Die angekündigte Geldschwemme der US-Notenbank Fed hat die Börsen am Freitag in Jubelstimmung versetzt. Mehrere europäische Aktienmärkte kletterten auf ein Mehrmonatshoch. Der deutsche Leitindex DAX hatte ein solches in den vergangenen Tagen bereits mehrmals erreicht, so auch am Freitag: Mit zwischenzeitlich 7446 Punkten erklomm der Index dann ein 14-Monats-Hoch.
Und auch der Euro überstieg die psychologisch wichtige Marke von 1,30 Dollar. Die meisten Rohstoffe befanden sich ebenso im Aufwind. Öl war so teuer wie seit Mai nicht mehr, und auch der Goldpreis kletterte aus Angst vor einer Inflation auf den höchsten Stand seit Ende Februar. Die Risken, die ein erneutes Anwerfen der Notenpresse mit sich bringt, wurden am letzten Tag der Handelswoche eher ausgeblendet.
Auch die Wall Street startete fester in den Handel. Die Börse in Wien lag am späten Nachmittag mit mehr als drei Prozent im Plus. Vor allem Finanztitel waren stark nachgefragt worden. Anleger griffen vor allem zu Papieren der Erste Group und Raiffeisen, die zwischenzeitlich Kursgewinne von mehr als sieben und sechs Prozent erreichten.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.09.2012)















