26.05.2013 11:16 Merkliste 0

Wenn Grüne brav werden

MARTIN STUHLPFARRER (Die Presse)

Wer Macht besitzt, will sie nicht verlieren – weshalb die Grünen angepasster werden.

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Für Eva Glawischnig 94 Prozent Zustimmung als Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl 2013 bei der Wiener Landesversammlung, 98 Prozent für den Zweiten, Albert Steinhauser. Und das bei einer Abstimmung der berüchtigten Basis der Wiener Grünen, die gern queruliert. Vor einigen Jahren wären Zustimmungswerte in dieser Dimension völlig undenkbar gewesen. Heute ist das anders. Heute sitzen Wiens Grüne in der Stadtregierung und sind dort sehr zufrieden (mit sich selbst).

Die Wiener Regierungsbeteiligung leitete eine Wandlung ein, die nun auch die Basis erfasst hat: Wer Macht hat, will sie behalten und nicht durch Querschüsse aufs Spiel setzen. Wenn die kritischste Frage an Eva Glawischnig ist, warum sie als Kärntnerin auf der Wiener Liste kandidiert, spricht das Bände. Die Grünen wollten immer anders sein als andere Parteien. Das ist vorbei.

 

martin.stuhlpfarrer@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.10.2012)

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2 Kommentare
Gast: Florian7
23.10.2012 10:24
0 0

das tägliche Grünen-Bashing

Vor einem Tag war hier noch zu lesen, dass die Grünen "Parteichefs" die Listenwahl "mehr fürchten als einst die Schulnoten".

Nun hat also auch der Pfarrer seinen Stuhl...

... wollte sagen Senf ... dazugegeben.
Gar nicht mal so schlecht

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