19.06.2013 18:40 Merkliste 0

Faymann bleibt Hollande-Fan

NIKOLAUS JILCH (Die Presse)

Frankreich sollte im Wahljahr als abschreckendes Beispiel dienen. Wird es aber nicht.

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Sozialismus funktioniert nicht. Wer diese drei Wörter als Polemik abqualifiziert, sollte sie nochmal laut aufsagen: Sozialismus. Funktioniert. Nicht. Nicht in der Maxivariante, weil die Wirtschaft ohne die Signale eines funktionierenden Preissystems in Windeseile zusammenbricht. Die UdSSR konnte nur so lange überleben, weil der Weltmarkt ihr die Rohstoffpreise vorgegeben hat. Und auch in der Minivariante funktioniert er nicht, der Sozialismus.

Grandiose Ideen wie Konjunkturpakete, Abwrackprämien und wahnwitzige Steuererhöhungen wie François Hollandes 75-prozentige Einkommensteuer für Besserverdiener mögen in einem hitzigen Wahlkampf gut ziehen, enttäuschen aber garantiert alle Erwartungen. Wenn überhaupt kaufen solche plumpen staatlichen Interventionen ein wenig Zeit und vergrößern gleichzeitig das Problem. Bis (in diesem Fall) auch Frankreich irgendwann in Berlin an die Tür klopft und artig um Hilfe bittet. Österreich hätte noch die Chance, nicht dasselbe Schicksal zu erleiden. Theoretisch. Praktisch sind heuer Wahlen. Wahlen werden mit Versprechungen gewonnen. Und ein gewisser Genosse Werner Faymann gilt als glühender Hollande-Fan. Immer noch.

 

nikolaus.jilch@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.01.2013)

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21 Kommentare

natürlich bleibt der das !

da kann er sich zu hause fühlen. bei szarko war das nicht so, jetzt ist er gilücklich eine führungsfigur für sich gefunden zu haben.
dem aufmerksamen wähler wird schon vor augen
geführt wie das so funktioniert das system hollande...

"Was ist Sozialismus ?" fragte A.F. von Hayek.


Er lässt sich wissenschaftlich nicht definieren.

Doch wos kümat des an Faynachtsmann oder an Gewerkschofta oder an Kämmerer ??


Sozialismus funktioniert

Sozialismus funktioniert - immer noch. Nur mit einem Faymann funktioniert gar nichts, weder der kapitalismus noch der Kommunismus, da funktioniert noch eher der Faschismus. Die kommenden Wahlen werden es zeigen, alle Parteien werden durchgeschüttelt werden. So wie es einmal war, wird es nicht mehr sein. Und Faymann wird so rasch verschwinden, wie er gekommen ist und...vergessen werden.
http://wp.me/ppWn1-27

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Man tut Faymann unrecht...

Anzunehmen, dass Fayman "glühender Hollande-Fan" ist eine mutige Ansage, denn das setzt voraus, dass unser Bundeskanzler wenigstens ansatzweise etwas von Politik versteht. (Und nein, sich Medien mit Inseraten zu kaufen ist nicht Politik sondern nur kriminell.)

Wahrscheinlicher ist doch vielmehr, dass Frau Rudas und Co. glühende Hollande-Fans sind und oben genannter Herr einfach nur nachplappert was ihm vorgesagt wird.
Es wäre jetzt wirklich bald einmal an der Zeit, dass man endlich aufhört Faymann irgendeine ideologische Bauernschläue zu unterstellen sondern ihn als das sieht was er ist, nämlich strunzdumm mit Hang einem zum Kriminal.

2 0

Und niemals vergessen!

Es war die ÖVP, die diese Person zum Bundeskanzler gemacht hat, es ist die ÖVP, die diese Person nach den Wahlen im Herbst wieder zum Bundeskanzler machen wird wenn man sie lässt!

Aha,

"Die UdSSR konnte nur so lange überleben, weil der Weltmarkt ihr die Rohstoffpreise vorgegeben hat"

Deshalb zahlen wir so hohe Gaspreise, obwohl am den Börsen der Preis 30% niedriger ist!?

Gas hat einen strategischen Nachteil:

Es kann nur sehr schwer auf multifunktionalen Transportwegen (Straße, Schiene) transportiert werden und sehr leicht auf speziellen (Pipelines).

Der Börsenpreis ist also - wenn man nicht gerade an einem Knotenpunkt des europäischen Pipelinenetzes UND in der Nähe eines LNG-Terminals sitzt (nur dann hat man nämlich die Wahl des Lieferanten) - nur wenig aussagekräftig.

Mittelfristig sollte Österreich aber auf eine Versorgungsmöglichkeit aus Westen oder Norden (Häfen für billiges amerikanisches Gas) hinarbeiten, sodaß die Ostanbindung nur mehr EIN Standbein von mehreren ist.

.. und Putin nutzt die Gunst der Stunde

und lädt die Kapitalisten ein, ihr Geld statt in der Schweiz im kapitalarmen Rußland zu investieren. Denn dort betragen die Steuern nur einen Bruchteil dessen, was die Sozen im kapitalistischen Westen verlangen.

Und Putin bietet mehr Sicherheit als die Schweiz, denn Rußland würde sich vor der Kavallerie des Deutschen Peer Steinbrück nicht fürchten und Daten der Steuerflüchtlinge preisgeben...

Wohin soll ich mich wenden?

Der Faymann hat ein richtiges Gespür für die Wendung, wie mir scheint. Für ihn und seine Freunde gut, für das Fußvolk schlecht.

Faymann oder: Wie man mangelnde Intelligenz durch Unwissenheit kaschieren kann


"... Konjunkturpakete, Abwrackprämien und wahnwitzige Steuererhöhungen ..."

hat der gegenentwurf (deregulierung, kein intervenieren, steuersenkungen für wahnwitzig hohe einkommen) uns das paradies auf erden beschert? oder einen schaden von 'eh nur' 3000 milliarden?

das hollande-modell wird seinen erfolg oder misserfolg nicht beweisen können: seine erprobung wird von den wenigen profiteuren des gegenmodells, ihren lohnschreibern und vielen 'nützlichen idioten' erfolgreich verhindert oder pervertiert werden!

Re: "... Konjunkturpakete, Abwrackprämien und wahnwitzige Steuererhöhungen ..."

Werte Leser, hier steht unser Gegenentwurf aus Ihrer AK Umlage - bezahlt mit Ihren Zwangsbeiträgen !

Re: "... Konjunkturpakete, Abwrackprämien und wahnwitzige Steuererhöhungen ..."

In der Slowakei (Flat-Tax), Osteuropa, Asien hat es jedenfalls geklappt!

Und die, die so wie Hollande "gewirtschaftet" haben, nämlich das Geld dort zu investieren, wo es parteipolitisch opportun ist, hängen jetzt am Tropf der EU!

Re: Re: "... Konjunkturpakete, Abwrackprämien und wahnwitzige Steuererhöhungen ..."

vergleiche sind wohl weder hr ding noch das ihrer claqueure.

eine flat-tax ist eine möglichkeit, rückständige volkswirtschaften an das allgemeine level heranzuführen. das trifft zu auf slowakei, osteuropa und div. asia-staaten. aber frankreich ist KEINE solche. es liegt beim bip/kopf global auf rang 19; in eu auf 8.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf

nicht informiert sein führt zu unsinn wie "hängen am tropf der eu":
frankreich ist nettoZAHLER.
die von ihnen angeführten "slowakei, osteuropa" sind die empfänger!
und: hängt auch ö am tropf? beim " investieren, wo es parteipolitisch opportun ist" sind wir doch fest dabei.

apropos claqueure:
bewerten statt argumentieren ist grundsätzlich mal kindergartenniveau.
und schon wegen des niveaus in diesem forum nicht ernst zu nehmen.
allenfalls eine umkehrung trifft die sache bei einer diskussion von mündigen.
daher: klickt jetzt auf minus, es wäre mir eine ehre!

Die UdSSR konnte nur so lange überleben, weil der Weltmarkt ihr die Rohstoffpreise vorgegeben hat.

stimmt.

und warum kann das kapitalistische russland überleben?
bzw: wie lange könnte es überleben ohne weltmarkt für die rohstoffe?

man kann sozialismus ja kritisieren. aber muss es tatsächlich auf derart dumme weise erfolgen?

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Fans gibt es im Sport

Abgesehen von dieser Fan Ideologie darf man an die Fakten erinnern: Die Abwrackprämie wurde in Deutschland vom Präsident des Verbandes der Automobilindustrie vorgeschlagen. Wohl kaum ein sozialer Vorschlag. Es macht durchaus Sinn die Wirtschaft durch Impulse zu stärken. In Österreich werden die Politiker der „Wirtschaftspartei“ nicht müde der Wirtschaft zu holen. Stichwort Umweltprämie, Solarförderung oä. Ebenso wenig aus sozialen Gründen.

Die Problematik liegt stets an der Klientelpolitik und an der unsachlichen Diskussion und Behandlung der Themen. Die geplante Gruppenbesteuerung ist definitiv nicht treffsicher und auch verfassungsrechtlich bedenklich. Von Gleichheit im Steuersystem kann keine Rede sein.

Letzte Woche meinte ein Sanierer im Kurier-Interview, dass er bereit wäre, mehr Steuern für Innovationen und Bildungs- und Ausbildungspolitik zu bezahlen. Es sei keinesfalls erstrebenswert eine Jugendarbeitslosigkeit wie in südlichen Ländern zu haben. Zudem führte er an, dass für die Wertsteigerung einer Wiener Immobilie „nichts“ geleistet hat und dennoch keine Steuer dafür bezahlen muss.

Sie sollten sich zwischen 0 und 1 unterscheiden sondern mit etwas Hirn und Verstand die Allgemeinheit betrachten. Kein Unternehmer ohne Arbeitnehmer und umgekehrt. Das es schwarze Schafe bei beiden Seiten gibt ist bekannt und bedauerlich.

Re: Fans gibt es im Sport

sie sollten ihre zeit nicht verschwenden mit vernunft und argumenten.

hier geht es um ideologie und phrasen!

Soll mir recht sein

weil so wirtschaftlich ahnungslos wie Faymann sind nicht einmal die meisten Rot-Wähler.

Gesetzmäßiger Raub

Sie haben sehr Recht. Leider muss man ihren Artikel ergänzen und sagen, dass der Sozialismus auch nicht funktioniert, wenn er von der ÖVP praktiziert wird.

Sozialistische Ideen, wie Abwrackprämie, Konjunkturpakete und übertriebene Steuererhöhungen gab es bereits im 19. Jahrhundert. Claude Frederic Bastiat schreibt in seinem Buch „Das Gesetz“:

"Es ist die Chimäre des Tages, alle Klassen auf Kosten der anderen Klassen reicher zu machen; das heißt, den Raub allgemein zu machen, unter dem Vorwand, ihn zu organisieren. Der gesetzmäßige Raub kann sich nun auf unendlich viele Weisen vollziehen. Daher eine unendliche Vielzahl von Organisationsplänen: Zölle, Protektion, Prämien, Subventionen, Förderungen, progressive Steuern, kostenloser Unterricht, Recht auf Arbeit, Recht auf Gewinn, Recht auf Lohn, Recht auf Unterstützung, Recht auf Arbeitsmittel, kostenloser Kredit, etc. Und es ist die Gesamtheit all dieser Pläne, in dem, worin sie übereinstimmen - dem gesetzmäßigen Raub – der Sozialismus heißt."

Österreich braucht dringend "Austrian". Ich meine damit jene Vertreter der freien Marktwirtschaft, die in Amerika bekannter sind als hierzulande.

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vom Simpel für Simpel


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ausgezeichnet

ist doch wurscht, was der feymann sagt oder verspricht: es ist nichts in stein gemeißelt, wie wir bei der wehrpflicht sehen. und eine hoffnung stirbt zuletzt: dass er bei der nächsten wahl auf den rüssel fällt. bis dahin singen wir ein liedchen: hupf in gatsch.... vor allem die strophe mit dem zwilling imponiert mir in diesem zusammenhang sehr.

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