20.05.2013 00:10 Merkliste 0

Das Kärntner Virus grassiert

KARL ETTINGER (Die Presse)

Lockerer Umgang mit Geld ist, siehe Fall Köfer, offenbar eine Politikerkrankheit.

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Für den Stronach-Mann in Kärnten, Gerhard Köfer, wird es nicht überraschend gekommen sein, dass er just jetzt wegen der Kilometergeldabrechnung Erklärungsbedarf hat. Am 3.März wird im Land gewählt. Köfer weiß als erfahrener Ex-SPÖ-Politiker, mit welchen Finten unliebsame Konkurrenten in die Zwickmühle gebracht werden können. Für ihn ist das besonders schwierig, weil der Parteigründer, der die Regeln macht, Wahrheit und Transparenz als oberste Grundprinzipien nennt.

Wer das predigt, muss sich gefallen lassen, genau geprüft zu werden. So klingt es bei Politikern, die Gesetze mitbeschließen, nach billiger Ausrede, „aus Mangel an Information“ nur einen „Formfehler“ beim Bezügegesetz zu sehen – selbst wenn rechtlich alles paletti ist.

Köfer sagt, er habe das Kilometergeld an die Stadt Spittal weitergeleitet. Persönliche Bereicherung wird ihm auch nicht vorgeworfen. Aber es hat in Kärnten schon andere Politiker gegeben, die Geld für die Partei oder einen Fußballklub abgezweigt haben. Das Virus des lockeren Umgangs mit fremdem Geld – unter Kärntner Politikern eine Art Volkskrankheit.

karl.ettinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2013)

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9 Kommentare
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der Virus hat seinen Ursprung in SPÖVP

der Haider wollte den seinerzeit besiegen und ist ihm dann selbst unterlegen...

"Für ihn ist das besonders schwierig, weil der Parteigründer, der die Regeln macht, Wahrheit und Transparenz als oberste Grundprinzipien nennt."

also SOOOO eng wollen wir das auch nicht sehen!

1. ist fränk eh weit weg.
2. kriegt fränk eh kaum noch was mit (die geriatrische forschung behauptet: in zukunft noch weniger)
3. ein paar millionen für inserate, wo werte beschworen werden... und alles ist wieder ausgebügelt!

Wieder ein Vergleich mit Kärnten?

Gut.
Dann ist es in Kärnten ein Schnupfen, in Salzburg ein Lungenentzündung und in Wien und im Bund Ebola...

Volkskrankheit

An diesem Virus leiden leider nicht nur Kärntner Politiker...

KM Geld für einen Dienstwagen

Herrn Köfers Aussage, er hätte das KM Geld an die Stadtkasse weitergeleitet, erscheint nicht glaubwürdig. Spätestens dann hätte doch die für die Stadtkasse verantwortliche Person den unrechtmäßigen Vorgang aufdecken müssen. Eine gerichtliche Untersuchung sollte Klarheit bringen.

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Stronachhetze?

Sie mögen Dkfm sein, von Buchhaltung scheinen Sie wenig zu wissen.

1. der Wagen gehört der Gemeinde
2. dieser Wagen wurde für den Bund verwendet
3. die Kosten wurden von der Gemeinde verrechnet und vom Bund bezahlt.

Ein hundsnormaler Geschäftsvorgang und der Raiffeisenkurier konstruiert daraus ein Fehlverhalten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Geld ist korrekt von einer öffentlichen Stelle in die andere geflossen.


Re: Stronachhetze?

Laut schriftlicher Anweisung steht KM Geld nur für Fahrten mit einem PRIVATWAGEN zu. Das ist keine Frage der Buchhaltung

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Welche schriftliche Anweisung?

Der Wagen wird privat genutzt. Dafür muss Steuer und SV gezahlt werden. Nachdem Köfer mit dem ihm auch privat zur Verfügung gestellten Wagen nach Wien gefahren ist, ist diese Vorgangsweise eine Interpretationsfrage, vor allem deswegen, weil er das Geld an die Gemeinde weiter geleitet hat.

Hier ein Fehlverhalten zu suchen, ist schlechtestenfalls ein Haar in der Suppe suchen.

Warum werden die Vorwürfe nicht an die auszahlende Stelle gerichtet, die offensichtlich schlampig gearbeitet hat, bzw. erst geprüft hat, als Köfer nicht mehr SPÖ Mandatar war.

Bei allem Respekt, das Geld ist nur von einer Hosentasche der öffentlichen hand in die Andere gewandert

Genauer gesagt: vom Bund zur Gemeinde.

So what?

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