Die burgenländische SPÖ, die automatisch den Landeshauptmann stellt, kann für ihre Bürgernähe und ihr Verständnis für die wahren Probleme im Land nicht genug gelobt werden. Die burgenländische SPÖ fordert die Ausdehnung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres auf Eisenstadt. Pro Tag komme es nämlich landesweit zu drei(!) Einbrüchen, so SP-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich.
Die burgenländische SPÖ hat auch tiefes Verständnis für Einbruchsopfer. Denn die Parteizentrale wurde Schauplatz skrupelloser Krimineller: Unbekannte Täter drangen durch den Hintereingang in das Gebäude ein, durchsuchten alle Büros und entwendeten die pralle Parteikassa. Soldaten hätten dieses Eisenstädter Watergate verhindern müssen/können!
Man könne „nicht mehr länger zuschauen, jetzt muss endlich etwas passieren“, fordert daher der SP-Politiker, dessen Name wir vom ersten Absatz bis hierher leider vergessen haben. Ihm gilt jedenfalls unser Dank: Endlich sagt jemand klar und offen, dass der Assistenzeinsatz nichts mit der Grenze, sondern nur mit dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu tun hat. Unklar ist nur, ob die burgenländische SPÖ für die Genossen in Wien gilt. Umgelegt auf die Zahl der Einbrüche müsste der Einsatz von Panzern auf und von Eurofightern über den Straßen Wiens angedacht werden.
Aus welcher Landespartei stammt Verteidigungsminister Norbert Darabos noch schnell? (Bericht: Seite 8)
rainer.nowak@diepresse.com
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2009)

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