Was kostet die Wiener Welt?

DIETMAR NEUWIRTH (Die Presse)

Das Wilhelminenspital soll rundum erneut werden.

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Zuerst die gute Nachricht: Das Wilhelminenspital wird, einem ambitionierten, schlüssigen Programm Stadträtin Sonja Wehselys folgend, rundum erneut. War auch höchste Zeit. Aber gerade selbstverständlich Scheinendes muss in der Politik nicht selbstverständlich sein. Wehsely könnte eine der für Wiens älter werdende Bevölkerung besonders wichtigen Reformen initiiert haben.

Jetzt die weniger gute Nachricht: Die Pläne für das Wilhelminenspital neu wurden zwar am Dienstag wortreich präsentiert, doch bei einem „Detail“ war die Stadträtin wortkarg. Das „Detail“: die Höhe der Kosten. Keine Ahnung, weshalb bei einer Pressekonferenz – noch dazu in Anwesenheit Bürgermeister Michael Häupls – derartige Fragen überhaupt gestellt werden (dürfen). Sie habe nicht vor, sich selbst ins Knie zu schießen, meinte die Stadträtin. Recht hat sie. Impertinent, weiß doch ohnehin jeder, dass der Betrag, den sie nennen würde, nie und nimmer halten wird. Noch nichts von Baukostenüberschreitung gehört? Frau Stadträtin wird schon wissen, wie viel Steuergeld sie wofür verwendet. Und sie will uns nicht unnötig in Aufregung versetzen. Danke.

 

dietmar.neuwirth@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.11.2012)

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3 Kommentare
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was kostet die Wiener Welt-

Wurscht, die BürgerInnen werden es schon brennen, und eine kleine Stadträtin hat hier gar nix zu vermelden, vor Allem auch wegen der engen Beziehung zwischen Rathaus und WiSpi.

verschwendung

verschwendung gbt es viel....also der Neubau ist sicher keine verschwendung...

Re: verschwendung

Woher wollen Sie schon im Vorfeld wissen, dass bei dem Neubau nichts verschwendet wird? Die Tatsache dass ein Neubau gebraucht wird sagt noch nichts darüber aus wieviel im Zuge der Planung und Ausführung verschwendet wird. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

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