Warum die Herren so häufig stolpern

Der Fall (von) Petraeus: Der General ist vor allem seiner Macht erlegen.

Es ist verblüffend, wie Männer in den besten Jahren in regelmäßigen Abständen über ihre Affären stolpern. Auch das aktuelle G'schichtl handelt nicht so sehr von den angeblich so unkontrollierbaren männlichen Hormonen oder ewigen Verlockungen des weiblichen Geschlechts (oft unschön als „Sexfalle“ bezeichnet); Herr Petraeus scheint vielmehr den Verlockungen der eigenen Machtposition erlegen zu sein: Er ist der außer Kontrolle geratene Kontrolleur.

Wir wollen nicht mit dem Finger auf ihn und andere arrivierte Herrschaften zeigen, das wäre albern. Vielleicht wäre aber hin und wieder ein wenig Selbstreflexion nicht schlecht. Und wenn es nur wegen der eigenen Karriereplanung ist.


jutta.sommerbauer@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.11.2012)

Kommentar zu Artikel:

Warum die Herren so häufig stolpern

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen