Schiefe Optik bei den Grünen

MARTIN FRITZL (Die Presse)

Sind die Grünen wie die ÖVP?

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Sind die Grünen wie die ÖVP? Eher nicht, weil deren Werbeagentur von der Stadt Wien deutlich weniger als ÖVP-Werber für die „strategische Beratung“ der Innenministerin erhalten hat. Aber eine schiefe Optik bleibt: Wenn eine Firma für eine Partei und gleichzeitig (oder wenig später) für eine von dieser Partei geleitete öffentliche Institution arbeitet, dann kann sich der Verdacht der Querfinanzierung regen. Mit gesetzlichen Verboten, wie sie die Grünen selbst verlangt haben, wird man derartigen Doppelgleisigkeiten nur schwer beikommen können. Schließlich kann man Unternehmen nicht von öffentlichen Aufträgen ausschließen. Helfen würde volle Transparenz: Die Öffentlichkeit muss erfahren, was öffentliche Stellen bezahlen und welche Leistungen dem gegenüberstehen. Egal, ob es sich um ÖVP-Ministerien, grüne Stadträte oder Stellen der SPÖ-dominierten Stadt Wien handelt.

 

martin.fritzl@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.02.2013)

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11 Kommentare

Interessant, auch die andere Seite zu hoeren.

Als muendiger Buerger habe ich mich mal ueber die andere Seite informiert und eine Stellungnahme von Niko Alm gefunden:

http://blog.super-fi.eu/2013/02/21/transparenz-wir-und-offentliche-auftrage/

Interessant zu lesen, da er dem Presse-Redakteuren anscheinend Unterlagen uebermittelt hat, die Presse diese aber in ihren Artikeln verschweigt. Cui bono?

Re: Interessant, auch die andere Seite zu hoeren.

Ja, das ist interessant.
Niko Alm in seiner Aussendung wörtlich: "Ich habe ihm (vertraulich) eine Umsatzaufstellung der relevanten Kunden aus dem (halb)öffentlichen Bereich geschickt ..."

Und sie werfen der Presse vor, diese vertrauliche Info nicht veröffentlicht zu haben.

die frage ist viel grundsätzlicher

wozu müssen öffentlich stellen überhaupt werben? die stehen doch in keinem wettbewerb, müssen keine produkte verkaufen, keinen gewinn erzielen. warum also brauchen die überhaupt werbeagenturen etc.?

die Grünen sind gleicher


saubere Grüne!


Als Filialbetrieb der SPÖ ist das ganz natürlich !

.
Die "Grünen" wurden ja von Nenning und Meissner-Blau gegründet, um die Ökologiebewegung unter rote Kontrolle zu bringen.

es muss halt solange gesucht werden bis man denen auch was anhängen kann


lange?

offensichtlich muss man dort, wo sie endlich an der Regierung sind, gar nicht lange warten....

Re: es muss halt solange gesucht werden bis man denen auch was anhängen kann

soooo laaaaange ...

Mai 2010

"Die Chefs der drei Wiener Oppositionsparteien Volkspartei, Grüne und Freiheitliche haben sich am Dienstag in einem offiziellen Notariatsakt verpflichtet. Demnach werden sie nach der Wien-Wahl im Oktober gemeinsam eine Reform des derzeit mehrheitsfördernden Wahlrechts zu initiieren, sollten die Sozialdemokraten ihre Absolute verlieren."


Re: es muss halt solange gesucht werden bis man denen auch was anhängen kann

..da muss man nicht lang suchen (wenn man will!!)

Nicht beschönigen, Herr Fritzl!


Bei den Grünen, die ständig herumkreischen, wie super-sauber sie doch seien, ist dies keine "schiefe Optik": Es ist der ultimative Super-GAU!!!

Und schon seit langer Zeit haben sie uns genarrt, die sauberen Damschaften. Einige Beispiele? Faltrad-Auftritt der Vassilakou; Angebliche Radtour durch heimische Gemeinden mit Geschwindigkeits-Überschreitung des tatsächlich benützten Kraftfhrzeugs, Postenschacher mit Hilfe der "Beauftragten", usw., usf.

Saubere Grüne? Einfach lächerlich!

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