25.06.2012 00:19 Merkliste 0

Vassilakous Visionen

MIRJAM MARITS (Die Presse)

Große Pläne, kleine Resultate.

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Die Ideen klangen mutig. Und groß. Eigene Straßen nur für Radfahrer. Österreichs größte Einkaufsmeile als Fußgängerzone. Dann hat die Realität Vassilakous autofreie Träume eingeholt und immer kleiner gemacht. Bis sie eine österreichische Lösung waren: ein Kompromiss mit Ausnahmen und Sonderregelungen, der die einstige Vision kaum noch erahnen lässt. Vassilakous Radstraßen scheiterten zuerst ganz banal an der StVO, die abgespeckte Variante dann an einer(!) Bezirksvorsteherin.

Dass Opposition und Wirtschaftskammer die Mariahilfer Straße nicht so ohne Weiteres in eine Fußgängerzone umwandeln lassen: So viel Realitätssinn hätte man der oppositionserprobten Vizebürgermeisterin eigentlich zugetraut. Unabhängig davon, was man von den Ideen hält: Mit ein bisschen mehr Realitätssinn und, ja, bescheideneren Visionen hätte Vassilakou Erfolge verbuchen können. So aber bekommt sie eine Fußgängerzone light mit zig Ausnahmen und eine einzige fahrradfreundliche Straße mit Autos. Österreichische Lösungen eben. Willkommen in der Realität.

 

mirjam.marits@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.09.2012)

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15 Kommentare
Gast: MH
19.10.2012 18:50
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Wunderbar

Fußgängerzonen, Radwege, Bäume statt Parkplätze - aber bitte nicht wundern, wenn die Leute zum Einkaufen dorthin fahren wo sie Gratisparkplätze vorfinden!

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denjenigen, die keine ahnung von wirtschaft und geschäftlicher tätigkeit haben, ist diese auch wurscht.

sich abstrudeln, ständig neue probleme bewältigen und zahlen sollen 'die anderen'.

Griechisches Chaos ...

... brauchen wir in Wien wirklich nicht.

Wir wissen, dass die Südländer zumindest aus unserer Sicht ein originelles Verhältnis zum Verkehr haben und Fahrverbote, Ampeln, Fußgänger, andere Autofahrer eher als unvermeidbares und unnötiges Beiwerk zu ihrer eigenen Fortbewegung sehen.

Leider demonstriert Frau Vassilakou sehr eindrucksvoll wie man brauchbare, manchmal auch schlechte Verkehrssituationen mit purem Aktionismus noch weiter verschlimmbessern kann.

Parkpickerl, Fahrradprivilegien, Fußgängerzonen ... waren von ihren bisher besonders auffälligen Aktionen betroffen.

Was folgt als nächstes? Ich fürchte der Schrecken hat noch kein Ende ...

Wieso bloß fällt mir bei Vassilakous "Visionen" Franz Vranitzky/Helmut Schmidt ein:


"Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen."

Noch haben wir genug medizinische Spezialisten in Österreich!

Die Presse hat schon am 13.8. einen Artikel mit dem Titel: "Niedergang einer Einkaufsstraße beginnt mit der Verramschung" verfasst (siehe: http://diepresse.com/home/panorama/wien/1278041/Niedergang-einer-Einkaufsstrasse-beginnt-mit-der-Verramschung).

Inzwischen hat sich der Ramsch im Rathaus breit gemacht.

Wenn man am Rathausplatz sitzt und sich aktuell die "Vienna Masters" ansieht, kommt man nicht umhin, die Pferde davor und so manchen Esel drinnen im Gebäude einem Vergleich zu unterziehen.

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Re: Wieso bloß fällt mir bei Vassilakous "Visionen" Franz Vranitzky/Helmut Schmidt ein:

"Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen."

Ein wunderbarer Hinweis!

Gilt für unsere Politiker ohne das nötige Niveau und auch für Religionen (spez. Islam-Gläubige).

Lachhaft.

Wie sich die Geschichte wiederholt - Die gleichen Argumente gegen Fußgängerzonen wie 1970. Konservativ im übelsten Sinn.

Antworten Gast: Niederösterreicher
21.09.2012 11:18
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Re: Lachhaft.

Sie wollen uns pkto wirtschaftliche Effizienz wohl wieder ins Mittelalter zurückversetzen. Mein Lieber nicht die ÖVP, sondern Sie sind echt konservativ!

Gast: Gast: Leser
21.09.2012 10:50
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Sinn

Man kann einer Möchtegern-Politikerin wie Vassilakou wohl weder "Realitätssinn" noch "Visionen" zutrauen.

Ausgehend von "Realitätssinn"...

...wäre es für Politiker_Innen sowieso besser, nichts außer Klientelpolitik wie die ÖVP zu machen. Die lassen auch ihre Kinder mit Feinstaubbelastung vor die Hunde gehen...

Verglichen zum prozentuellen Wahlergebnis der Grünen ist das, das sie umgesetzt haben, als hervorragend zu bezeichnen.

Die SPÖ ist halt taktierend-vorsichtig. Müssen halt auf ihre Gemeindebau-Gfrieser und roten Adel Rücksicht nehmen.

Re: Ausgehend von "Realitätssinn"...

Die Vasi-Hasi macht auch einer reine Klientelpolitik, nur eine für die 6% der täglich radfahrenden Wiener (denen wahrscheinlich gerade Sie gehören) und macht damit sich und ihre Partei für die große Mehreheit unwählbar. Da die Demokratie auf dem Mehrheitsprinzip funktioniert und bald wieder gewählt wird, zeigt das wie viel "Realitätssinn" die hat.

Viele dieser Radfahrgfrieser...

...gehen mir auch auf die Nerven. Deswegen allein würde ich sie nicht wählen. Die Radfahrer sind eh´genauso rücksichtslos wie die Autofahrer.

Ich finde die gesellschaftspolitische Richtung der Grünen prima. Was medial transportiert wird, ist mir da eher egal.

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Re: Ausgehend von "Realitätssinn"...

Dann zieh nach Sibirien, da hast keinen Feinstaub und keine Gemeindebaugfrieser!

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Re: Re: Ausgehend von "Realitätssinn"...

dann geh nach griechenland, da brauchst ned amoi a radl.

Gast: Steuerzahler 3000
20.09.2012 21:20
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Warum ist jetzt die Vassilakou daran schuld, dass Opposition, Bezirkskaiser und Wirtschaftskammer irgendwelche faulen Kompromisse fordern?

Wenn diese Verhinderer alles bestimmen dürften, hätten wir in Wien weder Donauinsel, noch Ubahn, noch irgend eine andere Fußgängerzone.

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gut so

lasst diese kryptokommunisten nicht groß werden, lasst sie so richtig auflaufen. bravo, bravo, bravo.

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