22.05.2013 12:52 Merkliste 0

Grün-Provokation im Grün-Bezirk

DIETMAR NEUWIRTH (Die Presse)

Die Mariahilfer Straße soll verkehrsberuhigt und streckenweise überhaupt zur Fußgängerzone werden.

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Viel Vergnügen. Die Mariahilfer Straße soll vom Autoverkehr weitgehend befreit werden. Sagt die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Die Bewohner der Bezirke sechs und sieben (gut möglich auch angrenzender) werden es den Grünen danken. Die Pointe dabei: Gerade diese Bezirke sind ja alles andere als nicht grün-affin. Bisher zumindest gewesen. Aber Liebe, auch politische, soll manchmal auch schon erkaltet sein. Bewohner und Wirtschaftstreibende werden, hält der Zeitplan der Stadt, ab Sommer mit den Folgewirkungen „gesegnet“ werden. Irgendwohin wird sich der Zulieferungs- und Durchzugsverkehr wohl verlagern. Wird doch niemand ernsthaft annehmen, dass er ganz versiegt. Staus und Zorn der Anrainer sind so sicher, wie sie es auch vor der Einführung der Parkpickerlausweitung waren. Aus Erfahrung also nichts gelernt. Nichts? Nicht ganz: Anrainer dürfen diesmal entscheiden, ob Autos an bestimmten Stellen die Mariahilfer Straße queren dürfen. Lieb gemeint. Was will man mehr? Nun, dass vielleicht eine derart weitreichende Änderung an einem Straßenzug, den doch der eine oder andere Betrieb säumt (Kaufhäuser, Gastronomie, noch nie gehört?), zumindest mit der einschlägigen Interessenvertretung koordiniert wird. Man kann niemandem verbieten, sich lächerlich zu machen und Städte ohne Autos anzustreben. Nur muss man dafür eine Mehrheit finden. Viel Vergnügen.

 

E-Mails an: dietmar.neuwirth@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.10.2012)

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77 Kommentare
 
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Wirtschaftstöter Grünpartei

Die Grünen machen Wiens Wirtschaft kaputt. Man schaue sich einmal die "Geschäftsstrasse" Hernalser Hauptstrasse an. Parken darf dort nicht einmal ein Parkpickerbesitzer -dabei sind 80% der Geschäftslokale leer!! Leider wird das so weitergehen,da die Grünen die Nahversorgung ruiniert haben. Es wird jetzt weiter gefahren als früher,zum Einkaufen 10 - 20 km da die wenigsten Leute bereit sind einzukaufen und mit Parkgebühren bestraft zu werden.

Gast: Gast: Leser
21.10.2012 12:54
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Lächerlich

Lächerlich haben sich die Grünen im Allgemeinen und Vassilakou im Besonderen (unter der "wohlwollenden" Beobachtung von Häupls SPÖ) wohl ausreichend gemacht. Jetzt agieren sie ganz nach dem bekannten Motto: Ist der Ruf einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Hoffentlich beschwert sich Häupl dann nicht weiterhin, dass die Wiener zum Einkaufen in die Shopping City Süd fahren und dadurch millionenfach Kaufkraft nach NÖ abfließt.

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Re: Lächerlich

das einzig Lächerliche bis jetzt ist die Vertreibung der Prostituierten, da haben sie so weit nach links übers Ziel hinausgeschossen, dass sie bei den Erzkonservativen wieder angekommen sind, aber sonst ... feine Sache bis jetzt

genau ... weil es viel angenehmer wird auf einer Fuzo einzukaufen, deshalb werden die Leut in die SCS fahren. Ach Mensch, wie kann man nur so einfache Kausalketten zimmern?

Es ist ein Anfang

Man sollten langsam kapieren, dass das Auto schon vor einigen Jahrzehnten eigentlich ein Auslaufmodell war. Es wurde aber von der Politik zur Erhaltung der Autoindustrie am Leben erhalten. Seit den 90iger Jahren werden die Autos immer größer, obwohl der Platz dafür schon eher knapp ist. Beispiel SUV sind in der Stadt so häufig, wie unnötig.
Hätte man all das Hirnschmalz in vernünftige zukunfsweisende öffentliche Verkehrsmittel investiert, dann würden Städte heute schon anders aussehen.
Kaum jemand würde mit dem Auto von Wien nach Paris fahren. Man nimmt das Flugzeug, oder den Zug. Grade der Flugverkehr macht vor, wie eine Infrastruktur rund um ein Verkehrsmittel zu gestalten ist. Das würde auch im Nahverkehr funktionieren, wenn man will.
In China, wo das Fahrrad eines der wichtigsten Verkehrsmittel war wurde im Zuge des Aufschwungs auch primär auf das Auto gesetzt. Die Folgen sind eher eine Katastrophe.
Die Autoverbräuche sind innerhalb von mehr als 30 Jahre kaum gefallen - warum wohl? Seit der Bush mit seinem letzten Kriegszug den Ölpreis ordentlich in die Höhe getrieben hat + 100% geht die Entwicklung schnell - warum wohl?
Komischerweise ist ein Umdenken hin zu Alternativen wenig zu bemerken.
Der Artikel ist auch nichts anderes als ein verkrampftes Anklammern ans Auto.

Gast: bitteichweisswas
20.10.2012 22:31
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Der Zustellverkehr

wird sich bedanken. Je mehr Fußgängerzonen in einer Großstadt geschehen, desto mehr Lieferverkehr passiert in den frühen Vormittagsstunden. Danach sind die Chauffeure "arbeitslos". Sehr sinnvoll.

Dass die anderen Fußgängerzonen in Wien so richtig erfolgreich sind kann ich nicht feststellen. Die Favoritenstraße eher Ramsch, die Kärntner Straße Luxustempel für die Touristen. Ich geh dort sicher nicht einkaufen, genau so wenig wie viele andere, die in die immer neu entstehenden Einkaufszentren mit Parkplatz am Stadtrand ausweichen, gerade hat wieder eines eröffnet.

Der beste Witz ist, dass Radfahrer dort weiterhin fahren dürfen sollen, aber "langsam" ... Wer außer den Grüninnen glalubt denn so was?

Gast: Sprdrznampftl
20.10.2012 17:55
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Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten

Schon unglaublich, wie eine 10 Prozent-Zwergerlpartei, einer Millionenstadt ihren Stempel aufdrücken kann. Die beiden Wahlverlierer, SPÖ und Grüne haben sich ins Koalitionsbett gelegt und zwangsbeglücken nun die Wiener Bevölkerung mit immer krauseren Ideen.
Ich hoffe, dass dieser Spuk bald vorbei ist und endlich vernünftige Politiker ans Ruder kommen. Ich meine jene, die sich bei der letzten Wahl fast verdoppelt haben und dennoch nicht im Stadtparlament vertreten sind.
Echt diktokratisch was?

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Re: Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten

Ja stimmt, die 14% Wiener die die Grünen gewählt haben, und vor allem den 25% die ihnen in Mariahilf die Stimme gegeben haben, die sollte man ja wirklich nicht zu Wort kommen lassen. Eine Diktatur muss wieder her, dann kann diesen Auswüchsen der Demokratie Einhalt geboten werden.

Antworten Antworten Gast: Gast: Leser
21.10.2012 12:58
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Re: Re: Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten

Und die 14 % (korrekt: 12,9) bzw. 25% sind wohl eine Mehrheit, oder?

Antworten Gast: Ha Tsetung
21.10.2012 00:18
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Re: Wenn die Sonne der Kultur tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten

Nunja, in den betroffenen Bezirken sind die Grünen aber alles andere als eine Zwergerlpartei und deutlich stärker als "die die sich verdoppelt haben". In Neubau haben sie sogar mehr Stimmen als die Verhinderer von FP und VP zusammen.

Irgendwo muss man anfangen

Auf dem Weg zur gesunden Großstadt wird es eben immer auch ein paar vorübergehende Kollateralschäden geben, deshalb darf aber das Ziel nicht aus den Augen verloren werden.

Dass ein paar egoistische Opas, die das Ziel dieses Weges naturgemäß nicht mehr erleben werden, laut schimpfen werden, war vorauszusehen ;-)

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Re: Irgendwo muss man anfangen

Ich freu mich schon, wenn Du in das Alter der Omas und Opas kommst.

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Re: Re: Irgendwo muss man anfangen

naja, es ging wohl nicht ums Alter der Opas, sondern um die Einstellung *egoistischer* Opas, nicht aller. Aber mei, man muss ja nicht sinnerfassend lesen können, um die Krone / oder diverse Presse-Kommentare zu verstehen.

Re: Irgendwo muss man anfangen

Die egoistischen Opas - und auch die Omas - gehören ebenso weg, wie die Autos! Verschrottet, weg, weit weg ...
Alte, die sich nicht mehr flott aufs Radl schwingen wollen und mit voll gepackten Einkaufssackerln keine Hantelübungen mehr machen wollen, haben im grünen Wien wirklich nichts mehr zu suchen.
Wenn der allseits beleibte Wiener Bürgermeister die Griechin nicht los werden kann, so könnte er zumindest versuchen, die alten Wienerinnen und Wiener seinem Freund Pröll anzuhängen.
Das wird ein schönes Wien: nur lauter fesche junge RadfahrerInnen ...

Antworten Antworten Gast: Zenzine
20.10.2012 17:51
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Re: Re: Irgendwo muss man anfangen

Oje - und Sie werden nicht dabei sein können, um den Anblick zu genießen. Schade für Sie! ^^

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Die Mariahilfer Straße soll verkehrsberuhigt und streckenweise überhaupt zur Fußgängerzone werden.

die Wahrheit wie in der Kärnterstrasse für jeden der dort einmal zustellen musste bekannt sein dürfte, geht es rot-grün wieder um eine neue Einnahmequelle welche man durch Strafen von den Zulieferern einheben will !

Wer schon mal erlebt hat wie die dortigen Parksheriffe hinter Fassaden auf solche Opfer lauern, wird wissen was gemeint ist.


Gast: justerix
20.10.2012 12:56
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Mahü.....

Sehr guter Kommentar! Wenn die Mahü zur Fuzo wird, könnte man den Zuliefer - und Durchzugsverkehr doch durch die Lindengasse führen; diese läuft // zur Mahü und außerdem befindet sich dort das grüne "Headquarter", der
Ausgangspunkt der Unsinnigkeiten.

Gast: Guest 24/7
20.10.2012 12:27
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Wo bliebt die Nazikeule???

Liebe GrünInnen und Löwelstraßler, bitte vergeßt doch nicht die Nazikeule anzuwenden! Wo bleibt sie denn?

Antworten Gast: Der fesche Loler
20.10.2012 19:39
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Re: Wo bliebt die Nazikeule???

Aber sonst sind Sie gesund, hoffentlich?

Gast: alter Mann
20.10.2012 12:06
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ich erinnere mich!

Stimmt! Wie damals 1974 in der Kärntnerstraße! Das Chaos ist ausgebrochen! Heute noch leiden die Geschäftsleute und wissen nicht, wie sie die Ware ins Geschäft bekommen. Wieso lernt man nicht aus den Fehlern der Vergangenheit? Die verarmten Geschäftsleute und Wirte im 1. Bezirk sollen uns eine Mahnung sein.

und das "Gewerbe" haben´s damals auch vertrieben :o)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))


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Die Pleitegriechin als "Verkehrsstadträtin"...

Demnächst wird wohl bald der VCÖ über die Höchatgeschwindigkeit auf Hauptverkehrsstrassen bestimmen. Aber sollen alle, die die Grüninnen als Sprachrohr der "alleinerziehenden-lebisch-schwulen-gegen-die-Einbahn-RadfahrerInnen" bekommen für das sie gestimmt haben. Das eigene Auto werden sie so und so nicht verdrängen. So nicht und anders auch nicht, denn es stellt einen bestimmenden Teil selbsrbestimmter Mobilität dar im Gegenzug zu den "Öffis" und deren Publikum. Eine Fahrt im 6er oder der U6 gleicht einer Proletensafari...
DANKE für diesen mutigen Beitrag gegen den politisch-korrekten Mainstream!

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Re: Die Pleitegriechin als "Verkehrsstadträtin"...

alle sind dagegen, alle werden sich gegen dieses Projekt auflehnen, alle.

aber es ist mutig gegen dieses Projekt anzuschreiben.

bei so viel Logik ist dann auch klar, wie man gegen Fuzos sein kann.

aber Hauptsache die anderen sind die Proleten.

sehr schrullig das

Gast: Ing.Stefan Lagadyn
20.10.2012 10:38
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Wozu das Ganze?

Warum soll die Mariahilferstrasse jetzt "autobereinigt" werden? Ganz einfach damit die Garagen im Umkreis ein besseres Geschäft machen! So wie die P+R Garagen u.a. in Hütteldorf die richtig schön profitieren vom Pickerlwahn der Grünen. Ein Aufdecker, egal ob von FPÖ BZÖ oder ÖVP, sollte sich einmal diese Seilschaft vornehmen und feststellen ob die Grünen entsprechende Spenden bekommen oder z.B. lebenslanges Parken etc.?

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Re: Wozu das Ganze?

klassischer post-hoc-Trugschluss

Re: Wozu das Ganze?

Genau das!
PRESSE-Redaktion:
bitte einmal die Eigentümer der öffentlichen Parkgaragen eruieren (Firmenbuch!).
Und dann die Vernetzungen und Seilschaften mit allen Geldflüssen (Förderungen, Pachtverträge...)!

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Wer aus der Erfahrung nichts gelernt hat

das sind bestenfalls Sie, Herr Neuwirth. Aber wie Sie selbst richtig schreiben: "Man kann niemandem verbieten, sich lächerlich zu machen".

 
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