19.06.2013 20:05 Merkliste 0

Cap ist im Geist ein FPK-Mann

KARL ETTINGER (Die Presse)

Die SPÖ und die Kärntner Freiheitlichen schaden mit Machtgehabe der Demokratie.

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Es muss sich um einen ordentlichen Anschlag auf den Parlamentarismus handeln, wenn es Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zu bunt wird. Wenn sie sogar einen ihrer sozialdemokratischen Parteifreunde klar zurechtweist. Prammer hat – dankenswerterweise – die Aussagen von SPÖ-Klubchef Cap schlicht als „Unsinn“ bezeichnet. Zu Recht. Cap hat gemeint, mit den Aussagen im ORF-„Sommergespräch“ sei die Befragung von Bundeskanzler Faymann zur Inseratenaffäre erledigt. Man könne sich also dessen Ladung vor den parlamentarischen Korruptionsausschuss ersparen.

Das ist nicht nur ein Unsinn, sondern eine ganz bewusste und gezielte Verhöhnung der Bürger, wenn dies ein Mann vom Format des SPÖ-Klubchefs sagt. Frei nach dem Motto: Ihr könnt uns den Buckel runterrutschen, wenn es uns, der Kanzlerpartei SPÖ, nicht in den Wahlkram passt.

Das ist in Wahrheit genau dieselbe wählerverachtende Haltung, die die Kärntner Freiheitlichen, kurz FPK, an den Tag legen, wenn sie die Abstimmung über den Neuwahlantrag mit Auszügen aus dem Landtag blockieren. Dieses für eine Volksvertretung unwürdige Gehabe wurde bisher sechs Mal demonstriert.

Das Motiv dafür ist klar: Die SPÖ im Parlament wie die FPK im Landtag leben ihre (noch) vom Wähler geborgte Macht bis zum Exzess aus. Auf der Strecke bleiben Parlamentarismus und Demokratie, weil sich noch mehr Bürger angewidert von solchen taktischen Spielereien von der Politik abwenden. Cap könnte bei der FPK Mitglied werden: Im Geiste des ausgelebten Absolutismus ist er einer von ihnen.

 

karl.ettinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2012)

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34 Kommentare
 
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Herr Cap und weitere:

Welchen Geistes Herr Cap ist und welch biegsames Rückgrat er hat, zeigt ja die nahe und fernere Vergangenheit.
Traurig nur, dass solche Leute wie Herr Cap und andere auch im Parlament sitzen und die Entscheidungen für Österreich mit beeinflussen. Damit ist wohl klar, warum die politische Situation zur Zeit so undemokratisch und desaströs ist.

Gast: gggggg
13.09.2012 19:07
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Mit der Moral zu kommen ist meistens sehr gefährlich.

Hr Ettinger tut das hier - auch wenn er das Wort ´Moral´ nicht verwendet. Man mag sowohl Caps Aussage für eine Verhöhnung der Wähler halten u. das Verhalten der FPK für wählerverachtend - aber beides ist NICHT illegal und NICHT undemokratisch! Die geltenden Gesetze erlauben das. Und woher, Herr Ettinger, wollen Sie wissen, dass das Verhalten der FPK u. Caps wählerverachtend ist? Das sind reine, ganz subjektive Spekulationen - wie sie auch von Politikern zum Erbrechen geäußert werden (´Die Menschen in diesem Lande wollen das...oder wollen das nicht...´usw.) Was wieviele Menschen wollen oder nicht, zeigen u. entscheiden bis dato noch immer Wahlen (mit all den bekannten Schwächen) aber eben nichts anderes. Und diese elende Koalition verhält sich - leider! - demokratisch, wenn sie eine Befragung F´s verhindert. Sie darf das rechtlich. Kommen Sie jedenfalls nicht mit Moral, Hr Ettinger. Damit kann man ALLES rechtfertigen u. ALLES verurteilen. Und genau deshalb gibt es Gesetze. Und wenn eine legitimierte MEHRHEIT (!) etwas entscheidet, dann ist das demokratisch u. gilt - auch wenn es unmoralisch ist oder erscheint. DAS ist nun mal das Prinzip der Demokratie. Sie stellen ´Moral´ - welche und wessen??! - über demokratische Prinzipien, über herrschende Gesetze (die man nicht mögen muss, aber wenn sie gelten dann gelten sie!) Es tut mir leid, Herr Ettinger, aber Ihre Auffassung ist, s.o., gefährlich. Sehr gefährlich. Autoritäre System ´argumentieren´ mit ´Moral´ - direkt o. indirekt.

Antworten Gast: gggggg
14.09.2012 13:25
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Gottseidank

haben die Verfasser der Kommentare zu meinem posting nix zu reden im Lande - ansonsten müßte man sich noch mehr fürchten als ohnehin: demokratisch ist nach diesem geronnenen Schwachsinn also nur, was den Herrschaften genehm ist. Bravo! Also dann - z.B - Herr/Frau Schwanz, der/die mit dem Hund wedelt: bitte ganz rasch selber in den Schrebergarten. Ihre Auffassung von Demokratie ist schlimmer als die von Kim, ihre ´Argumente´ umwerfend sachlich und intelligent.

Zu Trollblume: undemokratisch ist, wenn der Wille der Mehrheit nicht respektiert wird, (auch wenn die Mehrheit irren sollte. Aber das verstehen Sie offenbar einfach nicht.)

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Re: Mit der Moral zu kommen ist meistens sehr gefährlich.

Auch innerhalb der geltenden Gesetze kann man sich undemokratisch verhalten.

Ähem...

Wie wär´s, wenn Sie sich wieder Ihrer Rosenzucht im Schrebergarten widmen würden?

Antworten Gast: Trollblume
13.09.2012 20:17
3 0

Re: Mit der Moral zu kommen ist meistens sehr gefährlich.

sind sich bewusst, was sie schreiben: verhöhnung der wähler und wählerverachtung NICHT undemokratisch.
was ist dann undemokratisch?

Antworten Antworten Gast: nicholasblarney
14.09.2012 11:35
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Re: Re: Mit der Moral zu kommen ist meistens sehr gefährlich.

Eine unnötige Forderung stellen zu dürfen, einen Blödsinn behaupten zu dürfen, ist demokratisch. So einfach ist das.

Gast: tom green
13.09.2012 17:06
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es sind doch in wirklichkeit...

es sind doch in wirklichkeit lauter freaks, die da auf der politischen bühne österreichs herumlaufen!
mein absoluter liebling ist ja der sicherheits"sprecher" der spö, otto pendl.
ein -sprecher, der grosse probleme hat, druckreif zu artikulieren...

Gast: hunter666
13.09.2012 14:13
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und die ÖVP

gehört im Geiste zur Cosa Nostra

Gast: ökono-mist
13.09.2012 14:09
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Learning by Doing


egalisiert jedwede Gnade später Geburt...

Der will sich seinen Koffer von Chef...

... einfach nicht nochmal anhören müssen. Ich übrigens auch nicht.

Kann man den korrupten Dummkopf nicht leise entfernen, aburteilen und einsperren?

Gast: Gast: Leser
13.09.2012 12:01
6 0

Format

Cap mit "Format" in Zusammenhang zu bringen, ist schon eine sehr gewagte Aussage.

Gast: Gast: Leser
13.09.2012 12:01
3 0

Format

Cap mit "Format" in Zusammenhang zu bringen, ist schon eine sehr gewagte Aussage.

Gast: imgeistfürdiebanken
13.09.2012 10:01
8 0

diese bankenlobbypartei SPÖ ist in wahrheit das größte problem der öst.politik. faymann,cap rudas, hundstorfer betreiben wegen dem banken u.eurochaos einen wählerverachtenden sozialabbau bei den asvg pensionen u.asvg arbeitnehmern.


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Re: diese bankenlobbypartei SPÖ ist in wahrheit das größte problem der öst.politik. faymann,cap rudas, hundstorfer betreiben wegen dem banken u.eurochaos einen wählerverachtenden sozialabbau bei den asvg pensionen u.asvg arbeitnehmern.

Eine SOZIALdemokratische Partei ist die SPÖ schon lange nicht mehr.
Man gewinnt den Eindruck, dass die (Stamm-) Wählerschaft der sozialdemokratischen Basis dies noch immer nicht eingesehen hat.

Gast: so viele kluge menschen hier
13.09.2012 08:48
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Das ist in Wahrheit genau dieselbe wählerverachtende Haltung, die die Kärntner Freiheitlichen, kurz FPK, an den Tag legen

Guter Vergleich !

Wenn man jetzt auch noch ergänzt, dass die ÖVP sich ebenso verhält, hat man in wenigen Sätzen eine Beschreibung der "Demokratie" in Österreich.

Antworten Gast: Markus Trullus
13.09.2012 09:37
5 0

Re: Das ist in Wahrheit genau dieselbe wählerverachtende Haltung, die die Kärntner Freiheitlichen, kurz FPK, an den Tag legen

was viele Büger dieses Staates noch immer nicht zur Kenntnis nehmen wollen: Österreich war und ist keine Demokratie, sondern eine Mehrpateiendiktatur. Demokratie schaut ganz anders aus- der Ständestaat kommt dem jetzigen Bild sehr nahe. Und scheinbar will die Mehrheit der Österreicher genau das.....

Antworten Antworten Gast: Bimbo
13.09.2012 10:27
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Re: Re: Das ist in Wahrheit genau dieselbe wählerverachtende Haltung, die die Kärntner Freiheitlichen, kurz FPK, an den Tag legen

Bloß der Ständestaat war eine Reaktion auf die Diktaturen des benachbarten Deutschland und Italien

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Format

wer kommt auf die Idee zu meinen Cap hätte Format. Er ist doch das Sinnbild einer außerordentlichen Anpassung an die Realitäten eher ein Beria oder Mielke im Geiste.
Die richtigen SPÖ ler sind mit der KZ Generation verschwunden!

Macht macht blind ...

Wenn man sich vor lauter Macht dick gefressen hat und sich noch dazu weitgehend in den geschlossenen Parteiapparaten bewegt, dann verliert man leicht den Bezug zur nackten Realität.

Die Folge sind Aktionen, die aber nur uns Normalos unverständlich bleiben.

Manche Bildungswege wie die der Parteiakademien mit Angeboten wie "Nie mehr sprachlos" und Themen wie "Spontane Gegenangriffe, die verblüffen" (ÖVP-Parteiakademie) bleiben uns ja auch verschlossen. So können wir uns in unserer Einfalt über manches nur wundern, ohne den tieferen Sinn dahinter verstehen zu können ;-)

Vielleicht kann man für Berufspolitiker, ich sag einmal alle 4 bis 5 Jahre, ein verpflichtendes Karenzjahr einführen, in welchem diese als ganz normale Praktikanten in einem Privatunternehmen oder im Sozialdienst werken müssen. Wäre sicher gut für die Demokratie wenn man die Macht auch einmal von der anderen Seite sieht ...

Ein Pilotprojekt könnte man mit Faymann, Cap, Fischer, Spindelegger, Neugebauer, Schüssel und etlichen anderen starten. Das einzige Problem ist: Wer nimmt die freiwillig als Praktikant?

Das ist Demokratieverständnis der SPÖ unter Faymann!

Lieber Herr Faymann,

glauben Sie wirklich, dass Gesetze für Sie nicht Gültigkeit haben?

Ist das Ihr Demokratieverständnis?

Leider ist die ÖVP viel zu schwach, um dies zu nutzen! Aber eines ist gewiss, das kostet Ihnen viele Stimmen!

Antworten Gast: Gast: Leser
13.09.2012 12:05
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Re: Das ist Demokratieverständnis der SPÖ unter Faymann!

Faymann hat sich ja abgeputzt, indem er gesagt hat, er käme jederzeit vor den Untersuchungsausschuss - sobald er vorgeladen wird.

Antworten Antworten Gast: nicholasblarney
14.09.2012 11:39
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Re: Re: Das ist Demokratieverständnis der SPÖ unter Faymann!

Er hat gesagt, sobald er "EINgeladen" würde. Da man vom U-Ausschuß aber VORgeladen wird, wird er also niemals kommen. :)

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ausser...

...bitte wählt diese Partei ab!

Nur, wer bleibt dann übrig?

Re: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, ausser...

Ganz einfach Stronach

Die Unsinnsausage

von CAP mit der Geiselnahme eines ganzen Bundeslandes durch die Fler gleichzusetzen ist schon ein starkes Stück!

 
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