Kommentar

Spital Nord: Ein politisches Totalversagen

Ein Bauernopfer und offene Fragen.

Dass der Bericht des unabhängigen Rechnungshofes zum entgleisten Milliardenprojekt Spital Nord nicht schön ausfällt, war zu erwarten. Spitäler-Chef Udo Janßen wurde schon mit 400.000 Euro verabschiedet, nun wird der Vertrag seines Stellvertreters, Thomas Balázs, nicht verlängert. Offiziell wegen Umstrukturierungen – die erst Anfang 2019 schlagend werden. Also ein Bauernopfer, um vom Totalversagen der politisch Verantwortlichen abzulenken.

Ja, die verantwortlichen Manager waren überfordert und für diesen Job ungeeignet. Das war seit Jahren sichtbar, ohne dass es seitens der politisch Verantwortlichen eine Reaktion gegeben hätte. Deshalb muss die unangenehme Frage an die zuständigen Politikerinnen und Politiker gestellt werden: Wer sucht derartiges Personal aus? Und wieso wird dem Agieren dieses Personals entspannt zugesehen – während ein Milliardenprojekt entgleist?

martin.stuhlpfarrer@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2017)

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