22.11.2009 21:31 | Meine Presse Merkliste0

Willkommen in der Realität!

MARTINA SALOMON (Die Presse)

Der Kanzler will Zugangsregelungen an den Universitäten. Und er hat damit recht.

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Man muss Werner Faymann zu seiner überraschend unpopulistischen Ansicht gratulieren, auch wenn die SPÖ-Studenten geschockt sind. Ja, wir brauchen leider Zugangsregelungen an den Unis! Natürlich bedeutet das Studienplatzbeschränkungen (was die SPÖ dementiert). In weltweiten Rankings schneiden Massengratisuniversitäten nämlich selten hervorragend ab. Folgerichtig sind nur jene heimischen Universitäten ernsthaft konkurrenzfähig, die Aufnahmebeschränkungen haben, wie die Kunst-Unis, die das seit Jahrzehnten praktizieren. Am Salzburger Mozarteum kommen nur knapp fünf Studenten auf einen Professor, an der WU hingegen über 44. Auch an der Publizistik mit aktuell über 7000 Inskribierten kann man weder qualitätsvoll studieren noch lehren, ganz abgesehen von der Frage, wo es Jobs für tausende Publizisten gibt. Es ist im Sinne der Studierenden, wenn Eingangsphasen samt Abschlussprüfung existieren, die man unfreundlich auch „Knock-out-Prüfung“ nennen kann.

Keine Zugangsregelungen braucht es hingegen in technisch-naturwissenschaftlichen Studien, die eher zu wenig Hörer haben. (Vielleicht, weil diese Fächer an den Schulen oft so abschreckend unterrichtet werden.) Möglicherweise kommt die SPÖ eines Tages sogar darauf, dass auch Studiengebühren okay sind. Die Mittelschicht ist bereit, diese Gebühr für ihre Kinder zu zahlen – und Ärmere bekommen ohnehin Stipendien. Also, wo ist das Problem?


martina.salomon@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.11.2009)

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47 Kommentare
Gast: student
04.11.2009 21:54
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Genau so ist es!

Ich studiere seit heuer an der TU und finde Ihren Artikel den ersten realitätsbezogenen seit langem.

Des weiteren finde ich Aussagen wie:

"Die Wirtschaft darf sich in dem von uns für Sie geschaffnem System bewegen und nicht umgekehrt !!!"

idiotisch, genau das sollte die Wirtschaft machen, denn wo sollen wir denn nach der UNI arbeiten - auf der UNI? Die naturwissenschaftlichen Studien müssen praxisnäher gestaltet werden und es sollten Pflichtpraktikums eingebaut werden!

Sonst ist man nach seinem Doktor zu genau NICHTS zu gebrauchen!

lg

Gast: anonymos
04.11.2009 21:03
0 0

Zugangsregeln

Vielleicht erinnert sich einmal wer, dass noch im 18. Jahrhundert die Universitäten alleine über die Aufnahme von Studenten bestimmten. Wenn man die Studienvoraussetzungen für technische Studien z. B. an den Besuch einer HTL der entsprechenden Fachrichtung binden würde, dann wären auch Studeinabbrüche mangels belastender Leistungsfähigkeit oder geringer Eignung seltener. Nachdem die sogenannte AlgemEINBILDUNG eher eine Prozeß lebenslangen Lernens sein sollte, wäre auch die Frage der SELBSTVERWIRKLICHUNG durch ein Studium als Abzocken der Gesellschaft gewertet.

Gast: Mariu
04.11.2009 20:44
0 0

Studiengebühren sind Ungerecht, weil...

... es unmöglich ist ein funktionierendes Stipendiensystem aufzubauen. Derzeit werden lediglich die Bruttobezüge der Eltern sowie die Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder zur Berechnung der Stipendienhöhe herangezogen. Wie viele Ersparnisse oder Schulden die Eltern haben, ob sie zur Miete Wohnen oder nicht, ob sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen, all das wird einfach nicht berücksichtigt - wie sollte es auch?

Gerade für Familien ohne große Rücklagen stellt es aber ein großes Problem dar, dass immer nur die Bruttobezüge des letzten Jahres für die Berechnung herangezogen werden, fallen Einnahmen zB durch plötzlichen Jobverlust weg, kann ein studierendes Kind sehr schnell unfinanzierbar werden.

Das Ergebnis sind dann oft teilzeitbeschäftigte Studierende, welche Mehrfachbelastungen ausgesetzt sind, nicht zuletzt aufgrund von STEP und Knock-out Prüfungen.

Das sind die Verhältnisse, wie sie jetzt sind, nun auch noch Studiengebühren zu fordern ist angesichts solcher Beispiele skrupellos. Es ist verrückt: Die jenigen, die Studiengebühren fordern, sind in der Regel entweder Studenten reicher (bzw. wohlhabender) Eltern, die sie ohnehin nicht selbst bezahlen müssten, sowie jene, die ohnehin schon ihr gratis Studium hinter sich haben, und nun die Frechheit besitzen, dieses Privileg der nachfolgenden Generation streitg zu machen.

joquer
05.11.2009 00:50
0 0

Re: Studiengebühren sind Ungerecht, weil...

Man muß unterscheiden zwischen einem funktionierenden und einem perfekten Stipendiensystem! In jedem System gibt es Härtefälle - auch in unserem extrem dichten sozialen Netz gibt es Leute, die auf der Straße landen! Ob sie's glauben oder nicht, auch ohne Studiengebühren gibt es Leute, die sich das Studieren (ihrer Kinder) nicht leisten können.
Im Endeffekt geht es doch dabei nicht darum, was gerecht oder wünschenswert wäre, sondern was Sinn macht und leistbar ist.
Zu viele Menschen in Österreich berufen sich auf Privilegien die sie genießen wollen, weil andere Leute vor ihnen sie auch genossen haben. Wir werden uns auch in anderen Bereichen darauf einstellen müssen, dass einiges nicht mehr geht.

Gast: Beobachter8
04.11.2009 16:04
0 0

ERT ist keine Demokratie

Es kann nicht sein, das der Rahmen der "Freiheit" von der Wirtschaft bestimmt wird !
Die Wirtschaft darf sich in dem von uns für Sie geschaffnem System bewegen und nicht umgekehrt !!!
Dem Volk haben sich Politik, Wirtschaft und Finanzen anzupassen. Es hat sich nicht das Volk, den faschistischen Neocons unterzuordnen !

freeman
04.11.2009 21:24
0 0

Was ist die Wirtschaft?

Die Summe der materiellen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen.

"Die Wirtschaft" kann also gar nicht anders als sich in dem von uns geschaffenen Rahmen zu bewegen.


Gast: michelle
04.11.2009 15:42
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das zu faymanns politik !

Faymann wechselt im Uni-Chaos die Seiten

Der Bundeskanzler spricht sich nun doch für Zugangsregelungen aus. Die Studenten sind empört, die Proteste gehen weiter.

Uni-Proteste: Faymann im Retourgang

Keine neuen Zugangsregelungen, die FHs dienen nicht als Vorbild. Der Kanzler hält den Status Quo nun doch für ausreichend.

frage: gibt es einen b.....en kanzler als faymann


ernestus
04.11.2009 15:34
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ceterum censeo

Wie man es auch betrachtet: Es zeigt sich, wie wahr der alte Spruch

"was nix kostet, ist nix wert!"

sein kann!

Wer dessen bedarf, bekommt Stipendien, auch wenn alle anderen Studiengebühren entrichten
(die ohnehin nur etwa 5 % der Kosten eines Studienplatzes betragen!) - und die Quote der Absolventen würde sprunghaft steigen.

1 0

Der Gegenangriff formiert sich - wie kontern?

Den Protesten nutzte bis jetzt ein Effekt der Überraschung. Die Gegenseite brauchte Zeit. Sie musste die Lage einschätzen, mobilisierte ihrerseits und startet den Angriff auf die Trägerinnen und die Träger der Veränderung. Die Facebook-Gruppe “Studieren statt blockieren” sammelt die Kräfte der Konservendose. Es werden sogar studentische Stimmen laut, die ohne Genierer pro Studiengebühren schreien.

Sollte man Peitschen zur Selbstgeißelung verteilen?

Mehr hier:

http://www.social-innovation.org/?p=1335

freeman
04.11.2009 15:35
0 0

Integre Menschen

beurteilen politische Fragen nicht ausschließlich nach kurzfristigem, persönlichem Vorteil.

Sonst wären alle Pensionisten für Pensionserhöhungen, alle Frauen für Frauenquoten, alle Nichtraucher für Rauchverbote usw...

Murray
04.11.2009 15:35
1 0

Re: Der Gegenangriff formiert sich - wie kontern?

Wenn Sie die überbösen kapitalistischen Teufel, die Sie in Ihrem Pamphlet an die Wand malen, wirklich überraschen wollen, dann gehen Sie doch einfach arbeiten!

Gast: Beobachter
04.11.2009 13:28
0 0

Elite darf sein

Ich bin ein durchschnittlicher Schifahrer und ich brauche nicht den Trainer der A-Skinationalmannschaft als Schilehrer. Das ist völlig sinnlos, weil es jeder gewöhnliche Schilehrer auch tut.

Genausowenig braucht der durchschnittliche Studierende einen Eliteprofessor, weil er ihm ohnedies nicht folgen kann; der hochtalentierte Studierende braucht ihn hingegen schon. Gewisse Studierende sind halt fleissiger und talentierter als andere, und auch diese haben ein Recht auf eine adäquate Ausbildung.

Murray
04.11.2009 14:44
2 0

Re: Elite darf sein

Sie sprechen sich jetzt aber selbst das Urteil. Der Anspruch auf eine "adäquate Ausbildung" wird gegenüber den nicht-fleissigen, nicht-talentierten Studenten ja vielleicht schon mit dem Recht, zur Matura anzutreten, hinreichend erfüllt (oder sogar übererfüllt)?
Aber darum geht es ja gar nicht. Die Studenten meinen anscheinend, dass "der Staat", d. h. die Steuerzahler, ein System zu finanzieren haben, in dem man ohne Gebühren so viele Studien wie gewünscht in allen möglichen Studienrichtungen in welcher Zeit auch immer machen kann - dabei haben immer ausreichend Studienplätze vorhanden zu sein und am Schluss hat es automatisch einen Arbeitsplatz zugeben. Darüber hinaus sind die deutschen Numerus-clausus-Flüchtlinge gratis mitzubetreuen, die soziale Schichtung der Studenten hat den politischen Vorgaben zu folgen usw.
Dass diese Wünsche absolut hirnrissig sind und zu einem Milliardengrab führen, bedarf wohl keiner ausgefeilten Argumentation.
Studiengebühren sind keineswegs ein Allheilmittel, aber sie stellen die Studenten vor die Frage, ob sich das Vorhaben lohnt, ob sie das jemals zurückzahlen können - oder ob es nicht besser ist, das alles bleiben zu lassen. Das jetzige System hingegen ermutigt die Schulabgänger dazu, ins Blaue hinein zu studieren und das ist für alle die teuerste Variante.

joquer
05.11.2009 00:56
0 0

Re: Re: Elite darf sein

Danke, ich habe lange nach genau dieser Zusammenfassung gesucht!
Ich darf (hoffentlich) noch hinzufügen, dass alles Geld, das vom "Staat" kommt, im Endeffekt von Politikern und Beamten verteilt wird. Wenn weniger Geld vom Staat kommen muss, bleibt, stark vereinfacht betrachtet, mehr Geld bei uns, das wir dann nach unserem Gutdünken verteilen können!

Murray
04.11.2009 12:38
3 1

Freier Zugang zum Sport!

Nieder mit der Diskriminierung durch den ÖSV, freier Zugang zum Kader für alle! Die Auswahlverfahren für unsere Schifahrer sind viel zu elitär und selektiv, der Kader gibt die ethnische und soziale Struktur unserer Gesellschaft auch nicht wider. Und das Schifahren ist eh nur nebensächlich.
Warum sagt das niemand? Weil es nur zu deutlich erkennbarer Blödsinn ist. Wendet man dieselbe Logik auf die Bildung an, ist sie völlig üblich.

Gast: Matrix
04.11.2009 10:34
1 2

Jetzt kommen sie

alle aus ihren Löchern, die Neoliberalen und ihre Kampagnenschreiber!
Um irgendeinen Rankingplatz in irgendeiner ohnedies getürkten Umfrage zu erhalten, sollten wir die Idee vom freien Zugang zu den Universitäten aufgeben?
Natürlich muss wieder das Beispiel der Eliteuniversitäten herhalten, die ja in Rankings immer vorne dabei sind, allen voran die privaten, US-amerikanischen.
Bloß blöd, dass gerade Harvard & Co sich an der humboldtschen Uni orientieren und nicht an diesem neuen verschulten Bachelor-Unsinn ("Bologna-Prozess"), den uns dieselben Bildungsbilderberger immer wieder als vorbildhaft darstellen wollen.

kobold
04.11.2009 15:27
1 0

Re: Jetzt kommen sie

Bloß blöd, dass sich Harvard & Co ihre StudentInnen aussuchen können und Studiengebühren einheben können. An österreichischen Universitäten studieren sattdessen Leute, die den Stoff der Gymnasien noch nicht verarbeitet haben, denn sonst müssten sie sich ja nicht vor Eignungsprüfungen fürchten. Von Studiengebühren ganz zu schweigen.

Murray
04.11.2009 14:57
1 0

Re: Jetzt kommen sie

die wenigsten US-Universitäten sind privat, aber die öffentlichen sind ebenso teuer wie die privaten. Privat sind dort viele Stipendien und Sponsorgelder sowie Stifungsprofessoren, die die Universitäten erhalten.
Im übrigen wage ich zu bezweifeln, dass US-Unis weniger verschult sind als Universitäten nach dem Bologna-System.
Der freie Zugang soll nicht deshalb fallen, weil er die österreichischen Unis den amerikanischen ähnlicher machen soll, sondern weil er nicht mehr finanzierbar ist (auch nicht mit den bisherigen Studiengebühren, die haben ja nicht einmal 10 Prozent der Kosten gedeckt).
Um das Humboldtsche Bildungsideal zu verwirklichen, brauchen Sie keine Universität, sondern Verstand (und vielleicht noch ein paar Bücher dazu, aber die sind nicht wirklich teuer).

Gast: Begeisterter
04.11.2009 09:30
1 0

Dies ist ...

... einer der besten und zutreffendsten Kommentare, die ich zu diesem Thema bislang gelesen habe.

Woltron
04.11.2009 07:02
0 0

Das ist nicht das Gelbe vom Ei....

Ein Selektionsprinzip nach jeweils verfügbaren Quadratmetern/Studienrichtung scheint mir nicht die genialste Lösung zu sein. Da sollte man sich schon etwas mehr anstrengen, um Kriterien und Prozeduren festzulegen, die den Geeignetsten die Chance geben. mit dem naturgemäß immer limitierten Angebot zurechtzukommen. Und vor allem sollten die Verantwortlichen erst denken, bevor sie reden - oder plärren.

Panem et circenses ist nicht die beste Devise, um zu regieren.

kobold
04.11.2009 15:31
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Re: Das ist nicht das Gelbe vom Ei....

Panem et circenses hat es bis jetzt gegeben. Sie haben ganz recht, das ist eine äußerst dumme Politik. Deshalb plädieren ja auch so viele Menschen für Zugangsregelungen. Sie haben aber damit recht, dass diese begründbar sein müssen und nicht in linearen Kürzungen der Studienplätze bestehen können.

Antworten Gast: schumpeter
04.11.2009 07:36
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Re: Die Relation ...

... Studenten/betreuende Professoren ist e i n wichtiger Indikator für die Qualität der Leistungserstellung im Bildungsbereich. Der Zustrom neuer Studenten kann diese Relation gefährlich aufblähen. Wird dabei eine "kritische Grenze" überschritten, gibt`s zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Anzahl des Lehrpersonals aufgestockt oder der Zustrom gestoppt. Ersteres kostet Geld, und über das scheint man im Augenblick eben nicht zu verfügen.
Die Ursache allen Übels ist aber die mangelbehaftete Budgetierung im staatlichen Bereich. In der Privatwirtschaft werden Budgets nach dem erwarteten Bedarf erstellt, auf Marktveränderungen kann man somit relativ rasch reagieren.
Ganz anders im öffentlichen Bereich ... dort budgetiert man durch "Fortschreibung". Maßgebend für den Budgetansatz ist, was im abgelaufenen Jahr ausgegeben worden ist ...

freeman
04.11.2009 09:56
0 0

Der grundlegende Unterschied

zwischen privatem und staatlichem Bereich ist, daß in ersterem die "Entscheider" die Folgen ihrer Entscheidungen selbst tragen (wenn nicht irgendein schwachsinniger Politiker einen "Bailout" anbietet), während in der Politik notfalls immer noch der Steuerzahler ausgepresst (direkt oder indirekt über die Inflation) werden kann.


Antworten Antworten Antworten Gast: schumpeter
04.11.2009 11:50
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Re: Der grundlegende Unterschied ...

... ist wohl eher der, dass im Privatbereich die Finanzziele die absolute Hauptrolle spielen. Ein Unternehmen kann nur überleben, wenn es mittelfristig ausreichend Umsatz, Gewinn, Rentabilität erzielt.
Im öffentlichen Bereich hingegen will man bestimmte "Wirkungsziele" erreichen. Dazu sind Bündel von Maßnahmen notwendig, die wiederum finanzierbar sein müssen. Ziele und Maßnahmen werden von der Politik festgelegt. Und die muss selbstverständlich auch die "Folgen ihrer Entscheidung" tragen ... bei der nächsten Wahl.
Alles klar?

Murray
04.11.2009 12:29
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Re: Re: Der grundlegende Unterschied ...

Ich glaub, mich knutscht ein Elch! Haben Sie in Ihrem Leben jemals einen Politiker gesehen, der einigermaßen sinnvolle Soll-Ist-Vergleiche über seine politischen Vorhaben präsentiert hätte?
"Wirkungsziele" bedeutet in Österreich, schwammig formulierte Blabla-Wohlfühlparolen auszugeben und die eigene Klientel auf Kosten der Leute zu sanieren, die einen ohnehin nicht wählen. So zu tun, als gäbe es bei uns so etwas wie rationale (wobei rational nicht im Sinne einer planmäßigen Machterhaltung zu verstehen ist) Investitionsstrategien in der Politik, ist völlig abwegig.
Im übrigen überleben Unternehmen nicht deswegen, weil sie beim Budgetieren Zahlen hin- und herschieben, sondern weil sie auf wirtschaftlichem Wege Konsumentenwünsche erfüllen. Die Wünsche von Konsumenten, die auch bereit sind, etwas für die erhaltenen Güter zu zahlen, wohlgemerkt.

komajo
04.11.2009 06:50
1 2

Liebe Frau Salomon!

Den Seitenhieb (weil technische Fächer so unattraktiv unterrichtet werden) hätten sie sich sparen können. Er disqualifiziert damit auch Ihren ganzen Artikel. Kunstakademien und Kunstunis suchen talentierte Studenten nicht gut unterrichtete. Für technische Fächer muss man auch Begabung und viel Intelligenz mitbringen. Das wissen viele Studenten selber und meiden diese schwierigen Fächer. Mit Unterricht hat das wenig bis gar nichts zu tun.

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