23.05.2013 04:19 Merkliste 0

Ausgeblendet bei Heerschau

KARL ETTINGER (Die Presse)

Am Nationalfeiertag war für Österreicher auch interessant, was nicht gesagt wurde.

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Verteidigungsminister Norbert Darabos und die Militärs haben einen Fehler gemacht. So mancher Besucher der Heeresschau auf dem Wiener Heldenplatz, der einen Black-Hawk-Hubschrauber inspiziert hat, wird sich angesichts der Leistungsdemonstration des heimischen Heeres womöglich denken, dass Österreich auch mit dem jetzigen System der Wehrpflicht sein Auskommen findet.

Allerdings wurden in Sachen Landesverteidigung, gerade weil der Heldenplatz diesmal zentrale Wahlkampfbühne der Politik für die Heeres-Volksbefragung im Jänner war, viele Schattenseiten ausgeklammert. Hinter den Mauern heimischer Kasernen schaut die Situation trister aus, weil das Bundesheer für die Politiker jahrelang ein (finanzielles) Stiefkind war. Auch Bundespräsident Fischer, der vor Rekruten einmal mehr ein Plädoyer für die Wehrpflicht hielt, bildete als Oberbefehlshaber da keine Ausnahme.

Darabos ist wenig glaubwürdig, wenn er am Nationalfeiertag gegen das Schlechtreden des Bundesheeres auftritt. Das ist jener Minister, der vor Kurzem noch selbst den Präsenzdienst als „megasinnlos“ abqualifiziert hat. Kein Wunder, dass ihm nicht nur Offiziere, sondern zunehmend auch SPÖ-Politiker, wie nun Ex-Innenminister Schlögl, beim Schwenk zu einem Berufsheer die Gefolgschaft verweigern. Und die Österreicher merken auch: Feiertägliches Schönreden und Ausblenden eigener Versäumnisse sind nicht sonderlich professionell.

 

karl.ettinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.10.2012)

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2 Kommentare
Gast: luchs
27.10.2012 12:28
1 0

ein wenig mehr nachdenken,

Herr Ettinger, wäre doch hilfreich gewesen. Bei diesem Heer gibt es rd.200 Generäle und keinem
davon ist aufgefallen ,dass dort seit Jahrzehnten der absolute Leerlauf herrscht,allen voran dem obersten Meinungsäusserer, der in seiner Einfalt gar nicht merkt, wie die ÖVP mit ihm umspränge, wäre er politisch nicht gerade bequem.Hat schon jemand nachgerechnet, was dieses sinnlose Herumhängen und die zu leistenden Hilfsarbeiterdienste die jungen Männer kostet ?
Leider ist eben das , was Sie da vorbringen, ebenso wie die Meinung des Wichtigtuers aus Purkersdorf, absoluter Schmarrn.

Gast: barra
27.10.2012 06:11
2 0

alle sind unglaubwürdig, der präsident, die regierung

und die diversen pressure groups,
die den nationalfeiertag feiern
während sie als handlanger für äußerst fragwürdige und eigentlich inakzeptable machtinteressen der EU
an der zerschlagung der nation und auflösung der nationalen souveränität und identität arbeiten.
sie sind damit nicht nur unglaubwürdig sondern sowas von zum speibm.

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