20.06.2013 07:26 Merkliste 0

Sauber versagt

WOLFGANG WIEDERSTEIN (Die Presse)

Gescheiterter Radsportweltverband. Also lasst uns weiter tapfer klettern.

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Der internationale Radsport befindet sich in Aufruhr, die Causa Lance Armstrong lässt sich eben nicht so einfach mit der Aberkennung seiner Tour-Titel für beendet erklären. Zwei Tage nach dem endgültigen Fall des Superstars wurde nun in Paris der Parcours der 100.Auflage der Tour de France im Sommer 2013 präsentiert. Die Etappen, die da zu bewältigen sind, verbreiten schon beim Anblick der Distanzen und Höhenprofile Angst und Schrecken. Insgesamt drohen an 21Wettkampftagen 3360 Kilometer, daran hat man sich eh schon gewöhnt. Eine Jubiläumsauflage muss aber natürlich schon auch das eine oder andere Schmankerl bieten. Entschärfen kommt nicht infrage, ein Anstieg nach Alpe d'Huez reicht einfach nicht, da sollen sich die „Helden der Landstraße“ doch zweimal hinaufquälen. Und ohne Mont Ventoux geht bei der Tour sowieso nichts.

Der Tour-Chef nahm bei der Präsentation die Fahrer und die Teamchefs in die Pflicht, gegen Doping werde man auch weiterhin strikt vorgehen. Aber systematisches Doping wurde nicht nur im Rennstall von Lance Armstrong betrieben. John Fahey, Chef der weltweiten Anti-Doing-Agentur, ahnt Böses: „Es gab eine Zeit, da gehörte Doping für jeden Fahrer dazu.“ Der gesamte Radsportweltverband hat sauber versagt.


wolfgang.wiederstein@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.10.2012)

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4 Kommentare
Gast: brunodiegans
31.10.2012 22:25
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ahnungslos

der artikelschreiber ist super nackt. jeder hobbyfahrer kann einen berg hochfahren, doping hat null mit dem profil der etappen zu tun. mit doping ist man halt ein paar min schneller im ziel, und genau das entscheidet über den sieg und die ehre.

Gast: beobachter52
26.10.2012 18:40
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Vollkommen richtig,

Herr Dr. Stöckl!
Logische Konsequenz: Alle NADAs und WADAs sofort auflösen (welche Dopingsünder haben sie wirklich erwischt = zeitgerecht positiv getestet? Nicht einmal Armstrong ...), die Gelder in Aufklärung und wisssenschaftliche Betreuung va. von Nachwuchssportlern inverstieren und "Doping freigeben"!
An alle, die die Gefahr von Todesfällen im Sport sehen: Der Einzelne muss klug (und aufgeklärt) genug sein, um auf seine Gesundheit zu schauen - wer überwacht Raucher, Alkoholiker, Workoholics, etc., die sich auch sehr schaden?
Und noch etwas, auch an alle Journalisten: Mit der Menschenhatz auf einzelne aufhören! Nicht Armstrong, Hofmann etc. waren die "Verbrecher", das gesamte System war (und ist?) so! Wer will da einige Jahre später für "Gerechtigkeit" sorgen? Besser wäre, an die Zukunft zu denken, im Besonderen die Radrennen "menschlicher" machen (= ohne "künstliche Hilfsmittel" für einen Profisportler schaffbar - die Tour de France 2013 ist das Gegenteil ...)!

Re: Vollkommen richtig, so ist es !

Und die vielen Milliarden, die für die "Dopingjagd" aufgewendet werden, sind zum allergrößten Teil Steuergelder !!!

Im Ausdauersport ist ohne Doping heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen !

Der "Kampf" gegen Doping ist ohnehin ausichtslos und kann ruhig eingestellt werden.

Doping ist heute ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie, die daran doppelt verdient, nämlich erst an den Mitteln und dann an den sündteuren Nachweiskits!

Und die "Dopingverhinderungsbehörden" von WADA über alle NADAs arbeiten ja auch nicht um Gottes Lohn, sondern beziehen fürstliche Gehälter, sind also auch am Weiterbestand des "Dopingunwesens" brennend interessiert!

Also alles beinharte Geschäftsinteressen !!!!!

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