Und sie bewegt sich doch

ERICH KOCINA (Die Presse)

Wiens städtische Bäder öffnen vor dem 1.Mai – und das ist auch gut so.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Es gab die Zeiten, in denen die Post noch ein Amt war, es nur einen staatlichen Telefonbetreiber gab und auch der Wiener Strom noch kein eigenständiges Unternehmen war, sondern eine Magistratsabteilung. Diese Zeiten haben sich in vielen Bereichen geändert – und anstelle des institutionalisierten Monopolwesens mit starren Strukturen sind Werte wie Leistung, Wettbewerb und Auswahl getreten. Für „Vorschrift ist Vorschrift“ und „weil es schon immer so war“ ist in der heutigen Zeit kein Platz mehr.

Mehr zum Thema:

Insofern kann man das Bemühen der städtischen Wiener Bäder um mehr Flexibilität nicht genug loben. Der 2.Mai als Starttermin für die Freibadsaison schien fest einzementiert, eine Verschiebung nach vorn trotz warmer Temperaturen wurde immer wieder abgelehnt. Die Vorbereitungen seien eben genau auf diesen Tag ausgerichtet, hieß es dann.

Dass es doch geht, stellt man nun unter Beweis. Trotz eines langen Winters hat heuer die Zeit offenbar doch gereicht, um schon am 26.April starten zu können. Schön zu sehen, dass der Amtsgedanke an einer weiteren Front im Verschwinden begriffen ist.

 

erich.kocina@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2013)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

4 Kommentare

.

Ah sehr intressant das thema :)

Also bei der Wienenergie Stromnetz GmbH

gehen die Uhren noch wie 1970. Wer mal versucht hat in Wien einen Stromanschluss bei etwas schwierigeren Bedingungen (Baustelle) der weiß ein Lied davon zu singen. Keiner ist zuständig, jeder putzt sich ab und alle schalten auf stur, weil dieses oder jenes Formular fehlt oder nicht ganz richtig ausgefüllt wurde, oder was auch immer.
Erst als ich nach wirklich viel Geduld sehr bestimmt aufgetreten bin und in den Raum gestellt habe meinen Auftraggeber, einen großen Kunden bei Wienenergie, von den Schwierigkeiten zu informieren, da ging auf einmal was. Und da nur, weil ein ehemaliger Bereichsleiter, der mittlerweile im Konzern eigentlich gewechselt hatte, sich persönlich eingesetzt hatte. Die Wienenergie Stromnetz hatte nämlich in Summe 4 Monate gebraucht um den Stromanschluss herzustellen. Aber nachdem ich Klartext gesprochen hatte ging's auf einmal in wenigen Tagen. Davor hat man mich nur anrennen lassen. Und das ist kein Einzelfall, wie ich weiß.

Re: Also bei der Wienenergie Stromnetz GmbH

Mit Privatkunden redet Wienenergie Stromnetz nicht mal (obwohl sie mir massiv zu viel Netzgebühr verrechnet haben), sondern verweisen auf den Kundendienst Wienstrom. Ist das überhaupt rechtlich gedeckt?

Nicht hoch genug muß man vor allem die Tatsache

würdigen, daß die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten nicht sofort einen flächendeckenden Generalstreik ausgerufen hat....

Hut ab!

Top-News

  • NMS: Ist die Gesamtschule nun tot?
    Die schlechten Ergebnisse in der Evaluierung der NMS brachten einen kräftigen Dämpfer für das Prestigeprojekt der SPÖ. Platzt damit auch deren Traum von der Einführung der Gesamtschule?
    Standort: Mit Österreich geht es weiter bergab
    Österreich schafft es in internationalen Rankings immer seltener unter die Top 20. Schuld daran sind laut Deloitte der Reformstau und die ideologische Pattsituation in der Regierung.
    Frauen: Besser ausgebildet, schlechter bezahlt
    Frauen sind immer stärker auf dem Arbeitsmarkt vertreten – vor allem in Teilzeitjobs. Vergleicht man den Bruttostundenlohn, verdienen sie um einiges weniger. Im EU-Vergleich liegt Österreich dabei besonders schlecht.
    „Spindelegger braucht nicht gewählt werden“
    Interview. Der in Wien festsitzende ukrainische Oligarch Dmitri Firtasch erklärt, warum er Ex-Finanzminister Spindelegger zutraut, mit einem Milliardenfonds Reformen in der Ukraine anzustoßen. Die Sanktionen gegen Russland hält er für „dumm“.
    Fall Alijew: „Empfängliche“ Polizei?
    Nach dem Suizid des Ex-Botschafters wird deutlich, wie Kripobeamte sich von Kasachstan mit Informationen füttern ließen.
    Wiener Schicksal der Nachspielzeit
    Bundesliga. Rapid besiegt Altach mit 1:0, Prosenik traf in der 95. Minute. Austria unterlag Sturm 1:2 in der 95. Minute, Trainer Gerald Baumgartner ist schwer angezählt. Admira ist Tabellenletzter.
AnmeldenAnmelden