Die Besetzung sollte enden

ERICH KOCINA (Die Presse)

Die Asylwerber haben einen Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht.

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Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat ihre Lektion in politischer Kommunikation gelernt. Nach dem unglücklichen Auftritt der Wiener Polizei bei der Räumung des Camps vor der Votivkirche hat sie eine zentrale Forderung der Asylwerber nun doch erfüllt: Sie hat persönlich mit ihnen gesprochen. Natürlich, der Ausgang des Gesprächs wird den Aktivisten nicht unbedingt gefallen haben, denn ihre Linie hat sie – Überraschung – nicht geändert. Doch als Zeichen sollte man diesen Schritt dennoch nicht unterschätzen.

Dass viele Forderungen, die die Asylwerber stellen, so nicht erfüllbar sind, war von vornherein klar. Das hat die Caritas von Anfang an gewusst und auch so kommuniziert. Wichtig war vor allem, dass es den Menschen ermöglicht wurde, auf ihr Anliegen hinzuweisen – und dass man ihre Sorgen ernst nimmt. Das soll auch weiterhin so sein.

Politisch, so viel ist klar, wird sich aber vorerst nicht viel mehr bewegen (lassen). Und im Interesse der Asylwerber, die unter Umständen nicht nur wichtige Termine ihrer Asylverfahren verpassen und damit eine Einstellung riskieren, sondern sich durch den Hungerstreik auch in gesundheitliche Gefahr bringen, sollten die Aktivisten überlegen, ob es nicht ein guter Zeitpunkt wäre, die Aktion zu beenden.

erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.01.2013)

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42 Kommentare
 
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Echte...

Flüchtlinge die als solche anerkannt wurden können nach wie vor einer Arbeit nachgehen. Scheinasylanten und Kriminelle allerdings sind konsequent abzuschieben damit hier wieder Platz und Ressourcen für echte Flüchtlinge frei werden.
Bleibt noch die Frage, wo denn eigentlich die wirklich Verletzlichsten in Kriegen, wie Frauen und Kinder, bleiben unter den Asylbewerbern in A.

Wo noch ?

dieses Verhalten von Asylanten ist nur im linksverseuchten Österreich möglich.

Die Asylwerber haben einen Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht.

dieser punkt war in kairo am tahrir-platz auch schon vor wochen erreicht.

dennoch sind die leute noch immer dort und werden weder von der polizei vertrieben noch von kocina weggeschrieben.

könnte es sein, dass ägypten zur zeit eines mursi mehr respekt vor grundlagen der menschenrechte hat als ö?

Re: Die Asylwerber haben einen Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weitergeht.

Dort sind Ägypter in Ägypten zugange...

Wie lange, glauben Sie, dauerte in Kairo die Besetzung einer Moschee durch Christen?

es wird kommen, wie es kommen muss:

kirchlicherseits wird eine aufforderung an die "gäste" in der votivkirche ergehen, das gebäude zu verlassen , weil wegen der dort herrschenden kälte und unzureichenden sanitären einrichtungen die verantwortung für die gesundheit der frierenden und nahrungsaufnahme verweigernden demonstranten nicht länger (mit)übernommen werden kann - widrigenfalls werde die zuständige behörde um räumung der kirche und verbringung der hungernden und frierenden in deren wohlverstandenem interesse in die vom staat bereitgestellten unterkünfte ersucht werden .............

Auch für Asylwerber gelten Regeln.

Als Asylwerber kann man Vorschläge machen, Beschwerden oder Anträge einbringen. Und das in der in diesem Land üblichen zivilisierten Form.
Streik- oder Demonstrationsrecht haben nur Inländer (oder sollten nur die haben) und das in ebensolcher Form.
Wer das missachtet, auf den sollte kein Asylverfahren, sondern ein sofortiges Repatriierungsverfahren Anwendung finden.
Oder kann sich der Inländer beliebigen Rechtsbruch erlauben?
Übrigens:
"Flüchtling" ist man erst, wenn man als solcher nach abgeschlossenem Verfahren anerkannt ist. Vorher ist man (meist illegaler) Einwanderer oder krimineller Mittäter von Schleppern.
Und noch was, liebe "Presse":
Wenn das Eure einzige, hilflose Reaktion auf die freie Meinung rechtsstaatlich denkender Leser ist, dass die Kommentierung zu diesem Thema (oder z. B. auch jene zum Fall des U6-Vergewaltigers) einfach tagelang gesperrt bleibt, dann tut Ihr mir leid. Und Eure Leser könnt Ihr Euch bald woanders suchen.

Re: Auch für Asylwerber gelten Regeln.

die "Presse" glaubt leider, daß die links-inspierierte Claque die Meinung der großen Mehrheit der Zeitungsleser widerspiegelt, und hofft, auf diese Art Leser dazugewinnen zu können.

Daß eine entschlossene kleine Minderheit in Wahrheit die Möglichkeiten des anonymen Internets ausnützt, um für ihre linke Ideen Werbung zu machen oder gar Kampagnen zu zünden (Abwahl von LH Pröll udgl.), wird von der Redaktion unterschätzt!

Re: Re: Auch für Asylwerber gelten Regeln.

Dumm gestorben ist auch gestorben. Die Polit-Clacoure werden bestimmt ein Töpfchen finden wo sie Ihre Politschreiberlingen versorgen.

Kennedy: " Frage nicht, was dein Land für dich tun kann..."

Na also: da drängen die Richtigen in unser Land. Kaum haben sie österr. Boden betreten, stellen sie schon an Staat und Gesellschaft Forderungen.

Den Roten und Grünen kann ich nur empfehlen: Macht doch für alle Wirtschaftsflüchtlinge unsere Landesgrenze weit auf. Um mit Darabos zu reden: Durch ihre Versorgung wird unser Bruttosozialprodukt weiter wachsen. Fru Biffl wird das mit Gutachten bestätigen!

@ Le Monde

kann ich gerne, wie folgt:

wer die bilder dieser von hollub so genannten "sicherung" gesehen hat, weiß jetzt, wie in österreich auf den schwachen herumgetrampelt wird. seine euphemistische wortwahl ist provokant (es war zerstörung, nicht "sicherung"!) und erinnert an "schutzhaft" und "endlösung".

daß zwettler, der sein wahres gesicht leider ungestraft schon in der tierschützercausa zeigen durfte, die aktion geleitet hat, verwundert nicht.

passend dazu die grinsende polizeimannschaft und die rassistischen und fremdenfeindlichen kommentare der anonymen keller(-das-wollen-Sie-jetzt-nicht-hören) in diesem land.

der schmutzige österreicher versucht wieder, sich zu erheben.
wehret den anfängen!!?
wir sind schon mittendrin ...

Re: @ Le Monde

Geh, schleich Dich mit Deiner "Endlösung", Du linkes Hascherl. In diesem Zusammenhang ist der Gebrauch dieses Wortes eine Verhöhnung aller, die Opfer der Endlösung waren und von deren Angehörigen.

Re: @ Le Monde

Ihre sprache entlarvt Sie als enttäuschten mitagitator an diesem als hornberger -schießen geendeten anarchopolitspektakel unter kirchlicher patronanz ----------

Der Wind wird nach Ereignissen wie der Kirchenbesetzung rauher werden....

......schon Ende 2013 werden wir eine ganz andere Regierung haben- eine, die nicht zaudert und die die GESAMTINTERESSEN der österreichischen Gesellschaft im Auge behält. Dass so viele Bürger 2013 die bisherig Regierenden abstrafen werden, liegt auch an der vollkommen überproportional dargestellten Medienpräsenz einiger NGO- Splittergruppen, die sich dank Unterstützung des ORF gebärden, als stünde die Mehrheit der Bevölkerung hinter ihnen.

Re: Der Wind wird nach Ereignissen wie der Kirchenbesetzung rauher werden....

Ihr Wort in Gottes Ohr!

Re: Der Wind wird nach Ereignissen wie der Kirchenbesetzung rauher werden....

Bravo zu Ihren sehr treffenden Beiträgen !

Asylanten oder Wirtschaftsflüchtlinge ?????

Wenn diesen sogenannten Asylwerbern was nicht paßt, sollen sie dorthin zurückgehen woher sie kommen ! Wir Österreicher lassen uns von so einem Gesindel nicht erpressen ! Außerdem, wenn das arme Asylanten sind, bin ich die Kaiserin von China !

DENKT JEMAND AUCH AN DIE STEUERZAHLER ?????

Wie kommen die eigentlich dazu, andauernd für Menschen, die nur fordern, jedoch nichts geben, finanziell aufkommen zu müssen ? Eine harte, aber durchaus berechtigte Grundfrage !

Re: DENKT JEMAND AUCH AN DIE STEUERZAHLER ?????

Das ist so, weil wir ja angeblich sooo reiiiich sind.
Dieses Märchen wird ja mit Absicht verbreitet. Denn wer reiiiich ist, der ist ja erstens bööööhhhse und damit er trotzdem weiterleben darf, muss er ganz artig dafür danken, dass ihm möglichst viel weggenommen wird.
Und wenn es ihm zu blöd zu werden scheint, dann kann man ihm auch einreden, dass er ja sooo viele Vorteile von Zuwanderern aller Art hat und dass die alle nur drauf aus sind, für uns, die Faulen, zu schuften. Und buuunter wird dadurch unser Leben auch noch!!
Wie vielen es bereits zu bunt geworden ist, werden die nächsten Wahlen zeigen.

Re: Re: DENKT JEMAND AUCH AN DIE STEUERZAHLER ?????

ja, sie haben den Sozialismus sehr gut beschrieben, ich hätte nie gedacht, das ich jemals die Sternsinger (Spende für Caritas) wegweise.

Re: DENKT JEMAND AUCH AN DIE STEUERZAHLER ?????

es werden ganz andere summen an steuergeldern für andere zwecke verschwendet. es ist unsere gottverdammte pflicht, asylwerbern menschenwürdige, bestmögliche verfahren zu ermöglichen. alles andere: bananenrepublik.

Re: Re: DENKT JEMAND AUCH AN DIE STEUERZAHLER ?????

Selbstverständlich ist es nicht unsere "gottverdammte" Pflicht. Die Asylwerber haben in Österreich alles hundertfach, woran es ihnen in ihrem Herkunftsland, meist einer Bananenrepublik, mangelt.
Die Besetzung sollte noch heute aufgelöst werden, wenn nötig auch gewaltsam.
Es trifft keine Guten...

NEIN- es ist nicht unsere Pflicht, über dem international üblichen Standard hinaus Asylwerbern etwas anzubieten !

Sorry- aber dieses Totschlagargument zieht nicht- wenn Du Dich verpflichtet fühlst, dann tu mehr und zahl das aus deiner privaten Kassa. Aber lass die anderen Steuerzahler in Ruhe und zwangverpflichte sie nicht !

Re: DENKT JEMAND AUCH AN DIE STEUERZAHLER ?????

Nicht zu vergessen, daß die Kirche wieder die Beitragszahlungen erhöhen wird ! Es wäre vielleicht wirklich zu überlegen, aus diesem Verein auszutreten !

Re: Re: DENKT JEMAND AUCH AN DIE STEUERZAHLER ?????

Habe ich schon gemacht und mit mir Tausende andere auch

Danke für diesen Artikel, Herr Kocina !

Nachdem die überwältigende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung kein Eingehen auf diese teils abstrusen Forderungen der Besetzer wünscht, kann sich auch eine vor der Wahl stehende Innenministerin natürlich kein Schwachwerden leisten. Es wäre daher höchst an der Zeit, diese von Anfang an krampfhaft aus dem Boden gestampfte Aktion zu beenden. Jeder Tag, den diese Besetzung noch länger dauert,entfremdet die österreichische Bevölkerung von den Migranten. Niemandem- nicht den Besetzern und nicht den Österreichern- wird mit diesem Verhalten gedient.

Re: Danke für diesen Artikel, Herr Kocina !

Ich bitte zwischen Asylwerbern und Migranten zu unterscheiden.
Diese beiden Gruppen kommen unter vollkommen verschiedenen Voraussetzungen nach Österreich und müssen komplett unterschiedlich behandelt werden.

 
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