Der Terrorist als Gartenzwerg

HELMAR DUMBS (Die Presse)

Mohamed Mahmoud ist Extremist, aber er ist „unser“ Extremist. So schlimm kann er also gar nicht sein, oder?

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Vermutlich ist alles einfach ein Missverständnis – und Mohamed Mahmoud hat es gar nicht so gemeint: das mit dem Feuer, das man „in eure Städte, Züge, Straßen, Häuser und Parlamente tragen“ werde; oder das mit den „Hunden“, die es „abzuschlachten“ gelte. Auch die deutschen Behörden müssen sich in ihrer Einschätzung geirrt haben, er hätte 2012 die „öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet“.

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Das ist schon deshalb absurd, weil Mahmoud Österreicher ist. Womit er der ortsüblichen Vergartenzwergung anheimfällt: Der Mann, der wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung vier Jahre in Haft saß, gelte als „Kinderzimmerterrorist“, liest man in einer Meldung; er sei ein „Halbstarker“, der sich im Internet wichtigmache, schreibt eine Wiener Stadtzeitung.


Dass man sich hüten sollte, in schrillen Alarmismus zu verfallen – geschenkt. Genau so falsch ist freilich das andere Extrem, die naive Verharmlosung nach dem Motto: Er mag zwar Extremist sein, aber er ist unser Extremist, so schlimm kann er also gar nicht sein. In Deutschland ist man da etwas weiter, aber dort hat man ja mit militanten Islamisten und ihren Anschlagsplänen Erfahrungen gemacht, Stichwort Sauerland-Gruppe.

Dort weiß man auch, dass nicht jeder Salafist zum Terroristen wird, dass dieses Milieu aber eine Art Einstiegsdroge in den Extremismus darstellen kann. Genau deshalb sollte man Leute wie Mahmoud lieber einmal zu viel als einmal zu wenig ernst nehmen.

 

helmar.dumbs@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.04.2013)

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13 Kommentare
9 1

Dank der linken, politischen Förderer und deren Medien haben Islamisten in Österreich Narrenfreihheit.

Zumindest solange bis den Einheimischen der Geduldsfaden reißt.

Weit, weit weg

Mir wäre es lieber gewesen, wir hätten den in irgendeinem Gefängnis in der Türkei versauern lassen, bis die Türken ihn selbst satt gehabt hätten.

Was besseres als wieder in Österreich aufgenommen zu werden, kann dem Kerl doch gar nicht passieren.

Da bekommt er Mindestsicherung, ein Dach über dem Kopf, einen Internetanschluß zwecks Menschenrechten und kann dann fröhlich weiter seine Anschläge planen.

Ach nicht vergessen. Die Kosten für seine Überwachung müssen wir auch tragen.

Re: Weit, weit weg

Am einfachsten wäre es gewesen, ihn in das Land seiner Sehnsüchte nach Syrien zu lassen. Dort hätte sich das Problem schon von allein gelöst ...

doch, er ist ein gartenzwerg-terrorist.

denn um ein vollwertiger zu werden, müsste er seinem recht auf freie meinungsäusserung (das wir bei anderen gelegenheiten doch so sehr verteidigen!) zumindest im ansatz taten folgen lassen.

übrigens: ein bruder im geist namens breivik hat das getan.
seltsam, dass der eine mit der punzierung 'armer irrer' bedacht wird, der andere als terrorist.
der tatsächlich gefährliche wird ignoriert oder verharmlost, vor dem kasperl mahmoud wird gezittert. seltsam!

Re: doch, er ist ein gartenzwerg-terrorist.

sind Sie wirklich Scheuklappenblind?

Beide, Brevik wie Mahmoud, sind eine Gefahr für die gemäßigte Demokratie und unseren Rechtsstaat.

Es ist mir auch völlig egal, ob jemand geistesgestört oder einfach nur fanatisch ist. Wenn er eine Gefahr für die Allgemeinheit ist, dann muss rechtzeitig eingegriffen werden.

Ein gegenseitiges Hochrechnen finde ich unabgebracht. Es erinnert mich übrigens an einen Vorfall in GB (Antikriegsdemo). Auf der einen Seite die rechtsradikale British Nationalist Party, auf der anderen Seite die Islamisten. Dazwischen die Polizei, die ihre Mühe hatte, die beiden Lager von Gewalttätigkeiten abzuhalten (erfolglos), mit verletzten Polizisten.

Wie komme ich eigentlich dazu (und besagte Polizisten), in einer Demokratie mich mit solchen Idioten abzugeben, die unsere Bürgerrechte zwar einfordern, aber sie keinem Anderen zugestehen würden? Wieso soll ich den Einsatz bezahlen (Steuergeld)? Wie kommt ein Polizist dazu, sich in Gefahr zu begeben?

Die Antwort kann nur sein, ein hartes (im Sinne der Gesetze) Vorgehen gegen solche Radikalen. Und wenn es sein muss, langjährige, harte Strafen.

Re: doch, er ist ein gartenzwerg-terrorist.

Als Angehöriger der "linken Reichshälfte" sollten Sie sich einmal die Mühe machen, in deutschen Zeitungen nachzulesen, welche Gefahr von ihm und seinen Glaubensbrüdern ausgeht. Er wurde ja nicht umsonst von den Hessischen Behörden des Landes verwiesen. Und Sie sollten sich darüber erkundigen, was in diversen Moscheen gepredigt wird. Wo der Typ gepredigt hat, dieser Moscheeverein wurde in Deutschland verboten. Aber anscheinend interessiert Sie das nicht. Für Sie gilt, dass der Typ ein Gartenzwerg-Terrorist ist und somit wäre jede Warnung vor ihm und seinen Kumpanen überflüssig. Typisch für Rote und Grüne, die jede Gefahr abstreiten, insbesondere dann, wenn sie aus dem Islamistenlager kommt.

Re: Re: doch, er ist ein gartenzwerg-terrorist.

Die von Herrn M. ausgehende Gefahr ist die der "Brandstiftung" im Internet. Seine Hetz-Botschaften können schließlich jederzeit und weltweit abgerufen werden. Und selbst dann, wenn nur wenige auf seine Aufrufe "anspringen", so sind selbst diese wenigen schon zuviel! Denn auch die davon sich angesprochen Fühlenden würden ihrerseits neue Sympathisanten oder gar Kämpfer für "die Sache Allahs" um sich sammeln. Die Sache würde zum reinen Selbstläufer werden. Also genau das, was man in der im Islam eh schon religiös aufgeladenen Atmosphäre gerade noch braucht...

Re: doch, er ist ein gartenzwerg-terrorist.

In ihrem Kommentar zeigt sich, unabsichtlich, die ganze Verlogenheit linksgrüner Gutmenschen.

Auch in einem Gartenzwerg kann eine Bombe versteckt sein ...


erwähnte wiener stadtzeitung

und verwandte Politkorrektkohorten schreien ja schon Fascho-Alarm, wenn jemand das R rollt. Aber unheilbar Wahnsinnige wie Herrn M. spielt man kindlich herunter, weil er zur Gruppe der schutzbefohlenen Streichelzoowesen der politisch Korrekten gehört, die Auffälligkeiten unter ihren Fremdschäfchen stets untertreibt, weil das ist ja alles nicht so, wie man/frau meint, Schuld hat immer irgendeine Diskriminierung, und der Staat Österreich und seine indigene Bevölkerung. Echt: Jedes von Kindertrotteln dahingesprühte H...kreuz auf Bahnhofswänden wird ernster genommen als ein klarer Verbrechensaufruf von einem unrasierten unbelehrbaren Migrantscherm.

Re: erwähnte wiener stadtzeitung

Wenn es um Typen wie diesen Mahmoud geht, dann verniedlicht die "linke Reichshälfte" nur allzu gerne alles, so gut es nur geht. Man benützt Medien wie den Staatssender oder diese gewisse "Stadtzeitung", um die Bevölkerung ruhig zu halten. Ist ja alles nicht so schlimm, ihr könnt ruhig weiterschlafen, nur keine Aufregung. Das Gefahrenpotenzial, das dahinter steckt, soll ja nicht publik werden. Dass das aber der falsche Weg ist, das hat man in Deutschland und mittlerweile auch in Großbritannien längst bemerkt und man ist dort wachsam und greift auch schon mal zu, wenn Gefahr droht. Bei uns jedoch ist davon nichts zu merken. Noch immer werden Reisepässe bzw. Staatsbürgerschaften gewissen Leuten geradezu nachgeworfen, man möchte doch nicht als "Rassisten-Staat" angeprangert werden. Die Folgen daraus werden jedoch fatal sein, wenn diese Nachlässigkeiten unserer Politiker in ihren Ausmaßen nicht mehr zu korrigieren sein werden. Quo vadis Austria?

Der ist kein Österreicher

Diese linke Republik schenkt jedem dahergelaufenen unseren Pass.............

Rr ist NICHT „unser“ Extremist,

weil er seinen Reisepass verbrannt hat und sich einen lybischen besorgt hat, gefälscht oder nicht - das soll nicht unsere Sorge sein.

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