24.05.2013 13:09 Merkliste 0

Werner F. und die Steuern

FRANZ SCHELLHORN (Die Presse)

Ein Jahr vor der Nationalratswahl nimmt die „Reichensteuer“ konkrete Formen an.

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Bundeskanzler Werner Faymann hat also endlich eine Möglichkeit gefunden, wie die „Reichensteuer“ ohne großes Murren eingeführt werden könnte. Und das geht so: Die Grundbuchgebühr wird künftig nicht mehr von dem (niedrigen) Einheitswert eingehoben, sondern vom (deutlich höheren) Marktpreis. Ausgenommen sind alle, die wahltechnisch relevant sind: Familien, Bauern und Unternehmer. Sie zahlen wie bisher die niedrigere Grundbuchgebühr.

Mit anderen Worten: Wer Immobilien käuflich erwirbt, brennt künftig wie ein Luster. Dasselbe gilt natürlich für jene Bürger, die sich in entgeltlich angeschafften Häusern einzumieten gedenken. Sie werden die erhöhten Grundbuchgebühren in Form steigender Mieten bezahlen. Um widerwärtige kapitalistische Umtriebe wie diese im Keim zu ersticken, wird die SPÖ wohl schon fieberhaft an einer verschärften Mietpreisregulierung arbeiten. Und sollte dann der Wohnungsmarkt etwas trocken werden, darf wieder der Staat ran, um das arme Volk mit genossenschaftlichen Neubauten vom beklagenswerten „Marktversagen“ zu erlösen.

Wieso Herr Faymann wieder einmal nach neuen Steuern ruft? Ganz einfach: Weil er nichts anderes kann. Das ist irgendwie schade. Andernfalls könnte nämlich in aller Ruhe darüber diskutiert werden, warum der Bundeshaushalt seit 1954 ununterbrochen im Minus ist. Und warum die Bundesregierung ihre Bürger Jahr für Jahr mit neuen Steuerideen belästigt. Obwohl die Einnahmen von einem Rekord zum nächsten eilen.

 

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.10.2012)

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36 Kommentare
 
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Gast: ifrogamoi
01.11.2012 11:10
0 2

Was soll das kindische Politikerbashing - sind doch nur die gekauften Marionetten der REICHEN !

Die Vermögenskonzentration ist in diesem Land schon demokratiegefährdend, weil sich die REICHEN, sowohl Politiker, als auch MEDIEN und Urteile, etc, kaufen können!

Antworten Gast: goximo
01.11.2012 13:12
0 0

Re: Was soll das kindische Politikerbashing - sind doch nur die gekauften Marionetten der REICHEN !

Genau! Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen!

Gast: Verstand
01.11.2012 11:05
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Unteressant! Kommentare, die für funktionale Analphabeten ausdrücklich als nicht geeignet gekennzeichnet sind, werden hier nicht veröffentlicht! Interessant!

Vermutlich werden sie dann, plagiiert und als EIgenprodukt der PRESSE abgedruckt!!

Gast: Ätzer
01.11.2012 10:04
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Die Armut in Österreich gereicht den REICHEN zur Schande, doch fürchten sie nichts mehr, als sich nicht mehr am Elend der Armen weiden zu können!

!

Gast: Logik
01.11.2012 08:45
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Wenn Sippenvergünstigung, dann auch Sippenhaftung!


Gast: SWW
31.10.2012 23:20
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wieder mal ein brillianter leitartikel von schellhorn


Antworten Gast: Hihihi
01.11.2012 13:14
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Re: wieder mal ein brillianter leitartikel von schellhorn

Der Witz ist gut!

Gast: b745
31.10.2012 14:17
0 16

Franz S. und das neoliberale gesudere

ein unverbesserlicher ideologe der nichts dzulernt und vom vierten reich träumt und schuld ist die spö

Re: Franz S. und das neoliberale gesudere


Der größte Suderant sind wohl Sie !!
Noch NIE kam von Ihnen etwas Konstruktives oder ein vernünftiges Argument.
Immer nur Beschimpfungen auf persönlicher Ebene !
Einfach nur armselig !

Antworten Antworten Gast: b745
01.11.2012 11:46
0 0

Re: Re: Franz S. und das neoliberale gesudere

ich hab von schellhorn auch noch nie ein argument gelesen sondern nur unbewiesene behauptungen

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... leider nicht nur ein SPÖ Problem ...

... stimmt alles was da steht, aber was machen Spindelegger, Fekter, Mitterlehner? - Ich befürchte daß die drei mit dieser "Reichengebühr" kein großes Problem haben.

Wenn man AK, WK, ... pragmatisiert, seine roten und schwarzen Beamten schützen muß, JEDEM davon durchschnittlich 400.000.- EURO aus Steuergeldern zur Pension zuschießen muß (von Pensionsantritt bis Pensionsende), und in diesem Bereich offensichtlich nicht sparen will - dann gibt es keine andere Möglichkeit als alle anderen zu schröpfen.

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Re: ... leider nicht nur ein SPÖ Problem ...

Ein sehr großes Übel und der Urgrund aller Versteinerungen und Verhinderungen ist die weitgehende Pragmatisierung in der 2. Reihe staatstragender Organisationen. So bedarf es wahrscheinlich zirka mehr als 15 Jahre ununterbrochenen "Anderwählen" um die von den jeweiligen Parteien z.B. Arbeiterkammer , Hauptverband der Soz.Vers. usw. installierten Parteikader abzuwählen.
Das heißt, dass in allen diesen "Organisationen" ungeniert herumgefuhrwerkt werden kann, ohne dass befürchtet werden muss, dass jemand nachfolgend hinter die Kulissen blicken kann!

Gast: Apollo 13
31.10.2012 12:22
16 0

Wieso Herr Faymann wieder einmal nach neuen Steuern ruft???

Ganz einfach: Weil dieser Oberfachmann für Gerechtigkeit ja die Pensionsprivilegien der ÖBB Mitarbeiter und die Urlaubspriviligien der Wiener Magistratsbeamten finanzieren muss. Verlogenes Pack.

Gast: 0815-kommentar
31.10.2012 10:22
2 8

leider wieder eine chance vertan

wenn herr schellhorn eine ernsthafte diskussion anstoßen wollte, hat er das mit billiger polemik vermasselt. nun reden wir wieder über rote verschwender und glauben, dass dort die wurzel des übels liegt.

tatsache ist aber, dass die schwarzen seit mehr als 25 jahren in der regierung sitzen und seit mehr als 10 jahren den bmf stellen. und fest steht zudem, dass trotz gutem wirtschaftswachstum und zahlreichen einmalerlösen es schwarz/blau geschafft hat, den schuldenstand deutlich zu erhöhen.


6 0

Re: leider wieder eine chance vertan

Und sie ermöglichen eine ernsthafte Diskussion, indem sie die Schuld in Richtung Schwarz und Blau schieben?
Es ist nun einmal leider so, dass es, jedenfalls in den letzten 30+ Jahren, immer in die gleiche Richtung gegangen ist, egal welche Farbe gerade aktuell war. Unser System befördert offensichtlich einfach die Geldverschwenung.

20 0

Konrad Adenauer:

"Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen."

Gast: hud
31.10.2012 09:39
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"Reichensteuer"???

Ich verstehe die Aufregung von Herrn Schellhorn nicht ganz. Durch die geplante "Reform" ändert sich eigentlich wenig bis gar nichts gegenüber dem status quo. Engeltliche Liegenschaftserwerbe unterliegen - wie bisher - der Eintragungsgebühr vom Kaufpreis. Erwerbe innerhalb des Familienverbands und bei Betrieben (inkl Landwirten) sind begünstigt (egal, ob der Erwerb entgeltlich oder unentgeltlich erfolgt).

Dh., wer Immobilien außerhalb des Familienverbands erworben hat, hat auch bisher die Eintragungsgebühr vom Kaufpreis bezahlt und die Kosten sind auch bereits bisher an Mieter weitergegeben worden.

Eine andere Frage ist, ob die Begünstigungen nicht wieder wegen Ungleichbehandlung verfassungswidrig sind (Alternative wäre dann wohl die Einhebung der Grundbuchsgebühr in jedem Fall vom Verkehrswert) oder ob mangels Leistung des Staates nicht generell nur eine fixe Gebühr eingehoben werden sollte. Das sind aber andere Themen, die nichts mit der im Artikel genannten Reichensteuer zu tun haben.

Re: "Reichensteuer"???

Und wenn dann Mietshäuser den Besitzer wechseln, wer wird dann wohl die tolle Reichensteuer bezahlen? Der neue Besitzer oder vielleicht doch die Mieter?

Antworten Antworten Gast: hud
03.11.2012 20:45
0 0

Re: Re: "Reichensteuer"???

Wie in meinem Kommentar erwähnt. Dass im Fall der Übertragung von Mietshäusern die Eintragungsgebühr (vom Kaufpreis) zu bezahlen ist und damit an Mieter weiterverrechnet wird, ist bereits geltende Rechtslage und keine Folge einer - von wem auch immer - neu einzuführenden Steuer!

Verlorener Wohnungsmarkt

Das Mietrecht und der Wohnungsmarkt ist in Österreich schon lange verloren und nicht mehr zu retten. Komplett intransparente, ineffiziente Überreglementierung, die allen Seiten nur Nachteile bringt.

Was viele nicht erkennen, ist, dass eingefrorene Mieten ja auch irgendwie bzw an irgendjemanden weitergegeben werden müssen: da gibts dann eben hohe Betriebskosten, befristete Verträge mit teuren Verlängerungsoptionen und wasweißich. Die Leute sind schließlich "ned deppad".

Ehrliche Marktmietzinse wäre für alle das beste.

Diejenigen, die es sich nicht leisten können, bekommen GELDsubventionen. Kein durch und durch korruptes "Wiener Wohnen" mit Freunderlwirtschaft und ineffizienten Auftragsvergaben. Jeder kriegt eine private Wohnung, entweder kann er sichs leisten oder der Staat hilft bei Härtefällen. Einfach zu administrieren und ohne Gefahr der Misswirtschaft.

Heute ist das irgendwie wie beim Fliegen: alle sitzen im selben Loch, aber die Leute, die bei "checkfaymann" gesucht haben, bekommen das Ticket billiger.

Re: Verlorener Wohnungsmarkt

aber das modell wiender wohnen ist doch sinn und zweck der gesamten misere: je mehr auf wiener wohnen und co angewiesen sind, desto stabiler sitzen die roten im sattel: traum sind doch zustände wie in den 60ern: wohnung gegen parteibuch (und ein bissl was bares fürn bezirk)...

familie schellhorn macht sich lächerlich.

gestern in der zib: hotelier hellhorn stammelt gegen steuern für die reichen.
heute in der presse: schreiber schellhorn polemisiert faktenfrei ("brennen wie ein luster")...

was kommt als nächstes?
habt ihr auch noch eine schwester, die ihr in die reichenschlacht schicken könnt?

Antworten Gast: Till aus dem Haus der Freude
31.10.2012 10:27
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Re: familie schellhorn macht sich lächerlich.

Ich suche und suche und finde nichts- nämlich Fakten in ihrem Posting.

...na ja, die Laura wird trotzdem den Kantinen-Bon für fünf Postings (ein Paar Würschtel mit Geb. und ein gr. Bier) 'rausrücken.

Mit Verlaub Herr Dr. Schellhorn,

so richtigt "von einem Rekord zum nächsten eilen" die Staatseinahmen aber auch wieder nicht:

http://www.statistik.at/web_de/statistiken/oeffentliche_finanzen_und_steuern/oeffentliche_finanzen/einnahmen_und_ausgaben_des_staates/019894.html

Sogar unter Schüssel waren die in einigen Jahren höher als heute.

Antworten Gast: Statistiker
31.10.2012 11:47
1 0

Re: Mit Verlaub Herr Dr. Schellhorn,

Die Rede war vermutlich von absoluten Zahlen. Nicht von relativen (gemessen am BIP).
http://www.oenb.at/isaweb/report.do?report=7.20


Re: Re: Mit Verlaub Herr Dr. Schellhorn,

Absolute Euros von heute mit denen von 1954 in Relation zu stellen ist aber nicht eben top-seriös.

 
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