Fliegende Ungeheuer

KARL ETTINGER (Die Presse)

Darabos hat neben der Heeresvolksbefragung wieder die Eurofighter am Hals. Er wäre gern einer der ersten, der eine Rückabwicklung des Kaufs anginge.

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Für Alfred Gusenbauer hatte einst Norbert Darabos mit dem Posten des Verteidigungsministers das „Glücklos“ gezogen. Das war im Jänner 2007. Inzwischen ist Gusenbauer längst Jungkanzler a. D.. Das Glück von Darabos besteht in erster Linie darin, dass er formal noch Heeresminister ist, auch wenn ihm – siehe Berufsheer – Kommandos vom Wiener Bürgermeister Häupl gegeben werden und er froh sein muss, wenn ihn Generalstabschef Entacher nicht vor der ganzen Truppe auch noch die Latrinen putzen lässt.

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Zur Strafe muss sich der Minister ohnehin ständig mit den Eurofightern herumschlagen, die die SPÖ loswerden wollte, wofür aber Darabos keine Handhabe fand. Er wäre gern einer der ersten, der eine Rückabwicklung des Kaufs anginge. Nur braucht er Belege, dass damals Korruption im Spiel war. Bis dahin bleibt es dabei: Die Flugzeuge tauchen häufiger als das Ungeheuer von Loch Ness im Zusammenhang mit Schmiergeldvorwürfen auf – und auch öfter als sie tatsächlich in der Luft sind.

 

karl.ettinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.11.2012)

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