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Ein bisschen Kosmetik

JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Reform der Einheitswertbesteuerung ändert am verkorksten System nichts.

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Augenauswischerei“ ist wohl der treffendste Ausdruck für die jetzt so bejubelte Reform der Einheitswertbesteuerung in der Landwirtschaft. Auch nach der „Reform“ werden neun von zehn Bauern keine detaillierte Einkommensteuererklärung legen müssen, obwohl sie über die dazu nötigen Daten verfügen. Hoffentlich. Denn ein Betriebsführer, der nicht einmal auf Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben zurückgreifen kann (und damit über den ökonomischen Zustand seines Betriebs völlig im Dunkeln tappt), wäre wohl besser beraten, den Hof in fähigere Hände zu übergeben.

Schon klar: Die Subventionen aus Steuergeld an die Landwirtschaft sind mehr als zwanzig Mal so hoch wie deren Gesamtsteuerleistung. Es ist im Prinzip also egal, von welcher öffentlichen Tasche man in die andere umschaufelt. Aber vielleicht ist die Missachtung der Betriebswirtschaft, wie sie aus der Pauschalierung durchblitzt, ein Teil des Problems? Schon einmal darüber nachgedacht, liebe Agrarfunktionäre?

josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2012)

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8 Kommentare
Gast: 73823
17.10.2012 17:00
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urschitz will dafür offenbar nicht "subventioniertes" krank machendes verseuchtes saatgut von monsanto hier einführen, statt dass hier in österreich qualität produziert wird.

Gast: senfdazugeber
17.10.2012 15:50
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wissen ist besser als raten

bevor man kommentiert sollte man sich mal informieren. der einheitswert ist eine vermögensbewertung und keine einkommensbewertung.

ein einheitswert von € 75.000 bedeutet daher noch lange kein einkommen von 75.000.

wer in österreich auf den neidreflex setzt liegt aber auf jeden fall richtig.

Re: wissen ist besser als raten

"ein einheitswert von € 75.000 bedeutet daher noch lange kein einkommen von 75.000."

hat auch keiner behauptet.


Gast: Hans Berger
17.10.2012 12:48
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Zwei Millionen unselbständig beschäftigte zahlen keine Steuern. Das wird als "soziale Großtat" gefeiert.

Warum will man unbedingt den, in Österreich fast durchwegs kleinen, Bauern die Steuern erhöhen?

Re: Zwei Millionen unselbständig beschäftigte zahlen keine Steuern. Das wird als "soziale Großtat" gefeiert.

dann sollen die Bauern eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung machen.

Und wenn dann weniger als 11.000 Euro Gewinn rausschauen, dann zahlen sie zu Recht keine Einkommensteuer.

Antworten Gast: SchauGenau
17.10.2012 16:07
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Re: Zwei Millionen unselbständig beschäftigte zahlen keine Steuern. Das wird als "soziale Großtat" gefeiert.

Komisch nur, dass sich die "kleinen Bauern" alle paar Jahre 2,3 Traktore um je 100000 Euro, Gerätschaften, Baulichkeiten um weitere 100.000e leisten, während die von Ihnen genannten Beschäftigten sich oft nicht einmal einen einwöchigen Urlaub am Bauernhof leisten können!

Gast: pächter der wahrheit
17.10.2012 11:46
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Lieber Herr Urschitz

jetzt tun Sie doch nicht die Bauern so verunsichern, Sie Querulant Sie. Jetzt hat man sich nach Jahren der Diskussion zu einer Jahrhunderreform durchgerungen wo man den kleinsten österreichischen Bauern geradezu das Weiße aus den Augen gepresst hat und Ihnen ist das wieder zu wenig.

Jetzt müssen die Bauern bereits eh bereits ab einem 75.000 EUR angenommenen ähem errechnetem Jahreseinkommen - also quasi dem bäuerlichen Mindesteinkommen - gigantische Abgabensummen bezahlen.

Und die reichen unselbständigen Arbeitnehmer bekommen alles hinten hineingeschoben! Das ist ungerecht.

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