Am Ende wird es wohl wieder keinen Schuldigen geben. Die Handwerker werden sagen, dass sie nur getan haben, was ihnen aufgetragen wurde. Die Stadt Wien sieht die Verantwortung bei der Stadthalle. Die Stadthalle selbst argumentiert damit, dass man ja ohnehin einen Baustopp verhängt habe, als das Ausmaß der Schäden sichtbar wurde. Und eine Sondersitzung zu dem Fall im Wiener Gemeinderat wird wohl außer einem Abtausch von politisch motivierten Anschuldigungen und ebensolchen Rechtfertigungen auch keine neuen Fakten liefern, die zur Erhellung der Sache beitragen können.
Dass das Kontrollamt von einem „nicht strukturierten“ Vorgehen des Projektteams spricht, von „nicht nachvollziehbaren“ Entscheidungen, bei denen Firmen beauftragt wurden, die keine einschlägige Expertise haben – Schall und Rauch. Am Ende wird das stehen, was man von zahllosen Bauskandalen schon kennt: keine Verantwortlichen, keine Aufklärung und Kosten, die der Steuerzahler trägt.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2012)















