Rohrkrepierer Marc Janko

Der Teamstürmer steht in der Türkei im Abseits. Viel zu lange schon.

Auf Österreichs Fußballteamchef Marcel Koller kommt schön langsam das nächste Problem zu. Dass hierzulande kein passabler Tormann für die Nationalmannschaft zu finden ist, damit hat sich der Schweizer bereits abgefunden. Er vertraut dem Reservisten Robert Almer, weil es so gut wie keine Konkurrenz auf dieser Position gibt. In der heimischen Liga bekommt Koller nichts Besseres zu sehen, somit muss er weiterhin hoffen, dass sich die fehlende Matchpraxis nicht irgendwann rächt.

Aber es gibt auch andere Sorgenkinder, als solches ist längst auch Marc Janko zu betrachten. Der 29-jährige Stürmer ist in der Türkei auf dem Abstellgleis gelandet, er ist bei seinem Verein Trabzonspor nicht einmal mehr Ersatz. Seine bisherige Ausbeute ist nahezu mickrig, zu Buche steht ein einziger Treffer. Vor ein paar Jahren hat er noch Jagd nach dem Goldenen Schuh und Krankls Ligarekord gemacht, jetzt ist er auf dem Tiefpunkt seiner sportlichen Karriere angelangt. Entweder hat sich Trabzonspor einfach geirrt oder Marc Janko war schlecht beraten. Höchste Zeit, dass er die Konsequenzen daraus zieht. Sonst muss es Teamchef Koller tun.

 

wolfgang.wiederstein@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.03.2013)

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