Die Rede vom mehrmaligen Jobwechsel, davon, dass man sich nach dem ersten Berufseinstieg weiter qualifizieren muss für den nächsten Job – all das dürfte Schall und Rauch sein. Mit 18, 19 Jahren wird das sichere Lehrerdasein angepeilt, künftig zwar ohne Pragmatisierung, vielleicht auch mit einem geringeren Einkommen, dafür aber auch ohne Job- und Kündigungssorgen. Ein und dieselbe Profession bis zum Ruhestand. Der Ansturm auf die Pädagogischen Hochschulen schlägt in diesem Jahr alle Rekorde und macht das Sicherheitsbedürfnis junger Menschen – gerade in der gegenwärtigen Krisenzeit – deutlich sichtbar.
In der gesamten Schuldiskussion wird stets der Ruf nach den Besten für den pädagogischen Beruf laut. Die Besten – egal ob männlich oder weiblich – werden aber immer noch durch attraktive Gehälter angesprochen. Und gerade da liegt es im Schuldienst im Argen. Die von der Unterrichtsministerin geplante Besoldungsreform, die freilich von einem gleichbleibenden Lebenseinkommen ausgeht, wird da auch nur ein erster Schritt sein – und wer weiß schon, wann der Finanzminister wirklich grünes Licht dafür geben wird. Hier sollte die Ministerin mit engagierter Überzeugungskraft und im eigenen Wirkungsbereich rasch handeln. Und dann könnten (ganz ohne Streit) bestens bezahlte Pädagogen auch eine höhere Unterrichtsleistung erbringen. (Bericht: Seite 4)
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2009)















