26.05.2013 02:36 Merkliste 0

Gehypt, aber folgenlos

CHRISTIAN ULTSCH (Die Presse)

Romney verlor das TV-Duell, aber nicht die US-Wahl.

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Die Punkterichter gaben US-Präsident Barack Obama die besseren Haltungsnoten nach dem dritten TV-Duell gegen Mitt Romney. Und tatsächlich hinterließ der Amtsinhaber erneut einen weitaus wacheren Eindruck als beim ersten Aufeinandertreffen, das er in einem tiefschlafähnlichen Zustand verbracht hatte. Obama beherrschte die außenpolitisch geprägte Debatte in souveräner und schlagfertiger Manier; ihm glückten die besseren Sager, die dann sogleich per Twitter und YouTube auf Weltreise geschickt wurden.

Abseits stilistischer und tonaler Nuancen waren inhaltlich jedoch kaum Unterschiede zwischen den Präsidentschaftsbewerbern zu bemerken. Beide blieben pragmatisch und weitgehend visionslos. Romneys taktisches Hauptanliegen war es, sich nicht ins radikale Eck abdrängen zu lassen und den würdigen Präsidenten in spe zu geben. Das gelang ihm, wenngleich er es etwas übertrieb mit der Zurückhaltung.

Letztlich ist diese TV-Diskussion für den Wahlausgang irrelevant. Entschieden wird das Rennen nicht in der außenpolitischen, sondern in der wirtschaftlichen Arena. Und deshalb hat Romney immer noch gute Chancen.

 

christian.ultsch@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.10.2012)

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6 Kommentare

Der "Friedenspreisträger" hat seine Chance gehabt,

und nichts zusammengebracht-jetzt soll mal ein andrer ran.

nif

NIX IS FIX

Die Europaer kennen das nicht?

"Entschieden wird das Rennen nicht in der außenpolitischen, sondern in der wirtschaftlichen Arena."

Wenn es wirklich so sein sollte, warum gewinnen die Verursacher der Wirtschaftskrise wieder Wahlen in Europa?

Re: Die Europaer kennen das nicht?

das gilt nur für die USA!!!!

4 2

Eigentlich klar

Eigentlich ziemlich klar: In der europäischen und insbesondere österreichischen Medienwelt gilt Obama als LINKER und hat daher automatisch diese Medienwelt auf seiner Seite, da diese ja tendenziell links ausgerichtet ist. Bestes Beispiel: Der Nobelpreis für Obama, kaum dass er im Amt war. Wie das Nobelpreiskomitee politisch tickt, weiß ja auch ein jeder. Angeblich würde Obama in Europa 89:2 gegen Romney gewinnen, was klar ist, wenn in den eigenen(europäischen) Medien monatelang tendenziell berichtet wurde und immer noch wird, siehe ORF, wo sich Korrespondenten in ihrer Einseitigkeit für Obama geradezu überschlagen. Das Problem ist nur: Europa ist nicht die USA. Die Menschen in den USA ticken anders. Daher könnte es bei der Wahl in zwei Wochen ein böses Erwachen der europäischen linken Meinungsmacher geben.

Links ist dort, wo der Daumen rechts...!

Schon seltsam, was gewisse Leute unter "links" verstehen! Tragen sie zwei rechte Schuhe? Völlig daneben und wider jeglicher Realität...

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