Zuckerl, ein bisschen bitter

Höhere Preise bei den Wiener Linien – Stille bei den Grünen.

Der 1. Mai 2012 war ein schöner Tag für die Wiener Grünen. Da trat ihr bisher größter Erfolg in Kraft – die Tarifreform bei den Wiener Linien. Herzstück: die vergünstigte Jahreskarte um 365 Euro. Das gab es schon damals nicht umsonst, der Preis für den Einzelfahrschein etwa wurde um 20 Cent auf zwei Euro angehoben. Und die SPÖ gab ihr Einverständnis nur dank des Hintertürls einer „moderaten“ automatischen Anpassung. Genau ein Jahr später wurde nun die erste Erhöhung publik. Die Grünen, die höhere Preise für 2013 noch im Jänner ausgeschlossen haben, geben sich notgedrungen gelassen. Wien-Besucher könnten das anders sehen. Alle, die (noch) keine Jahreskarte wollen oder brauchen, auch.


teresa.schaur@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2013)

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