25.05.2012 17:26 | Meine Presse Merkliste 0

Von Weltklasse reden wir nicht

GERHARD HOFER (Die Presse)

Auch Trainer schießen Eigentore. Fußballteamchef Constantini tut dies, indem er Mainz-Spielmacher Ivanschitz nicht ins Team einberuft.

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Jetzt hat der Tiroler Dietmar Constantini offenbar ganz auf stur geschaltet. Obwohl viele ihn dafür kritisieren, dass er den Deutschland-Legionär Andreas Ivanschitz nicht ins Team zurückholt, bleibt er bei seiner Ansage: Heuer gibt es kein Leiberl für den Exkapitän der Nationalmannschaft. Ivanschitz, der in Deutschland bei Mainz für Tore und großartige Leistungen sorgt, muss beim Länderspiel gegen Europameister Spanien zuschauen. Dabei zählt Ivanschitz zweifelsohne zu den 20 besten Fußballspielern Österreichs.

So gesegnet ist dieses Land nicht mit Spitzenkickern, dass man einen erfolgreichen Spieler in der deutschen Bundesliga einfach ignorieren könnte, dürfte. Constantini tut es trotzdem. Die Gründe dafür bleibt er schuldig. Denn zu sagen, Ivanschitz passe nicht ins Konzept, ist zu wenig. Gute Spieler passen nämlich immer ins Konzept. Das haben die so an sich. Und einen Spieler in den Kader zu holen heißt noch lange nicht, dass er dann auch sofort spielt.

Was treibt Constantini also zu seiner sturen Haltung? Sein Sturschädel? Er hat einmal Nein gesagt, und dabei bleibt es. Oder ist es sein Populismus? Fürchtet er gar noch immer einen Teil des Rapid-Anhangs? Jenen Mob, der Ivanschitz bei Länderspielen auspfiff, weil dieser es einst gewagt hatte, Rapid in Richtung Salzburg zu verlassen?

Im Zweifel ist Constantini wohl mehr Populist als Sturschädel. Beides hätte ein Spitzenmann nicht nötig. Aber von Weltklasse reden wir nicht.


gerhard.hofer@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.11.2009)

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20 Kommentare
ger49
07.11.2009 20:35
0 0

Gerhard Hofer

Gerhard Hofer ist ein Zeitungsschmierer, weil er nicht fähig ist neutral zu berichten. Nicht Gerhard Hofer ist Teamchef, sondern Didi Constantini. Darum haben Sie, Gerhard Hofer, Elmar Oberhauser & Co. die Entscheidungen des Teamchefs zu akzeptieren und respektieren. Waren es nicht dieselben "Hetzer von heute", welche für die unfähigen Stickler & Hickersberger Verständnis und Geduld eingefordert haben??? Schade, dass diese Zeitungsschmierer niemand zur Verantwortung zieht, denn sonst würden sie mit mehr Anstand und Niveau berichten. Oder, Gerhard Hofer, werden auch Sie von Ivanschitz für diesen Unsinn bezahlt??? Bestechung und Korruption ist heute unter den Journalisten doch üblich, oder???

Antworten Gast: Richi I., Staatskönig von Österreich
08.11.2009 08:22
0 1

Re: Gerhard Hofer

Sie müssen einer aus der Dreierbande Constantini, Zsak und Peischl sein, oder gehörig unter psychischen Druck stehen. Endlich beginnt sich der Sportjournalismus zu emanzipieren und kriecht nicht jeden Funktionär und Trainer, der nur Eigen-PR betreibt, in den Allerwertesten. Dafür haben wir ja ohnehin den ORF Sport. Negativbeispiel: der heutige Kurier. Dort wird allen Ernstes Constantini mit Happel verglichen. Wenn Medien schon auf ÖFB-Verteidigungslinie getrimmt werden, dann bitte nicht so peinlich und bar jeglichen Realitätsbezugs. Langfristige Trainer-Erfolge von Constantini? Null Team-Erfolge? Mit Glück kleinere Erfolge (da hatte Brückner am Anfang sogar noch größere). Inzwischen nur mehr wirre Personalpolitik und Taktiken: Frankreich, Rumänien, Litauen, Kamerun. Und von charakterlicher Geradlinigkeit weit und breit nichts zu sehen. Wer Ivanschitz für zu schlecht , aber Maierhofer, Patocka, Ortlechner, Baumgartlinger, Alaba für teamwürdig befindet, der entfernt sich von objektiver Einschätzungsfähigkeit um Lichtjahre.

Antworten Antworten ger49
08.11.2009 10:53
0 0

Re: Re: Gerhard Hofer

Ich hoffe, Du hattest einen Unfall, wovon Du diesen leichten Schaden davongetragen hast. Denn so viel Dummheit will ich nicht einmal dir unterstellen, den Journalismus der heutigen Zeit zu loben. Manipulation und Korruption pur, dazu die Aussage eines Journalisten selbst: „So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht. Sie wissen es, und ich weiß es", sagte John Swaiton. "Nicht einer unter Ihnen würde sich trauen, seine ehrliche Meinung zu sagen. Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören, faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst, sein Land und seine Rasse für sein tägliches Brot zu verkaufen. Wir sind Werkzeuge und Marionetten der Reichen, die hinter den Kulissen die Fäden in der Hand halten. Sie spielen die Melodie, nach der wir tanzen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unser Leben befinden sich in den Händen dieser Leute. Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte." John Swaiton

Antworten Jack Bauer
07.11.2009 22:46
1 0

Re: Gerhard Hofer

Dass Sie von Niveau schreiben, ist ein Widerspruch in sich selbst. Und von wem werden Sie für so viel Unsinn bezahlt? Bestechung und Korruption ist heute unter Kommentarschreibern doch üblich, oder?

Gast: Martin S
07.11.2009 16:53
2 0

Typisch

Ein paar Tore (gegen Gurkenvereine), und schon ist man ein Star....

0 0

Re: Typisch

Seit wann sind die deutschen Bundesligaklubs "Gurkenvereine"?

Antworten Antworten ger49
07.11.2009 20:47
0 0

Re: Re: Typisch

Seit Rapid 3:0 gegen den Tabellenführer HSV der DBL gewann!!! ;-)))

0 0

Re: Re: Re: Typisch

Aber die Aufstiegschancen des HSV in der EuropaLiga sind noch intakt; jene von Rapid bewegen sich gegen Null! Reden wir nach dem Rückmatch in Hamburg weiter...

Gast: Richi I., Staatskönig von Österreich
07.11.2009 09:35
0 2

Österreichs Fussball hat ein Potenzial, wie schon lange nicht mehr; allein der ÖFB schafft es, daraus ein tragischkomisches Kabarett zu veranstalten

Danke fü den Kommentar. Ein gutes Zeichen, dass sich der Sportjournalismus von der "Verhaberung" zu lösen beginnt. Was Constantini sich leistet, muss mehr als hinterfragt werden. Der macht sich vor dem Rapid-Mob in die Hose. Es geht aber nicht nur um Ivanschitz allein. Generell ist seine Personalpolitik wirr, genauso wie seine Taktik es gegen die Franzosen, Rumänen und Litauer war. Der redet immer davon, dass Spieler in sein System passen oder eben nicht. Nur, wer sieht bei Constantini irgendein schlüssiges Sytem? Ich fürchte, der ÖFB ist nicht stark genug, den Mißgriff einzusehen und Constantini, Zsak, Peischl abzulösen. Alle Drei haben als Trainer noch nicht wirklich was geleistet, was sie für das Coachen des National-Teams befähigen würde. Constantini ist nur ein Populist, der mit Phrasen (geil, junge Wilde) PR in eigener Sache macht

Antworten ger49
07.11.2009 20:40
0 1

Re: Dummheit tut nicht weh, oder?

Wenn Du Didi & Co. für unfähig erklärst, wirst Du wohl Hickersberger, Stickler & Co. als fähig bezeichnen. Mehr Blödheit als dich findet man selten. Ja vielleicht in der ÖFB- Organisation, wo Ludwig & Co noch immer zu finden sind.

Antworten Antworten Jack Bauer
07.11.2009 22:48
0 1

Re: Re: Dummheit tut nicht weh, oder?

Dummheit tut nicht weh, aber ger49 tut weh... Was ist in Ihrem Leben passiert, dass Sie so wurden?

Antworten Antworten Antworten ger49
08.11.2009 10:59
0 0

Re: Re: Re: Dummheit tut nicht weh, oder?

Jack Bauer ist auch ein Bezahlter aus der Journalisten- Mafia. Bestimmt werden den Unsinn dieser Manipulanten wie Gerhard Hofer, Jack Bauer und Richi I. auch einige Wenige glauben. Wieder ein Beweis mehr von Volksverblödung! ;-)))

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Re: Re: Dummheit tut nicht weh, oder?

Da stimme ich voll zu! Nie würde ich Constantinis Erfolge als Kurzteit-Feuerwehr auf dem Trainerstuhl bei diversen Klubs in Frage stellen. Doch jetzt schlägt seine Sturheit offensichtlich ungebremst durch. Zum Schaden der Nationalmannschaft.

Auch Zsak hat sich als Betreuer im Nachwuchsbereich durchaus Meriten erworben; man sollte nicht gleich das sprichwörtliche "Kind mit dem Bad ausschütten"...

0 1

Auf jeden Fall "antizyklisch"...

Verkehrte Fußballwelt: Als Ivanschitz schlecht spielte, hatte er sein Teamleiberl sicher. Jetzt, da ihm endlich der Knopf aufgegangen ist, wird er für Didi Constantini zur "Persona non grata"! So etwas pflegt man "antizyklisch" zu nennen...

Lustig finde ich die Aussage des Teamchefs, der von ihm Verschmähte würde ihm "nicht ins Konzept passen". Von welchem "Konzept" spricht denn der Didi? Ich jedenfalls erkenne in der Nationalmannschaft noch keines!

Zugegeben: Sein Aufgebot kämpft tapfer bis zum Schluß und läßt sich auch durch einen Torrückstand nicht, wie oft seine Vorgänger, so leicht entmutigen. Also müssen wohl Didis Motivationskünste sichtbare Früchte tragen.

Doch spielerisch, ich meine damit den geschickten Aufbau in der Offensive, da liegt leider noch vieles im argen. Hauruck, so lautet meistens die Devise. Ein intelligenter Bursch wie Ivanschitz könnte daran so einiges verbessern. Aber man läßt ihn eben derzeit nicht! Und ob¿s im nächsten Jahr passiert? Wer weiß...


Gast: Cruxeder
06.11.2009 19:52
0 0

Aber...

... mein Zwillingsbruder Crusader, der Edelkicker vom SV Braunau, ist derzeit sicherlich die heißeste Aktie auf dem heimischen Fußballmarkt!

Ihm wurde zum Verhängnis, daß er sich gegen die Migrantenquote im Team gewehrt hat!

Als wahrhafter Patriot hat er natürlich stets behauptet, daß Österreicher zuerst ins Nationalteam berufen werden sollten - also zuerst Leistung, dann Herkunft!

Aber keiner wollte ihn verstehen, und darunter leidet am meisten der heimische Fußball, ohwohl sie wissen müßten - He is from Austria!!!

roger
06.11.2009 19:12
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Bringt nichts

Es ist bei Constantini kontraproduktiv, irgendeinen Spieler ins Team "schreiben" zu wollen - mit Recht. Je mehr sich die Medien ins Zeug legen, umso weniger wird's etwas bewirken. Bei Hicke hatte so was vielleicht Erfolg, bei Constantini eben nicht. Findet's euch damit ab.

Außerdem: Herr I. hatte im Team jahrelang Narrenfreiheit - und kickte dabei einen riesigen Stuss zusammen; etwas mehr Demut und Selbstkritik wären daher durchaus angebracht.

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Re: Bringt nichts

Farörer-Pepi Hickersberger hatte sich lange Zeit gegen eine Nominierung von Vastic gewehrt; auch nach dem hatten die Zeitungen und viele Fans im Team gelechzt. Doch Hicke blieb bei seiner "geschlossenen Gesellschaft". Erst bei der EM wurde das "Flehen" der Öffentlichkeit "erhört". Tatsächlich hatte sich der Oldie dann glänzend bewährt.

Sturschädel Didi wird noch länger Widerstand leisten; da haben Sie schon Recht. Ein Fehler ist es trotzdem, auf Andi zu verzichten. Einen Versuch wär¿s wert...

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Re: Bringt nichts

Auch im Fußball ist gestern gestern und heute heute! Stimmt: Oft hatte sich Ivanschitz den Teameinsatz aufgrund mäßiger Leistungen wirklich nicht verdient, war aber als "Teamkapitän auf Lebenszeit" quasi einzementiert. Das hat bei den Fans viel böses Blut gemacht: Gleichsam pragmatisierte Kicker sind eben selten echte Mannschaftsstützen. Damit machten ihn die Teamchefs Krankl und Hickersberger sicher keinen Gefallen.

Inzwischen hat sich aber vieles zum Besseren geändert. Das sollte man berücksichtigen!

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Re: Bringt nichts

Genau richtig! Jahrelang Kapitän und dann unterstes Niveau, kaum bei Mainz und schon der Überkicker....

Der Teamchef und der Präsident halten ihren Kopf schon hin. Wenn sie Ivanschitz nicht wollen, OK! Aber ihn gutzureden funktioniert einfach nicht!

Schlußendlich macht der Trainer die Aufstellung und basta!

Antworten Antworten Gast: Franz
06.11.2009 19:59
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Re: Re: Bringt nichts

Naja, vielleicht sollte man sich einmal beim ÖFB fragen, warum die Legionäre bei ihren Klubs regelmäßig gut spielen, im Team aber nicht ihre Leistung abrufen?

Vielleicht liegts daran, dass die Legionäre bei den Klubs ein professionelles Umfeld (inkl. Fachmänner in den Führungspositionen) haben und beim Team nicht?

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