21.11.2009 14:53 | Meine Presse Merkliste0

Der Nato droht die „Schröderisierung“

BURKHARD BISCHOF (Die Presse)

Das Nato-Sondertreffen zur Georgien-Krise endete mit einer windelweichen Erklärung. Moskau wird mit dem kleinen Zeh' gedroht.

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Na ja, das große Zittern wird die gestrige Nato-Sitzung zur Georgien-Krise in Moskau nicht gerade ausgelöst haben. Vor dem gestrigen Sondertreffen war viel von einem „Wendepunkt“ die Rede gewesen – und davon, dass man die Beziehungen zu Russland „grundsätzlich überdenken“ müsse. Alles, was dann in Brüssel herauskam, war die Ankündigung, dass die Beratungen mit Moskau im gemeinsamen Nato-Russland-Rat bis zum Abzug der russischen Truppen ausgesetzt würden.

Normalerweise ist man solch schwammige, windelweiche Reaktionen vom EU-Außenpolitik-Beauftragten Solana gewohnt. Aber inzwischen scheint auch die Nato schon weitgehend „solanisiert“. Die Russen selbst haben schon vor der Georgien-Krise wiederholt klargemacht, was sie vom Nato-Russland-Rat halten – nämlich so gut wie nichts: Eine Quasselbude sei's halt, in der man ein bisschen ins Denken und Tun der westlichen Allianz reinhorchen kann, ohne sich selbst zu allzu viel verpflichten zu müssen.

Aber wie weit ist es eigentlich noch von der „Solanisierung“ zur „Schröderisierung“ der Nato? Der deutsche Ex-Kanzler Schröder, des Kremls treuester Propagandist im Westen, hat dem „Spiegel“ gerade erklärt, dass von Russland nicht die geringste Gefahr ausgehe und das Land im Westen einfach nur falsch wahrgenommen werde. Ja, ja, das ist Europas lichte Zukunft à la Schröder: Wir werden alle Gazprom-Angestellte, hören Radio Moskau und plappern brav jede Kreml-Parole nach. (Bericht: S. 5)


burkhard.bischof@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.08.2008)

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9 Kommentare
Gast: Gast
21.08.2008 18:32
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Die NATO muss aufpassen,

dass sie als Organisation nicht unglaubwürdig wird.

Beim jüngsten Besuch von Präs. Bush wurde auf expliziten Wunsch der polnischen Seite ein Abkommen unterzeichnet, das die USA zum militärischen Beistand bei einem russischen Angriff verpflichtet.

Und das obwohl Polen bereits NATO-Mitglied ist !!!

Einerseits ist dies eine Ohrfeige für die europäischen EU und NATO-Partner.

Andererseits angesichts der Reaktion einiger europäischer Regierungen nur allzu verständlich. Für die NATO stehen die Ampeln auf Orange - noch.


LePenseur
20.08.2008 14:32
0 0

"Wir werden alle Gazprom-Angestellte, hören Radio Moskau und plappern ...

... brav jede Kreml-Parole nach."

Aber nicht doch! Da stehen wir doch viel lieber auf der Payroll irgendwelcher transatlantischer Lobbies und spielen Bush-Trommel ....

DFAvJ
21.08.2008 02:52
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Re: Bush Trommel?

Na, wenn was schiefgeht ist es am einfachsten, die USA zu blamieren. Wie einfältig so manche sind...

bisamberg
20.08.2008 10:05
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Und schuld ist die USA

Die Europäer lassen sich von den Amis gängeln.
Frau Merkel ist dabei der treueste gefährte eines
vertr......... Herrn Bush.
Das einzige positive an der Regierung Schröder war immerhin, dass er sich nicht von Bush vereinnahmen lies.
Wer hat denn den Krieg in Georgien angefangen und wer hat dazu aufgestachelt. die USA !!!

Antworten Gast: Österreicher
20.08.2008 13:22
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Re: Antwort: 1.) Deutschland ist teilsouverän; 2.) Wenn der russische Bär brummt,

soll man nicht gleich das Hasenpanier ergreifen!

Ophicus
20.08.2008 13:11
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Re: Und schuld ist die USA

Gaaant dalsch. Schuld ist natürlich die jüdische Weltverschwörung. Ohne die würde nämlich nie irgendwo auf der Welt irgend ein Mensch jemals auf den Gedanken kommen einen anderen Menschen zu provozieren, zu hauen oder gar einen Krieg anzufangen.
Dass die Georgier und die Russen sich prügeln ist daher auch zu 100% die Schuld der Juden (die USA sind für die ja ohnehin nur eine Tarnung) und die Georgier und Russen können da absolut überhaupt garnichts dafür...

Nur habe ich noch nicht ganz herausgefunden wieso die USA keine harten Worte gegen Russland finden wollen. Weil dass unsere US-Marionetten mit dieser NATO-Erklärung nicht genau das gemacht haben was die USA sich wünschen ist ja nicht vorstellbar.

Gast: Österreicher
19.08.2008 23:27
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Das kommt dabei heraus, wenn einem die Vernichtung des unmittelbaren Wirtschaftskonkurrenten

mehr am Herzen liegt als die Bildung eines stabilen politischen Gleichgewichtes in Europa. Denn Militärbündnisse sind zerbrechlich und können die geopoltischen Gegebenheiten auf Dauer auch nicht wettmachen!


Gast: hawkeye
19.08.2008 20:31
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Das Nachplappern ...

würde Herrn Bischof wohl nicht schwer fallen.

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Re: Das Nachplappern ...

Ihnen liegt der kommunistische Unsinn ja im Blut, wie Ihre Absonderungen - äh Auslassungen lucent beweisen !

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