24.05.2013 10:38 Merkliste 0

Gleichheit vor Freiheit

OLIVER PINK (Die Presse)

Man kann es mit der Gleichbehandlung auch übertreiben.

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Sie oder Ihre Familie wurden von den Kommunisten enteignet, haben sich hier eine neue Existenz aufgebaut und wollen nun Ihre Wohnung vermieten – partout aber an keinen Kommunisten? Vorsicht, künftig könnte Ihnen Schadenersatz drohen. Sie führen ein Hotel, wollen aber keine Russen oder Kinder als Gäste? Es gilt dasselbe.

Man kann all das unsympathisch finden – im letztgenannten Beispiel ist es das auch. Aber dennoch muss es beispielsweise dem Vermieter selbst überlassen sein, wem er seine Wohnung überlässt. Ohne staatlich überwacht und sanktioniert zu werden.

Gleichberechtigung ist ein wichtiger Wert, so ist es etwa bisher schon untersagt, jemanden wegen seiner Hautfarbe zu diskriminieren. Aber man kann es auch übertreiben. Bei privaten Geschäften Rücksicht nehmen zu müssen, ob jemand lesbisch, Sikh oder Anarchist ist und sich eventuell benachteiligt fühlen könnte, führt dann doch zu weit.

So muss eben jeder mit seinen Vorurteilen leben. Auch das ist ein Preis der Freiheit.

 

oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.10.2012)

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24 Kommentare

Wollt ihr die totale Gleichbehandlung?

Frauen diskriminieren mich oft beim Fortgehen, weil ich keine blauen Augen, blonde Haare und Waschbrettbauch habe.

Welche Arbeitsgruppe ist da zuständig, wo kann ich mich beschweren?

DDR

die stasi DDR läßt herzlichst grüßen

Gleichberechtigung, die neue Ersatzreligion.

Koste es was es wolle!

gleichmacherei für alle!

ich finde es ungemein diskriminierend, dass ich keinen hamlet spielen darf!

auch, dass ich mit 1m50 körpergröße nicht im baskatballnationalteam spiele und supermodel ist auch nicht

getrennte toiletten sind ja sowas von gleichheitsfeindlich zumal die schlangen vor den damen-wcs immer viel länger sind

und den job in der oben-ohne bar hab ich auch nicht gekriegt, weil ich mich nicht ausziehn wollt...


Antworten Gast: malleus
20.10.2012 00:36
0 0

Re: gleichmacherei für alle!

Ich hab ihn nicht gekriegt weil ich ein Mann bin!
Voll diskriminierend!!

Gast: Niederösterreich
19.10.2012 13:11
7 0

Am Besten, die Ablehnung nicht begründen, denn

wegen der Vertragsfreiheit besteht nach wie vor kein Abschlußzwang...

Gast: phj
19.10.2012 13:10
4 0

Raucher sind toleranter zu Nichtrauchern.

Gehört auch zum Thema.

Am Arlberg haben zu Beginn des Russenbooms manche Hoteliers, wegen großer Lärmbelästigung keine Russen beherbergt, ansonsten sie viele Stammgäste verloren hätten.

Jeder Private und jeder Unternehmer muß das Recht haben in seinen Überlegungen eine Gruppe ausschließen zu können.

11 1

EUdSSR etabliert sich...


...in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Zuletzt musste ich beim Friseur zusätzliche 4,- Euro Gender-Zuschlag bezahlen. Ein Haarschnitt muss seit September - egal wie viel Zeitaufwand dahintersteckt, ob 15, 30 oder 60 Minuten - gleich abgerechnet werden.

Die EU ist für mich derart zum Kotzen, ich habe einen richtigen Hass, ganz ehrlich.

Wir werden diktiert und unsere Politiker sind Handlanger dieser EU-Verbrecher.

Demokratie war einmal.

Freiheit war einmal.

Marktwirtschaft war einmal.

Antworten Gast: alibababa
19.10.2012 21:30
3 0

Auch Sie tappen in die übliche Falle

Falsch ist:
"Wir werden diktiert und unsere Politiker sind Handlanger dieser EU-Verbrecher."
Richtig ist:
"Wir werden diktiert und die EU-Bürokraten sind Handlanger unserer Politiker."
(Die Beschlüsse werden von den Ministerräten gefasst)
P.S.:Das Wort 'Verbrecher' lasse ich höflicherweise weg.

Gast: NocheinParteiloser
18.10.2012 23:24
9 0

Es ist eigentlich auch gegen die Menschengrundrechte!

Die Menschengrundrechte gestehen jedem Menschen die Verfügungsgewalt über sein Einkommen und sein Vermögen zu. Ist ja auch logisch, weil es ein Teil seiner persönlichen Freiheit ist. Staatliche Zugriffe / Eingriffe sind nur dann zulässig, wenn es um die Aufrechthaltung der Staatlichkeit geht. Das ist in diesem Fall, so wie bei vielen anderen Gesetzen in Österreicher, sicher nicht der Fall.

Es ist aber leider so, dass die Regierenden das Regieren nur noch mit der Selbstbedienung an den öffentlichen Geldern (=Leistungen der Anderen!) verstehen und auch dem Vorschreiben wie die Anderen zu leben haben.

In Ö denken sich die Verantwortlichen, auch der Gesetzgeber, gar nichts mehr dabei, wenn Zwangsabgaben zur Bereicherung einzelner Gruppen verwendet werden. Die "Betriebspensionen" bei den SV Trägern, der OeNB, dem ORF, etc. Sind ja auch nichts anderes. Diese Menschen haben doch überhaupt keinen Zugang zu den Menschenrechtem und müssen ethisch am Boden zerschellt sein.

Ich bin schon neugierig wann die Hausbesitzer und Vermögenden sich uniformieren müssen um auch als schlechte Menschen identifizierbar zu sein. Eine Möglichkeit wäre auch ein Stirntattooaktion samt Hutverbot, vielleicht in notariell beglaubigten Studios zu 30.000.- pro Markierung?

Diese Maßnahme kann dann noch durch staatliche Schulungszentren mit Kindern im Altern von 3-18 Jahren, in Form einer Ganzwochenschule, perfektioniert werden. Die 18-30jährigen werden dann zu einem verpflichtenden Volksdienst....

Gast: mens sana
18.10.2012 23:16
24 0

Abschaffung der Vertragsfreiheit...

... ist Abschaffung des Privateigentums.

Kommunistische Politik eben.

Gast: aurelian1
18.10.2012 23:14
15 0

Hotels ohne Kindergeschrei

"Sie führen ein Hotel, wollen aber keine Russen oder Kinder als Gäste? Es gilt dasselbe.

Man kann all das unsympathisch finden – im letztgenannten Beispiel ist es das auch."

Was soll daran unsympathisch sein. Es wird wohl noch erlaubt sein, dass es Hotels und Resorts gibt, wo es eben mal kein Kindergeschrei geben darf.

Re: Hotels ohne Kindergeschrei

ganz auf ihrer seite! habe selber kinder, bin aber auch unglaublich froh ab und an einen kinderlosen abend/wochenende zu verbringen. und da möchte ich dann auch nicht am nachbartisch eine gröhlende rasselbande sitzen haben, die jegliches gespräch verunmöglicht.

Re: Re: Hotels ohne Kindergeschrei

Kinder gröhlen nicht.

Das tun betrunkene Erwachsene, insbesondere, wenn sie aus dafür prädisponierenden Ländern kommen.

Sie wären wohl am besten im Babyhotel aufgehoben, vielleicht nimmt man Sie dort auch ohne Baby ?

Antworten Gast: Pharos
19.10.2012 12:00
4 0

Re: Hotels ohne Kindergeschrei

Ich hab selber zwei Kinder und ich finde es absolut gut, dass es Hotels speziell _für_ Kinder und solche speziell _ohne_ Kinder gibt.

Man stelle sich vor, überall wären Kinder in Urlaubslaune und gleichzeitig Leute, die das dezibelmäßig nicht aushalten und entsprechend reagieren. Tolle Erholung.

Gast: Oktober
18.10.2012 21:16
11 0

Unverständlich

Dachte immer, es gäbe so etwas wie Vertragsfreiheit (innerhalb der "guten Sitten").
Gilt das jetzt nicht mehr ?
Bitte um Hilfe.

31 0

Nicht verstanden

Herr Pink hat offensichtlich das dahinterliegende Motiv nicht verstanden.

Es geht doch nicht um Gleichheit, sondern um die Deutungshoheit, wer wen diskriminieren darf.

Der Wirt, der einen aggressiven Neo-Staatsbürger vor die Tür setzt, landet vor dem Kadi.

Der Wirt, der sein Lokal, obwohl bereits reserviert, auf Drängen gewisser gutmenschlicher Kreise dann doch nicht für die Parteiversammlung einer bestimmten Partei öffnet, ist ein engagierter Bürger "gegen rechts".

Wer einen Christen wegen seine Religion verspottet, ist fortschrittlicher Freidenker, wer einen Muslim verspottet, Freiwild.

Antworten Gast: alibababa
19.10.2012 21:34
0 2

Re: Nicht verstanden

Ein sich missverstanden fühlender Rechter.
Mein tiefempfundenes Mitleid ...;-)

wieso darf man sich hier nicht mehr pro-diskriminierung äußern?



hat die political correctness gar schon im presse-forum einzug gehalten, oder warum darf ich nicht schreiben, wie sehr es mir gefallen würde menschen aus unterschiedlichsten gründen zu diskriminieren? das ist links-linkse zensur!

10 1

Re.: "Man kann es mit der Gleichbehandlung auch übertreiben."


Das ist richtig. Schön langsam aber geht die Saat des Wahnsinns auf, die in den letzten Jahren gestreut wurde:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berliner-arbeitsgericht-gibt-muslimin-mit-kopftuch-recht-a-861973.html

"Eine Muslimin bewirbt sich als Azubi beim Zahnarzt. Der Doktor findet sie kompetent, nur ihr Kopftuch mag er nicht. Weil die Frau sich weigert es abzulegen, wird sie nicht eingestellt. Es kommt zum Rechtsstreit. Der Klägerin wird eine Entschädigung zugesprochen - ein wegweisendes Urteil. "

Antworten Gast: alibababa
19.10.2012 21:45
0 0

Angst essen Seele auf

Zu Ihrer Beruhigung: Es gibt in Deutschland auch folgendes:
http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/muslimische-lehrerin-kopftuch-im-unterricht-bleibt-verboten-a-603617.html
"In Baden-Württemberg hat eine Stuttgarter Lehrerin den Kopftuch-Prozess endgültig verloren. Sie scheiterte mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Auch christliche Kleidung ist nicht erlaubt - mit einer kleinen Ausnahme für Nonnen."
und
"Die Karlsruher Verfassungsrichter entschieden, dass muslimischen Lehrerinnen das Tragen der Kopfbedeckung im Unterricht untersagt werden kann. In Baden-Württemberg steht das Verbot seit 2004 im Schulgesetz. Ähnliche Gesetze gelten in sieben weiteren Bundesländern."
Sie brauchen also den "Untergang des Abendlandes" noch nicht ausrufen ;-)

Re: Re.: "Man kann es mit der Gleichbehandlung auch übertreiben."

Das muss ich auch mal probieren.

Werde mich mal mit schmutziger und zerrissener Kleidung bewerben und wenn sie mich auf Grund dessen nicht nehmen verklage ich sie.

Nett

Aha, man kann also offensichtlich vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden, weil man zum Beispiel ueber 45 ist, aber wenn man sich weigert, adaequate Kleidung zu tragen, kann man in Deutschland klagen. Interessanter Artikel. Danke!

Re: Re.: "Man kann es mit der Gleichbehandlung auch übertreiben."

In Großbritannien gab es Ende der siebziger einen ähnlichen Prozeß. Gegenstand des Rechtstreits war ein junger Punk mit rosa Stachelfrisur der für Rolls Royce arbeitete. Die Kunden und die Firmenleitung fanden "no future" Ideologie und rosa Haare gar nicht gut und wollten den Mann daher kündigen. Ihm wurde aber von Gericht sein Recht auf individuelle Haargestaltung zugesprochen.
Der Rechtstaat geht vor der zunehmenden Islamisierung in vielen Punkten in die Knie, das auch noch in vorauseilendem Gehorsam. Harmoniesucht, Feminisierung, Feigheit, Konfliktunfähigkeit mögen die Gründe sein, in diesem konkreten Fall gebe ich jedoch der jungen Frau recht.

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