22.11.2009 04:04 | Meine Presse Merkliste0

Siedlungsstopp – war da nicht was?

HELMAR DUMBS (Die Presse)

Die USA haben in ihrer Kernforderung gegenüber Israel die Kapitulation erklärt.

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Nein, es war kein gutes Wochenende für Barack Obama. Die PR-Abteilung des Weißen Hauses brachte zwar launige Fotos von der Halloweenparty beim First Couple unters Volk, doch nach feiern war dem wohl kaum zumute. Ausgerechnet bei den zwei Topthemen seiner außenpolitischen Prioritätenliste musste er schwere Rückschläge hinnehmen: In Afghanistan ist der Wahlprozess durch den Rückzug des wichtigsten Oppositionskandidaten vollends in die Sackgasse geraten.

Und in Jerusalem forderte US-Außenministerin Hillary Clinton die Palästinenser auf, auch ohne einen zuvor erfolgten Stopp des jüdischen Siedlungsbaus an den Verhandlungstisch mit Israel zurückzukehren. Was sich als Aufruf zum Frieden tarnt, ist nicht weniger als eine vollständige Kapitulation der USA vor den Wünschen Israels. Wie forsch hatte die neue US-Regierung anfangs den Nahostfriedensprozess angepackt: Man fordere von Israel nichts weniger als einen vollständigen Siedlungsstopp, schnellstmöglich und ohne Ausnahmen. So vehement, wie Obama und Clinton dies vorbrachten, mochte man sich schon fast der Illusion hingeben, sie wüssten tatsächlich, mit welchem Druckmittel es zu bewerkstelligen sei.

Nun stehen sie düpiert vor dem Scherbenhaufen ihrer einstigen Forderungen – und nehmen stattdessen die Palästinenser in die Pflicht. Die Menge an Kreide, die Clinton deren Präsidenten Abbas nun zum Verspeisen zumutet, könnte gut sein politisches Ende bedeuten. Damit ist den USA aber schon gar nicht geholfen.


helmar.dumbs@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.11.2009)

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14 Kommentare
diogenes
03.11.2009 13:21
0 1

Warum sollte es Oh Bamel hier gelingen

He does not can...
He is a looser!

Gast: mallorca
02.11.2009 16:17
0 0

War doch nichts anderes zu erwarten

Gegen die israelischen Lobbyisten hat sich noch kein US Präsident durchgesetzt.
Geld regiert die Welt - und das haben eben seit
Jahrhunderten die Juden.

Antworten Gast: machmuss verschiebnix
02.11.2009 20:49
0 0

Re: War doch nichts anderes zu erwarten

richtig - und weil Geld die Welt regiert,
sollten wir schon mal anfangen Chinesisch
zu lernen.

Die Zionisten werden schwer überschätzt,
aufgrund der "Selbstsicherheit" mit der sie
auftreten.

Auch wenn der Israelische Geheimdienst
viele Staaten rund um den Globus gut im
Griff hat, so bestimmen die Chinesen
trotzdem ihren eigenen Rang.

Die Chinesen werden in den nächsten
Jahren einige 3.Welt-Staaten "aufrollen"
und Schwellen-Ländern konvertieren.

Hingegen hat Israel das klitzekleine Problemchen,
daß den USA der finanzielle Atem ausgeht,
und somit den Israelis der Militärische.


0 0

abwarten!

diese 'kapitulation' war ein statement der aussenministerin.
ob das wirklich gilt, wird sich noch weisen....

diogenes
03.11.2009 13:18
0 0

Re: abwarten!

Fast wäre ich versucht Ihnen eine Wette um eine Kiste Bier anzubieten!

Gast: lancelot
02.11.2009 14:55
2 0

tolle Zensur

nachdem bereits 2 meiner Kommentare zum Thema Israel unterschlagen wurden, möchte ich mich doch dafür bedanken.
Klasse Presse.

0 2

zum 1000*x + 1 tenmal

die Siedlungen sind für die P. nur der Jolly Joker, weiterhin Gewalt gegen I. zu legitimieren.
In realiter sind die das geringste Problem, da die Siedler sowieso nach einem Friedensvertrag mit Sack und Pack abziehen müßten.
Ich glaube nicht, dass die P.Behörde diesen zumeist religiösen Fanatikern einen Pass geben würde bzw. diese in einem P.Statt eine hohe Lebenserwartung hätten.

Antworten Gast: Fidel August von Hayek
02.11.2009 11:36
0 1

Re: zum 1000*x + 1 tenmal

Absolut! Ich versteh auch nicht, warum Die Presse ständig zum Anwalt der von Islamisten und Terroristen durchsetzenden und zudem völlig undemokratischen palästinensischen Autonomiebehörde macht. Dass Der Standard dies mit seinem typisch linksliberal-grünen Background - vielleicht trifft das amerikanische (nicht das europäische) "liberal" besser - macht, verwundert mich in keiner Weise, aber wieso Die Presse? Mit welchen Gründen?

Antworten Antworten Gast: Niederösterreicher
02.11.2009 21:53
1 2

Re: Re: Daß Israel die Palästinenser drangsaliert, wird hoffentlich auch schon Ihnen aufgefallen sein!

Unlängst las ich in einer niederösterreichischen Zeitung, daß die israelische Regierung gnädigst palästinensische Bauern durch die berüchtigte Mauer durchläßt, um die auf der anderen Seite gelegenen Oliven ernten zu können. Dessen ungeachtet würden diese Palästinenser immer wieder von israel. Soldaten und "Siedlern" behindert. Um die Palästinensern vor diesen Übergriffen zu schützen, würden sie von NGOs begleitet. Unter jenen Begleitern befände sich auch ein pensionierter (hochrangiger) Staatsanwalt.

Dieser Staatsanwalt genießt in unserer Bevölkerung hohes Ansehen! Sie können davon ausgehen, daß er sich nicht für eine zweifelhafte Aktion hergeben würde.

Schon darauf sollten Sie erkennen, wie sehr Israel mit seiner Besatzungspolitik den Kredit in der Öffentlichkeit als Nazi-Opfer verspielt hat!!!

Cicero
03.11.2009 06:29
0 1

Für den Nahost-Frieden gibt es nur eine Lösung. Die Palästinenser müssen die Existenz Israels anerkennen und endlich einen eigenen Staat auf die Beine bringen.

Ja, natürlich „die Juden“ haben ihren Kredit als Nazi-Opfer verspielt, nein nicht nur das, sie sind längst zum Täter geworden. Wie einfach die Welt doch sein kann, wenn …

Wenn man entscheidende Teile der Israel-Geschichte einfach vergißt!

Es ab Zeiten, da wurden von den Palästinensern jene Selbstmordattentäter erfunden, die später das World Trade Center in New York in den Boden bohrten und die heute immer noch im Irak – gegen die eigenen Leute – und ebenso in Afghanistan operieren.

Selbstmordattentäter, das Böseste, was menschlicher Ungeist je erfinden konnte. Junge Leute fanatisieren, sie in den Tod zu schicken, nur damit ein paar gegnerische Zivilisten mit in den Tod müssen.

In Israel haben diese „Helden menschlichen Ungeistes“ Pizzerien, Diskotheken, Marktstandeln, Kaufhäuser und Linienbusse in die Luft gesprengt und das nicht gerade täglich, aber durchaus mehrmals die Woche.

Israel konnte erfolgreich diese Angriffe abwehren, sie haben praktisch aufgehört, nur im Irak und in Afghanistan gehen sie ungehindert weiter.

Und wie? Israel baute eine Mauer, die von Selbstmordattentätern nicht mehr überwunden werden kann und für die betroffenen palästinensischen Bauern zwar durchlässig, aber eben nur in militärischer Begleitung durchlässig ist. Wenn das für die palästinensischen Bauern unangenehm ist – und es ist unangenehm – na bitte, dann brauchen sie nur dafür zu sorgen, daß die Hamas ihre Angriffe, zuletzt nur mehr mit Raketen, auf Israel nachhaltig und glaubwürdig einstellt.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hubertus
03.11.2009 23:54
0 0

Re: Für den Nahost-Frieden gibt es nur eine Lösung. Die Palästinenser müssen die Existenz Israels anerkennen und endlich einen eigenen Staat auf die Beine bringen.

Ja man vergißt wirklich wichtige teile der geschichte. Die Selbstmordattentäter sind erst aufgetaucht als Israel ungehindert durch die Intern. Gemeinschaft Land und wasser der pal. raubte, Palis ohne Anklage jahrelang in haft hielt, folterte ,Olivenhaine zerstörte d. h. völkerrechts-,kriegsrechts -und menschenrechtswidrige handlungen am laufenden Band mit tatkräftiger Unterstützung der "friedliebenden" USA beging. Für mich sind Hamas und fatah sowie Al Aksa Brigaden pal. freiheitskämpfer. Sie haben sicher nicht mehr Zivilisten umgebracht als Israel durch direktes Töten aber auch durch administrative Maßnahmen (Gesundheit etc) Terror= IDF.

Cicero
04.11.2009 15:15
0 0

Ja, ja, die Geschichte. Geltung haben nur die historisch gesicherten Erkenntnisse und nicht blanke Propaganda-Lügen.

Zu hoffen ist, Sie glauben das wenigstens selbst, was Sie da so locker vom Hocker verkünden. Es sind die alten Kamellen, für die einerseits keine Beweise vorliegen und anderseits wirkliche Ereignisse einfach falsch interpretiert werden.

Etwa die angeblich niedergewalzten Olivenhaine. Stimmt, es gab niedergewalzte Olivenhaine. Aber Panzer, die in einem Verteidigungskrieg erfolgreich gegen den aggressiven Gegner auftreten wollen, können halt schlecht um jeden Olivenbaum herumfahren, die fahren immer querfeldein. Vermeiden kann man derartig „schlimme“ Ereignisse, indem man keinen Krieg anfängt.

Wenn man Wasser braucht, muß man erst zuerst einmal gewinnen. Wie ich aus eigener Wahrnehmung weiß, liefern die Israelis den Palästinensern das Wasser zum gleichen Preis, wie sie es den eigenen Abnehmern liefern. Nachdem generell zu wenig Wasser verfügbar ist, wollten die Israelis für die Palästinenser an der Mittelmeerküste des Gazastreifens eine Meerwasserentsalzung bauen, die Amerikaner wollten es finanzieren. Es sollte Wasser für die Landwirtschaft beschafft werden, damit wertvolles Trinkwasser für die Bürger erhalten bleibt. Yasser Arafat lehnte ab.

Sie dürfen sich jetzt aussuchen, warum Yasser Arafat dagegen war. Weil er von den Israelis oder den Amerikanern keine Hilfe wollte oder – und das ist meine Sicht der Dinge – weil er sein Volk bewußt in Not und Elend hielt, damit der Haß auf die Juden erhalten bleibt, den er für seinen Privatkrieg brauchte. Die Hamas braucht das immer noch!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Hubertus
03.11.2009 23:53
0 0

Re: Für den Nahost-Frieden gibt es nur eine Lösung. Die Palästinenser müssen die Existenz Israels anerkennen und endlich einen eigenen Staat auf die Beine bringen.

Ja man vergißt wirklich wichtige teile der geschichte. Die Selbstmordattentäter sind erst aufgetaucht als Israel ungehindert durch die Intern. Gemeinschaft Land und wasser der pal. raubte, Palis ohne Anklage jahrelang in haft hielt, folterte ,Olivenhaine zerstörte d. h. völkerrechts-,kriegsrechts -und menschenrechtswidrige handlungen am laufenden Band mit tatkräftiger Unterstützung der "friedliebenden" USA beging. Für mich sind Hamas und fatah sowie Al Aksa Brigaden pal. freiheitskämpfer. Sie haben sicher nicht mehr Zivilisten umgebracht als Israel durch direktes Töten aber auch durch administrative Maßnahmen (Gesundheit etc) Terror= IDF.

1 0

Re: Re: Re: Daß Israel die Palästinenser drangsaliert, wird hoffentlich auch schon Ihnen aufgefallen sein!

Staatsanwalt zu sein ist scheinbar kein Antidot gegen grottendumme Naivität!
Die angebliche Apartheidsmauer schützt nachweislich Menschenleben und der kontrollierte Zugang zu den Plantagen ebenso

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