Für Eva Glawischnig 94 Prozent Zustimmung als Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl 2013 bei der Wiener Landesversammlung, 98 Prozent für den Zweiten, Albert Steinhauser. Und das bei einer Abstimmung der berüchtigten Basis der Wiener Grünen, die gern queruliert. Vor einigen Jahren wären Zustimmungswerte in dieser Dimension völlig undenkbar gewesen. Heute ist das anders. Heute sitzen Wiens Grüne in der Stadtregierung und sind dort sehr zufrieden (mit sich selbst).
Die Wiener Regierungsbeteiligung leitete eine Wandlung ein, die nun auch die Basis erfasst hat: Wer Macht hat, will sie behalten und nicht durch Querschüsse aufs Spiel setzen. Wenn die kritischste Frage an Eva Glawischnig ist, warum sie als Kärntnerin auf der Wiener Liste kandidiert, spricht das Bände. Die Grünen wollten immer anders sein als andere Parteien. Das ist vorbei.
martin.stuhlpfarrer@diepresse.com
("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.10.2012)















