Den Donnerstag haben die meisten Anleger an Europas Börsen damit verbracht, auf den Haushaltsentwurf von Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy zu warten. Dieser sieht laut dem staatlichen Rundfunksender RNE Einsparungen von 40 Mrd. Euro vor – trotz der jüngsten Proteste. Die Maßnahmen gelten als wichtig, um Investoren zu überzeugen, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone in der Schuldenkrise das Ruder aus eigener Kraft herumreißen kann.
Nach ihren kräftigen Vortagesverlusten konnten sich DAX und Eurostoxx-50 leicht erholen. Schwache US-Konjunkturdaten bremsten aber den Anstieg. Der spanische Leitindex Ibex rutschte sogar leicht ins Minus. Auch der amerikanische Dow Jones eröffnete leicht im Plus. Gegen den Trend gab Volkswagen nach. Der Wolfsburger Konzern erwartet für die kommenden Jahre keine Erholung des europäischen Automobilmarkts. Konkurrent BMW beurteilte die Lage ähnlich.
Die Wiener Börse gab sich analog zum Umfeld freundlich. Klar zulegen konnten die Banken, Raiffeisen Bank International kletterte an die Spitze der Kursliste. Die Amag wurde von einer positiven Analystenmeinung nicht beflügelt.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.09.2012)















