21.11.2009 17:46 | Meine Presse Merkliste0

Norbert Darabos schütze uns!

RAINER NOWAK (Die Presse)

Die burgenländische SPÖ will gegen Einbrecher, die nicht einmal vor der geheiligten Parteizentrale haltmachen, Soldaten einsetzen. Schön.

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Die burgenländische SPÖ, die automatisch den Landeshauptmann stellt, kann für ihre Bürgernähe und ihr Verständnis für die wahren Probleme im Land nicht genug gelobt werden. Die burgenländische SPÖ fordert die Ausdehnung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres auf Eisenstadt. Pro Tag komme es nämlich landesweit zu drei(!) Einbrüchen, so SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich.

Die burgenländische SPÖ hat auch tiefes Verständnis für Einbruchsopfer. Denn die Parteizentrale wurde Schauplatz skrupelloser Krimineller: Unbekannte Täter drangen durch den Hintereingang in das Gebäude ein, durchsuchten alle Büros und entwendeten die pralle Parteikassa. Soldaten hätten dieses Eisenstädter Watergate verhindern müssen/können!

Man könne „nicht mehr länger zuschauen, jetzt muss endlich etwas passieren“, fordert daher der SP-Politiker, dessen Name wir vom ersten Absatz bis hierher leider vergessen haben. Ihm gilt jedenfalls unser Dank: Endlich sagt jemand klar und offen, dass der Assistenzeinsatz nichts mit der Grenze, sondern nur mit dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu tun hat. Unklar ist nur, ob die burgenländische SPÖ für die Genossen in Wien gilt. Umgelegt auf die Zahl der Einbrüche müsste der Einsatz von Panzern auf und von Eurofightern über den Straßen Wiens angedacht werden.

Aus welcher Landespartei stammt Verteidigungsminister Norbert Darabos noch schnell? (Bericht: Seite 8)


rainer.nowak@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2009)

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9 Kommentare
Gast: renne
11.11.2009 19:21
0 0

assistenzeinsatz


so sinnvoll ist der assistenzeinsatz

http://rennes-blog.blogspot.com/2009/11/assistentzeinsatz-hart-der-grenze.html

Gast: Gehirnforscher
10.11.2009 12:08
2 3

Die Lage ist zu ernst, um darüber vertrottelt zu witzeln

Die herablassend spöttische Tonlage im Artikel kann ich keinesfalls nachempfinden. Da mir mir schon eingemale von diesen Leuten (hoffentlich darf man das noch so sagen) eingebrochen wurde, wäre ich für jeden Bundesheersoldaten und wäre er so aus Pappe ausgeschnitten, als Abschreckung, dankbar. Vielleicht ist eine beitragende Ursache für die scheuende Kriminalität die Dodeln, die Artikel in der Presse schreiben, in der man sich über die Opfer lustig macht und die Versuche der Regierung die Lage in den Griff zu bekommen, verhöhnt ohne mit was Besserem zu glänzen.

joquer
10.11.2009 13:04
7 2

Re: Die Lage ist zu ernst, um darüber vertrottelt zu witzeln

Verhöhnt (und zu Recht!) werden hier sicher nicht die Opfer sondern die Politiker, die in dem Zusammenhang einen Schwachsinn nach dem anderen verbreiten!
Präsenzdiener, die in den Städten patroullieren um auf Recht und Ordnung zu schauen? Das gibt's sonst nur in Militärdiktaturen oder besetzten Gebieten! Das den Bürgern als eine Lösung/Verbesserung zu präsentieren ist die eigentliche Verhöhnung!

Antworten Antworten Gast: gehirnforscher
10.11.2009 14:53
0 1

e: Re: Die Lage ist zu ernst, um darüber vertrottelt zu witzeln

Eine Verhöhnung wäre es, nichts zu tun, das nämlich würde die jetzigen Zustände einbetonieren und daran haben nur die Kriminellen eine Freude. Jeder Versuch die Lage zu verbessern und sei es mit Papppolizisten, wie ich sarkastisch im obigen Beitrag schrieb oder mit patrroullierenden Klofrauen oder Weihnachtsmännern ist egal, wäre ein mögliches Mittel die unerträgliche Lage zu verbessern. Das mit deinen Militärdiktaturen ist natürlich völliger Unsinn, denn hier werden die Soldaten gebraucht, die Bürger zu schützen und nicht für irgendwelche politischen Zwecke missbraucht. Jetzt gilt es, die Kriminalität zu bremsen, alle Mittel sind recht auch wenn es solche Spinner wie du nicht schnallen. Es sei denn, du willst der Kriminalität Vorschub leisten, was ich nicht hoffe!

0 0

Re: e: Re: Die Lage ist zu ernst, um darüber vertrottelt zu witzeln

Stimmt genau, jedes Mittel ist recht!
Rufen wir im Burgenland den Ausnahmezustand aus und lassen die Panzerhaubizen vorfahren!
Auf dass die Moerser die Strassen von Einbrechern und Tauben befreien!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: gehirnforscher
10.11.2009 19:57
0 0

Re: Re: e: Re: Die Lage ist zu ernst, um darüber vertrottelt zu witzeln

Nomen est omen, war nie wahrer als bei dir. Vielleicht können dich deine Eltern noch heute abend in's AKH fahrer! Und morgen früh können sie dich dann gleich weiter zu einem Deutschkurs chauffieren; du hast es bitter nötig!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: niesslloser
12.11.2009 10:14
0 0

Re: Re: Re: e: Re: Die Lage ist zu ernst, um darüber vertrottelt zu witzeln

vielleicht sollte man sein Haus ein wenig besser sichern, damit nicht noch öfters eingebrochen wird! Ich bin strikt dagegen, dass auf Kosten der Allgemeinheit Grundwehrdiener die Arbeit der Polizei erledigen! aber: man könnte das Burgenland mit einer Mauer umgeben, damit etliche "Forscher"unbelästigt weiter vor sich hin labern können!

ernestus
10.11.2009 09:34
4 0

Geht nicht!

Der Eurofightereinsatz zur Abwehr der Wiener Einbrecher wird nicht funktionieren, weil doch der SPÖ-Politiker, dessen Namen ich auch vergessen habe, die Anzahl dieser Kampfflugzeuge - gegen Bezahlung höherer Kosten auf jene des Steuerzahlers - bedeutend verringert hat. Woher also nehmen und nicht stehlen?
Seit wann, lieber Herr Nowak, sind Sie so unrealistisch?

Gast: Beobachter
10.11.2009 09:12
6 0

Gratuliere Herr Nowak

Auch aus der Sicht eines Burgenländers kann ich Ihrer Beobachtung zustimmen, Herr Nowak. Was zu Fragen der Sicherheit im Burgland von Politfunktionären an verbalen "Aus- bzw. Absonderungen" zu beobachten ist, bestätigt immer wieder meine Sicht des derzeitigen Reform- und Politikdillemas, das eigentlich ein Versagen von Parteifunktionären, vor allem bei SPÖ und ÖVP ist. Eine viel zu große Zahl an Parteifunktionären muss täglich ihre Existenzberechtigung durch Aussendungen beweisen, diese Anmerkungen sollen möglichst auch den politischen Gegner treffen, diesen sieht ein SPÖ - Funktionär immer noch eher bei der ÖVP und natürlich gilt das auch umgekehrt. Da der Verteidigungsminister nun aus den Reihen der burgenländischen SPÖ kommt, ist dieser natürlich der Schirmherr unserer Sicherheit, während die Polizei - sie untersteht dem Innenministerium (ÖVP) -"versagt". Bedenkt man dabei die Position welche sehr viele SPÖ (Jungfunktionäre) gegenüber dem Bundesheer über Jahrzehnte vertreten haben - bis hin zur Abschaffung desselben - dann kommt einem nunmehr das Kotzen, wenn man beobachten muss, welche Aufgaben Präsenzdienern von SPÖ-Funktionären zugemutet werden, da nun das Verteidigungsministerium von einem SPÖ-Minister geleitet wird. Die Finanzspekulationen haben einiges Unheil angerichtet, die Spekulation mit der Uninformiertheit der Bürgerinnen und Bürger untergräbt jedoch auf Dauer das Vertrauen in die Politik und die Demokratie. SPÖ/ÖVP-Koalitionen wachsen sich zu einer Gefahr aus

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