Kommentar

Kein Persilschein für Aslans Studie

Eine Studie braucht eine ausreichende Datenbasis.

Jetzt fühlt sich die ÖVP im Recht, weil Ednan Aslan kein wissenschaftliches Fehlverhalten vorgeworfen werden kann. Das kann aber nicht der ganze Erkenntnisgewinn sein. Für diese (Vor-)Studie wurde Steuergeld verwendet, auf ihrer Basis wurde das halbe Wiener Kindergartensystem umgekrempelt. Dabei ging es vor allem um die Schlüsse, die Aslan zog. Die Gutachter kritisieren nun, dass für manche pauschale Aussagen die Datenmenge viel zu gering war, dass man die so gar nicht hätte treffen können. Wer Studien verwendet, um politische Ansagen zu untermauern, braucht genügend Belege. Sonst ist eine Studie vor allem eins: ein politisches – und kein wissenschaftliches Instrument.

eva.winroither@diepresse.com

 

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.11.2017)

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