durch den Methanausstoß der Rinder ist laut Wissenschaftlern ein nicht zu unterschätzender Faktor. Und zu guter Letzt ist der hohe Fleischkonsum auch ein Grund für grassierende Zivilisationskrankheiten wie Fettsucht und Herz-Kreislauf-Versagen.

Für die Politik ist das Ganze jedoch ein zu heißes Eisen. Denn sobald sich Lebensmittel auch im Supermarkt ihrem echten Preis annähern, werden sie wieder zu einem „sozialen“ Produkt. Sozial schwächere Schichten könnten sich dann wahrscheinlich nicht mehr täglich Fleisch leisten. Wer fordert, die Förderungen zu senken, ist also politisch tot. Auch, wenn es richtig und sinnvoll ist.
„Verfüttert und vertankt“.

 

E-Mails an: jakob.zirm@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2012)

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40 Kommentare
 
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Gast: Tourist
04.09.2012 02:30
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Kein Menschenrecht auf ein Schnitzel in einem reichen Land wie Europa?

Das ist schon menschenverachtend.

Chuzpe oder ...

.. ienfach Gedankenlosigkeit, wenn ausgerechnet neben diesem Artikel diverseste (absolut notwendige und diätologisch vermutlich ausgesprochen empfehlenswerte) McBurger inseriert werden.

Oder bedeutet das, dass es auch so etwas wie ein "Menschenrecht auf McIrgendwas" gefordert werden sollte?

Agrarwahn

Vergessen haben Sie - natürlich, oder? - die masslosen Tierquälereien, die Klimabelastung bei den sinnlosen Transporten usw. Und, natürlich, das Marketinggeschrei für's "gesunde Fleisch" (dito Fisch).

Aber was hilft's, wenn wir mehr und mehr Vegetarier haben, dann wird der Export von Tieren/Fleisch gestützt (und zwar sofort, man verfolge das mal in den bäuerlichen Regionalblättern). Somit wird immer mehr und mehr "Fleisch" produziert, alles auf Basis Kunstfütterung (Kühe mit Eiweissgetreide statt Weide, Schweine + Hühner ebenfalls, statt Abfallverwertung, Klee, Molke usw). Die kleinen Landwirtschaften in den Importländern sterben - somit wieder ein neues Geschäftsfeld für die Kreise, die "bei uns" (und in den USA etc.) bereits alles auf Megaprofit und totale Abhängigkeit von Konzernen zerstört haben.
Und die Politik? Schläft oder ist geschmiert - von Waidmannsheil bis Pösterln und Vitamin B....

Niemand nennt unser wirkliches Agrarproblem!

Es ist hier in Mitteleuropa unmöglich, mit landwirtschaftlicher Produktion ohne Zuschüsse vom Staat ein unserem Lebensstandard entsprechendes Einkommen zu erzielen.
Unsere Gesellschaft steht daher vor der Alternative, gar keine Landwirtschaft zu haben oder die Landwirtschaft massiv zu subventionieren. Es wird aber hier nur wenig Menschen geben, die sich damit abfinden würden, dass bei uns keine Nahrungsmittel mehr erzeugt werden und unser Hunger nur durch Importe gestillt werden könnte.

Deshalb sind Subventionen zum Überleben der Landwirtschaft unverzichtbar. Damit ist aber die Preisbildung über den Markt unmöglich, alle Agrarpreise hier sind von der Politik - meist aus sozialen Überlegungen - bestimmte Preise. Deshalb sind marktwirtschaftliche Gesetze für diesen Sektor nicht anwendbar, er wird ganz nach den Bedürfnissen der Innenpolitik gestaltet.

Etwas anderes wäre auch politisch nicht tragbar, weshalb wir das System, das wir haben, einfach zur Kenntnis nehmen und uns darauf verlassen müssen, dass es von der Politik optimal gestaltet wurde!

Gast: Vegetarier
03.09.2012 13:38
0 1

Also wenn die EU zwangsweise die Glühbirnen verbieten darf

dann bitte auch das Schnitzel !

Und bitte: Ebensoviele Lobhudelartikel dafür wie für das Glühbirnderlverbot !

Und nirgends schreiben dass es vielleicht Wirtschaftsinteressen waren die das bewirkten wie hier:
http://derstandard.at/1345165854175/Energiesparlampe-Das-Lobby-Licht

oder der Eingriff in das Privatleben wie hier:
http://derstandard.at/1345165920916/Leuchtmittelkontrolle-ein-Albtraum

Gast: Faymarx und Spindelenin
03.09.2012 11:03
5 3

100 Zeilen über die Welternährung - und kein einziges Mal wir das Hauptproblem, die Überbevölkerung, auch nur angesprochen


Re: 100 Zeilen über die Welternährung - und kein einziges Mal wir das Hauptproblem, die Überbevölkerung, auch nur angesprochen

na gut reden wir darüber..
die überbevölkerung ist das resultat von westlichem know how in unterentwickelten ländern..es hat die kindersterblichkeit enorm verringert ohne dafür zu sorgen dass auch die sozialen strukturen mithalten können.
hygenische standards, pharmaceutische und ärtzliche hilfe wurden exportiert. die geburtenzahl wurde nicht angepasst,..kinder sind immer noch die altersversicherung geblieben.
dieser export westlicher zvilisation ohne rücksicht auf verluste war natürlich ein riesen geschäft!!!!

Re: Re: 100 Zeilen über die Welternährung - und kein einziges Mal wir das Hauptproblem, die Überbevölkerung, auch nur angesprochen

jaja der westen ist schuld...

ach das ist ja immer die selbe laier, der westen is an afrikas elend schuld, weil kolonisation (die zwar schon mehr als 50 jhre zurückliegt, aber ist ja wurscht), die den armen ländern medikamente zur verfügungstellen, und die ihnen lebensmittel verkaufen, damit nicht alle verhungern

kommt ihnen diese argumentationsweise nicht selbst etwas seltsam vor???

denn meiner meinung nach ist jedes land selbst dafür verantwortlich für die versorgung seiner bevölkerung mit lebensmitteln, wasser und anderen notwendigen rohstoffen zu sorgen!

in z.b afrika gäbe es genug fruchbare böden, die wenn man sie sinnvoll bewirtschaften würde, soviel ertrag liefern würden, dass man damit alle menschen ernähren könnte, den wohllstand steigern könnte, und damit auch dier fertilitätsrate senken könnte, aber nein die unfähigen afrikaner bringen sich lieber gegenseitig um, anstatt sich mal fortzubilden und einmal in die hände zu spucken#

das elend afrikas ist selbst verhsculdet, der kapitalismus könnte sie aus ihrer not befreien, doch diese menschen geben sich lieber mit (religiösen)fanatismus, und hirnlosen stammeskämpfen ab, als einmal ihr hirn einzuschalten

da kann man echt nur sagen, selbst schuld!

PS: bitte erklären sie mir wie das defacto verschenken von wertvoller medizin und nahrung an diese länder ein "riesen geschäft" für den bösen westen sein soll....

Re: Re: Re: 100 Zeilen über die Welternährung - und kein einziges Mal wir das Hauptproblem, die Überbevölkerung, auch nur angesprochen

also gerne erkläre ich ihnen was aber sonst jeder einfaltspinsel begreift.

die von diversen NGO's grosszügig verteilten wohltaten werden mit spendengeldern von den herstellern gekauft..die machen das geschäft.
auch die WHO ist grosskunde bei der pharmaindustrie.
die sogenannten fruchtbaren böden werden vom westen und neuerdings auch vopn chinesen auf 99 jahre gepachtet und systematisch mit agro-raubbau beackert..so exportiert das hungernde äthiopien lebensmittel.
die willkürlich gezogen grenzen sind die der alten kolonialherren und sind ursache für stammeskriege und mißwirtschaft. afrika wird noch hunderte jahre darunter leiden.
ceterum sind diese länder auch nicht demokratisch gereift um so zu funktionieren wie sie das fordern.
ich habe aber nicht darüber geschrieben, sondern ausschliesslich darüber, dass wir medizinund hygenidsche standards exportiert haben und die kindersterblichkeit drastisch reduziert haben..bei gleichbleibender geburtsrate war die bevölkerungsexplosion nicht zu vermeiden.

übringens..was ist eine laier??
ich hätte da noch ein paar eigenartige schreibweisen
layer leyer..etc..

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: schlÄchter
04.09.2012 09:23
2 0

Re: Re: Re: Re: 100 Zeilen über die Welternährung - und kein einziges Mal wir das Hauptproblem, die Überbevölkerung, auch nur angesprochen

sg modestus!
in sachen pharmageschäfte und auswirkungen der verbesserten medizinischen/hygienischen situation auf die überbevölkerung ganz bei ihnen.

zu einfach stellen sie mmn aber die ressourcenausbeutung und die auswirkung der kolonialen grenzen, der nichtentwicklung (zugegeben unter schwierigen verhältnissen - wenngleich es sehr große unterschiede in den ehemaligen kolonien gab: vergleichen sie zimbabwe etwa mit dem kongo - außerdem war äthiopien war nie kolonie-außer der kurzen epoche 1936-43 und war und ist eigentlich selbst kolonialmacht: galla, ogaden und andere teile wurden von demn amharen erobert und ausgebeutet) dar: da hat die afrikanische elite versagt. das festhalten an den grenzen kommt von der OAS, die ursache in stammeskriegen liegt meist in vorkolonialen auseinandersetzungen und satmmesrivalitäten.
am augenscheinlichsten im kongo aber auch liberia, sierra leone und ruanda burundi sowie somalia.

auch die süd- und südostasiatischen länder, auch korea oder fast die gesamte islamische welt lebt noch in kolonialen grenzen-wenngleich dort vor der kolonialisierung eher staatsähnliche strukturen herrschten.

gerade das zuschieben jeglicher verantwortung auf äußere einflüsse - die es zweifelos gab und gibt - ist zu kurzsuichtig und ein mitgrund des derzeitigfen und wohl noch lange andauernden elends afrikas.

mfg
s.

Re: Re: Re: Re: Re: 100 Zeilen über die Welternährung - und kein einziges Mal wir das Hauptproblem, die Überbevölkerung, auch nur angesprochen

keineswegs schiebe ich die ursachen ausschliesslich auf koloniale reste zur...aber eben auch.
die grenzziehung von äthiopien ist anglo-fraconischen ursprungs...inklusive eritrea
die englische formel von divide et impera hiess zwei gruppen..eine schwächere und eine stärkere gegeneinander ausspielen und sich auf seite der schwächeren stellen. die schächere gruppe bildete dann die gebildete creme und war geündlich verhasst..nach abzug der briten waren sie dann schutzlos..
etc..
natürlich waren die diversen feindschaften schon vorkolonial vorhanden.der mißbrauch durch kolonialmächte hat sie verschärft und akkut gemacht
siehe tutsi und hutu

milchmädchenrechnung

die 6% getreide die verspritet werden sind also vernachlässigbar....das liebe vieh frisst mehr davon.
erstens ist das getreide im tank zu 100% verloren..weiters vom den futtermittel bleibt wenigstens etwas in form von milch oder fleisch im nahrungmittelkreislauf, auch wenn es unbestreitbar effizientere verwertung gäbe. zweitens sind die niedrigen werte bei der verspritung nur einstiegswerte die sich kontinuierlich erhöhen..den zuwachsraten sind keine grenzen gesetzt.
ausserdem sind globale werte ohnehin bewusste täuschung. regional sieht das anders aus. so importierte mexico, vor der verspritung mais aus den USA..um die versorgung mit den täglichen tortillas zu gewährleisten...jetzt exportiert das unterversorgte mexico mais in die USA die lebenshaltungkosten der mexicaner sind explodiert...das ist die realität.

Re: milchmädchenrechnung

Wobei es nicht stimmt, dass die 6% ganz als Nahrung verloren sind. Beim Verspritten bleibt einiges ueber, das wiederum als Futter verwertet wird.

Trotzdem ist die Versprittung ein Unfug, vor allem die fixe Quote, die ohne Ruecksicht auf Preis und Erntemenge erreicht werden muss.

Re: Re: milchmädchenrechnung

soviel mir bekannt bleibt beim verspriten DÜNGER über

Re: Re: Re: milchmädchenrechnung

Die Agrana, die Oesterreichs Bioethanolproduktion dominiert, spricht von wertvollem Eiweissfutter.
Siehe: http://www.agrana.com/fileadmin/inhalte/agrana_group/download_news/corp._news_G/2012/PA_E10_August_2012_D_END.pdf

Re: Re: Re: Re: milchmädchenrechnung

mein display is vor scham angelaufen ob dieser verlogenen darstellung

Re: Re: Re: Re: Re: milchmädchenrechnung

Das wundert mich nicht. Mir hat es auch die Haare aufgestellt vor lauter Fremdschaemen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: milchmädchenrechnung

die werbeabteilung der agrana lügt unverschämt

Gast: Biomani
03.09.2012 10:28
3 2

Schwachsinn

Wenn alle Informationen in der Presse so falsch sind wie dieser Artikel kann ich auch ein Gratisblatt lesen.
Es wird geschrieben, dass für 1 kg Fleisch 15 kg Getreide verbraucht werden.
Tatsache ist Schweine verbrauchen unter 3 kg
Hühner unter 2 kg Getreide für 1 kg Fleisch. Rinder sind Wiederkäuer und fressen Rauhfutter.

Antworten Gast: Jack Lucas
03.09.2012 14:21
1 0

Re: Schwachsinn

... die Zahlen sind eher untertrieben, Ihre Zahlen völlig veraltet. Aktueller Stand der Wissenschaft hier: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-07/klimakiller-fleisch , wobei ich hier nochmals betonen möchte, dass selbst bei bester "Umsetzung" der Nahrung immer noch die eigentlich Katastrophe für Mensch (multiresistente Keime, Trinkwasserverseuchung, Zivilisationskrankheiten, etc), Tier (versteht sich von selbst) und Umwelt (siehe U.N. Bericht) bleibt: all das ist die denkbar unethischste, teuerste und uneffektivste Nahrungsmittelproduktionsoption, die man sich vorstellen kann, denn mit all dem Futter produzieren wir zum Großteil (ich glaube es waren irrwitzige 7/8) nur eines: Exkremente.

Antworten Antworten Gast: Biomani
03.09.2012 18:27
0 0

Re: Re: Schwachsinn

Meine Zahlen basieren nicht von irgendwelchen Artikel wo der Regenwald und die Klimabilanz hineingerechnet wird. Das könnte man auf viele Dinge des modernen Lebens umsetzen. Ich bin Biobauer (Viehlos) und seit 30 Jahren Fütterungsberater. Vielleicht informieren sie sich einmal bei der Hochschule (Boku).
Die Wissenschaft wird ihnen meine Zahlen bestätigen.


Antworten Gast: zetto
03.09.2012 12:18
1 0

Re: Schwachsinn

Mastrinder fressen zu einem Gutteil Kraftfutter.

Gast: Sandra G.
03.09.2012 09:27
2 1

Täglich Fleisch muss nicht sein

Ich stimme rough_rider vollkommen zu:

In meiner Familie sind wir keine Vegetarier, aber wir bemühen uns bewusst - unserer Gesundheit und dem Klima zuliebe und weil wir uns bewusst sind, wie sich unser europäischer Fleischkonsum auf den Welthunger auswirkt - wenig Fleisch zu essen, eigentlich nur am Wochenende.

Unter der Woche koche ich Gerichte mit Gemüse wie Gemüselasagne, Spinatpalatschinken etc., oder Melspeisen wie Kässätzle mit Salat oder Kaiserschmarrn. Es gibt auch viele sehr gute Tofuprodukte wie Gyros, Würstl etc.

Ich hätte kein Problem damit, wenn die Subventionen gesenkt und Fleisch endlich seinen realen Preis hätte.

Viel eher sollte Fleisch wieder zu etwas Besonderem werden, auf das sich die ganze Familie freut!

Fleisch

Man kann gut darauf verzichten bzw. lieber nur zweimal pro Woche, dafür eine entsprechende Qualität verzehren.

Und übrigens,

wenn es um Sozialpolitik ginge, dann könnte man die produktionsorientierten Subventionen abschaffen und die Bauernschaft einfach in das System Mindestsicherung integrieren. Dann wäre auch jedes Familienmitglied gleich viel wert, nicht das vom Körndlbauer im Marchfeld mehr als das vom Bergbauern. So ist es jetzt nämlich.

Problem ist dabei wahrscheinlich der Verdienstentgang dieser "systemrelevanten" Bankengruppe...

Re: Und übrigens,

Nein, Sie haben das missverstanden. Es geht nicht um den Bauern als Sozialfall, sondern um seine Kunden. Um die zu foerdern, muessen die Subventionen produktorientiert sein.

 
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