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Ende mit Schrecken

JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Um zu sehen, dass Griechenland einen budgetären Neustart benötigt, braucht man keine Ratingagenturen.

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Es stimmt: Der Zeitpunkt der neuerlichen Herabstufung Griechenlands durch die US-Ratingagentur Moody's sieht merkwürdig aus. Die Begründungen, die die US-Agentur dafür anführt, sind ja keineswegs neu. Und es ist auch richtig, dass Moody's & Co. während der Finanzkrise eher inkompetente Lieferanten von unbrauchbaren Hausnummern waren, statt brauchbare Einschätzungen zu liefern. Das Lehman-Top-Rating knapp vor dem Konkurs lässt grüßen!

Das ändert aber nichts daran, dass die drei großen US-Agenturen weiterhin ernst genommen werden, eine Art globales Beurteilungsmonopol haben – und damit unter anderem darüber entscheiden, wie viel Länder für ihre Staatsschuld bezahlen.

Und das ändert auch nichts daran, dass Griechenland tatsächlich so gut wie pleite ist. Es wäre jetzt also besser, über Lösungsmöglichkeiten für das verschuldete Euromitglied nachzudenken, als auf die Ratingagenturen hinzuhauen. Eine solche Lösung wird in der verfahrenen Situation wohl nur ein radikaler Schnitt samt „Haircut“ für die Anleihegläubiger sein. Das Land braucht einen Neustart. Da ist ein Ende mit Schrecken allemal besser als ein prolongierter Schrecken ohne Ende.

 

josef.urschitz@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.03.2011)

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20 Kommentare

Alles ein Affentheater

Der eine macht hü, der ander hott! In Wahrheit ein Affentheater um den schnöden Mammon. Hier die stets eher reichen Sieger und dort die stets eher armen Verlierer. Man versucht nur, über dieses einseitige Spiel den Zuckerguss einer scheinbar gerechten Lösung zu geben. Gerade bei einem gelungenen Neustart zum Beispiel könnten die Griechen umso leichter weitermachen wie bisher - und nichts hätte sich geändert. Naja, in unseren Sparschweinderln schon...so ferne man noch eins hat.

kaisers neue kleider

die politik macht euch vor das alles leiwaund is
egal ob lehman brothers, hypo alpe oder griechenland
irgendwann laesst sich die realitaet nicht leugnen

Kudos an den reporter der das klar ausspricht

"to big to fail" is one big mistake politicians made

Gast: unbeteiligter
08.03.2011 17:55
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Ich bin für einen Haircut bei ............

Josef Pröll. Ob der Friseur dabei auch die Ohren mitnimmt, wird dann die FPÖ Alleinregierung entscheiden.

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Vorteil für die Griechen und Nachteil für uns: Insolvenz Griechenlands

Rotstrichler aller Länder vereinigt Euch, und ganz dringend, vermeidet jedes Nachdenken.

Hr. Urschitz behauptet frank und frei „Griechenland ist so gut wie pleite“ und fordert daher ein „Ende mit Schrecken“. Mag schon sein, daß Griechenland pleite ist. Nur woran erkennt man das, wenn Griechenland offenkundig seine – natürlich sicher überzogenen – Kredite nunmehr normal bedient. Pleitekandidaten sind in der Regel daran erkenntlich, daß sie zahlungsunfähig sind. Nichts dergleichen hört man von Griechenland. Daher meine Frage, hat Hr. Urschitz Informationen, die er uns vorenthält?

Wie auch immer, nehmen wir an, Griechenland geht in Konkurs. Was bedeutet das? Laut Hrn. Urschitz müssen die Anleihegläubiger Federn lassen. OK, warum nicht?

Ich sage, hoffentlich nicht!

Nur, wer sind denn die Anleihegläubiger? Das sind ursprünglich im wesentlichen Banken und Investmentfonds. Für die gewährten EU-Kredite sind es EU-Steuerzahler.

Nehmen wir letztere zuerst. Geht Griechenland wirklich Pleite, sind diese Gelder futsch! Den Schaden haben also die Steuerzahler. Bei den Banken und anderen Finanzhäusern sackt der Gewinn ab. Den Schaden haben wieder die Bürger, die nicht nur Steuerzahler, sondern auch Bankkunden sind.

Und das Beste. Nach der Abwicklung ist Griechenland schuldenfrei.

Mit anderen Worten, treiben wir die Griechen in die Insolvenz, haben die Griechen den Vorteil und wir den Nachteil.

Das sollten die Rotstrichler bei meinem ersten Beitrag einmal erklären. Oder auch Hr. Urschitz!

Antworten Gast: Hubertus
08.03.2011 21:12
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Re: Vorteil für die Griechen und Nachteil für uns: Insolvenz Griechenlands

Selten einen dümmeren Kommentar gelesen. Selbstverständlich ist Griechenland insolvent. Es bekommt von nemand mehr kredit. Nur mehr ein paar Idioten in den Euro und EU.Gremien sorgen dafür, daß das Leiden noch etwas dauert. Selbst unter extremen Sparanstrengungen wird die Gesamtverschuldung Griechenlands weiter steigen, d.h. die Schieflage der griechischen Finanzen nimmt zu und nicht ab.Wenn man diesem"Experten" folgt, dann müßte kein Schuldner mehr in Konkurs gehen, denn wenn ihm jemand anderer noch Geld borgt, dann ist alles paletti. Wozu brauchen wir Bilanzen, Überschuldungsregeln über Konkursverschleppung etc. Wie knapp Griechenland vor dem Kollaps stand und immer noch steht, sieht man doch daran daß die Regierungschefs die EU-Verträge gebrochen haben. Wir müssen nur ehrlich zu uns selbst sein; wir sind dabei einen Betrüger aus der Patsche zu helfen und dabei selbst enormen Schaden zu erleiden. Das ist europ. Solidarität. Unterstützung für Betrüger.

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Wer seine Kredite bedient, ist nicht zahlungsunfähig. Wer nicht zahlungsunfähig ist, ist nicht insolvent.

Hubertus, es ehrt Sie, als Sie Ihren Kommentar lasen, kamen Sie zur Erkenntnis, selten einen dümmeren Kommentar gelesen zu haben.

Zunächst stellen Sie die Behauptung auf, Griechenland bekäme keinen Kredit mehr. Das ist schlicht falsch. Griechenland hat Kredite mit 9 % Verzinsung erwartet und mußte nach dem durch das Parlament gebrachten Sparpaket nur 7 % hinnehmen.

Das ist der erste Ihrer Irrtümer. Der nächste, Sie ignorieren, daß Griechenland ein Sparpaket auf den Weg gebracht hat und gleichzeitig Maßnahmen setzte, welche die ausufernde Steuerhinterziehung eindämmt. Mit anderen Worten, Griechenland hat einen für seine Bürger beschwerlichen Weg eingeschlagen, der die Neuverschuldung vermeidet. Das war das Konzept der EU und Griechenland hält sich daran.

Selbst wenn man einräumt, daß die getroffenen Maßnahmen keine Garantie für alle Zeiten darstellen, so bleibt doch das Faktum, daß Griechenland seinen laufenden Verpflichtungen nachkommt, also nicht zahlungsunfähig ist.

In der realen Wirtschaft werden am laufenden Band insolvente Firmen gerettet, indem man frisches Geld einbringt und ihnen durch ein Sanierungskonzept wieder auf die Beine hilft.

Sie dagegen behaupten, saniert man auf diese Weise eine Firma nimmt man Schaden.

Sie fordern wie Hr. Urschitz Griechenland in die Pleite zu schicken. Machen wir es, haben wir sofort den Schaden. Funktioniert das Sanierungskonzept verbunden mit frischem Geld haben wir keinen Schaden.

Versuchen Sie bitte meine Beiträge sinnerfassend zu lesen.

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Re: Griechenland besänftigt europäische Gläubiger mit riesigem Holzpferd


Griechischer Galgenhumor?

[...] Papandreou riet seinen europäischen Partnern im Zuge der Übergabe eindringlich: "Damit dieses Geschenk nicht von Wind und Wetter beschädigt wird, empfehle ich, es an einem sicheren Ort zu lagern, etwa im Tresorraum der EZB." [...]

http://www.der-postillon.com/2011/02/griechenland-besanftigt-europaische.html
___________________

Sie haben natürlich Recht, die Griechen sind pleite!

So wollten die Griechen erst per Ende 2012 mit 150% zum BIP verschuldet sein, jetzt haben sie diesen Wert schon zum 31.12.2010 erreicht.

Und für heuer schaut's bei einem erwarteten negativem "Wirtschaftswachstum" von ca. 3% auch nicht gut gerade aus. Wenn die Neuverschuldung ähnlich wie in 2010 ausfällt, sind die Griechen Ende 2011 mit 175% zum BIP verschuldet.

Die 110 Milliarden (über drei Jahre) von den Euro-Ländern und dem IWF werden wohl nicht reichen, daher das trojanische Pferd in der EZB?

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Lesen sollte man …

Paco, Sie sind ein typisches Exemplar jener Kreise, die laut PISA-Studie nicht lesen können.

In dem von Ihnen genannten Link steht das gerade Gegenteil dessen drin, was Sie hier behaupten. Sie haben einfach den Sinn der dortigen Aussage nicht verstanden.

Auf dieser Ebene werden Sie hoffentlich nicht diskutieren wollen. Denn das ist schlicht unmöglich.

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Die Griechen zahlen ihre Schulden selbst

Herr Urschitz, was treibt Sie ständig, so unqualifiziert auf Griechenland einzudreschen? Wurden Sie im griechischen Urlaub so schlecht behandelt oder verfügen Sie über sachliche Informationen, die Sie der Öffentlichkeit vorenthalten?

Eingang kritisieren Sie eine Ratingagentur, der Sie unterstellen, sie hätte ohne neue Begründung die Kreditwürdigkeit Griechenlands herabgestuft. Sie aber machen genau dasselbe in Ihrer Glosse. Der letzte Satz Ihres Beitrages – „Ende mit Schrecken“ – ist offensichtlich bereits ein archivierter Textbaustein, so oft verwenden Sie ihn wörtlich.

Zwar sind Sie in bester Gesellschaft, Prof. Sinn vom ifo-Institut in München macht es genau so. In regelmäßigen Abständen, auch ohne aktuellen Anlaß, drischt er auf Griechenland ein und predigt dessen Pleite.

Die Griechen haben sich, wie andere, zu hoch verschuldet. Die Griechen standen mit der Nase an der Wand, es mußte ihnen geholfen werden. Die EU half unter massiven Sparauflagen.

Die griechische Regierung hat ihr Sparkonzept – von der kreditgebenden EU voll anerkannt – ohne gröbere Probleme durch das Parlament gebracht. Auch die verständlichen Bürgerproteste blieben im erträglichen Rahmen.

Effekt: Die Griechen bedienen ihre Kredite und konnten zuletzt neue Kredite zu moderaten Bedingungen aufnehmen.

Wozu also das Geschrei für eine herbeigeredete Staatspleite der Griechen?

Die Griechen zahlen ihre Schulden selbst. Bislang verliert kein europäischer Steuerzahler sein verborgtes Geld!

Warum geht es eigentlich?

Re: Die Griechen zahlen ihre Schulden selbst

leider stoßen sie mit ihren gedanken in diesem forum mehrheitlich auf unverständnis.

um zinsen für sein erspartes zu erhalten, muss es auch jemanden geben, der dieses geld in form von krediten aufnimmt.
das ist halt nicht soooo leicht verständlich.

oder: damit man etwas produzieren und auch verkaufen kann, muss es auch einen käufer geben. ebenfalls schwer zu verstehen, wie es den anschein hat!

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Daß der Biertisch es nicht versteht, ist klar! Aber ein Wirtschaftsredakteur auch nicht?

Sie haben völlig Recht. Was mich so bedenklich stimmt, ist, die einfachsten Zusammenhänge werden nicht erkannt. Vom Biertisch erwarte ich es ja nicht, aber ein ausgewiesener Wirtschaftsredakteur einer (längst nicht mehr) Qualitätszeitung auch nicht?

Die Erste erwartet für 2010 – trotz oder wegen der auch verteufelten Ostgeschäfte – einen Gewinn von rund 1 Milliarde Euro. Hievon wird sie als Körperschaftssteuer 250 Millionen Euro an den Fiskus abliefern.

Hätte sie – was ich nicht weiß – 1 Milliarde griechische Anleihen in ihrem Portefeuille und schlittert Griechenland in die Insolvenz, ist der Gewinn weg. Es sind aber auch 250 Millionen Euro Steuern weg. Also, unmittelbarer Schaden für den Steuerzahler.

Die Erste würde einen derartigen Einschnitt vermutlich mit links überleben. Aber, kein Unternehmen kann ohne Gewinn weiterleben. Die Erste muß also ihren Gewinn wieder herstellen und das heißt Sparzinsen hinunter, Kreditzinsen hinauf und Bankgebühren hinauf. Was ich schon sagte, den Schaden hat nicht die Bank, sondern der Bürger, der eben nicht nur Steuerzahler, sondern auch Bankkunde ist.

Daß der bescheidene Intellekt, namens Faymann, das nicht durchschaut und daher groß tönt, nicht der kleine Mann, sondern die Banken müssen die Finanzkrise bezahlen, das ist deswegen so bedenklich, weil der Herr Bundeskanzler einen dicken Pack an hochqualifizierten Beamten hinter sich hat, denen er nur zuhören müßte. Auch beliebig viele Experten könnte er sich anlachen.

Macht er aber nicht!

Gast: Vogel Strauss
08.03.2011 09:15
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Europäischer Rat

Die tauchen doch immer eine Woche vor dem Europäischen Rat mit ihren Weisheiten auf ... als nächstes wird dann wahrscheinlich wieder der Juncker auf Deutschland medial hinhauen ... ist doch immer die gleiche Inszenierung - gähn!

Gast: r.tiroch@t-online.de
08.03.2011 08:37
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Globaler neustart

das gesamte finanzsystem braucht einen neustart, denn diese Schuldenberge kann niemand stemmen, auch wenn man uns das als lösbar verkaufen will.

Gast: Hubertus
07.03.2011 23:09
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Noch keine Umschuldung

Die Umschuldung kommt erst dann, wenn der größte Teil der griechischen Staatsanleihen vom ESZB und dem Rettungsschirm (also von den Steuerzahlern) gekauft wurden. Denn nur dann ist man sicher, daß die Steuerzahler und nicht die Zocker die Verluste schultern. Das ist Solidarität a la Pröll. Wäre er doch bei seinen Kartoffeln geblieben.

Eine von den drei großen US-Agenturen ist übrigens eine Französische


Gast: Kein Traumtänzer
07.03.2011 20:18
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Der Titel ist richtig

Aber wer braucht die Ratingagenturen überhaupt?
Warum fällt die Finanzwirtschaft sofort auf den Bauch wenn eine dieser unfähigen Schwindelbetriebe einen Furz von sich gibt.

Machen wir uns nichts vor: Alle Staaten sind nicht nur Pleite, sondern riesige Betrugsvereine.

Wenn ein Schuldner nicht mehr einnimmt als er ausgibt ist er letztlich konkursreif. Wenn er aber, so wie es die Staaten tun, nichteinmal die Absicht hat seine Schulden zurückzuzahlen, ist er ein Betrüger!

Bei Konkursbetrügern wandert der Vorstand (Regierung) in den Knast und der Aufsichtrat (Parlament) begleitet ihn.

Das haben scheints weder Staaten, noch Bevölkerungen begriffen!

"Bei Konkursbetrügern wandert der Vorstand (Regierung) in den Knast und der Aufsichtrat (Parlament) begleitet ihn."

eine voraussetzung für einen konkurs ist, dass die passiva höher sind als die aktiva.

ist das bei unserem staat der fall?
zum einen gibt es ein 'staatsvermögen'.
und wenn ich den staat als die gesamtzahl seiner bürger betrachte: die spareinlagen der österreicher betragen ein vielfaches der staatsschulden.

von einer überschuldung im weiteren sinne oder gar von einem konkurs sind wir meilenweit entfernt!

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So und nicht anders

Griechenland benötigt keinen budgetären Neustart, sondern einen Hinauswurf aus der EU. Punktum.

Re: So und nicht anders

Genau meine Meinung: Der Weiterverbleib Griechenlands (zumindest unter den Euro-Ländern) ist wäre tatsächlich ein "Schrecken ohne Ende"! Daß man sich in Zusammenarbeit mit Goldman & Sachs in diesen Klub hinein gelogen hat, könnte seitens der Amis durchaus einer Langzeitstrategie entsprochen haben: Als Sprengstoff gegen die eh verhaßte europäische Gemeinschaftswährung! Denn daß die Wirtschaftsleistung der Hellenen zu geringfügig ist, um inerhalb der EU ein "starkes Glied" zu sein, das was den US-Bankern von Anfang an klar. Und jetzt wird die EU insgesamt zum reinen Spielball vitaler US-Interessen. Der Plan ist inzwischen insofern bestens aufgegangen, weil man in Brüssel das ganze Ausmaß der aktuellen Kalamitäten noch immer nicht begreift und ständig neues gutes Geld dem verlorenen schlechten nachzuwerfen gedenkt...

Antworten Antworten Gast: Gast
07.03.2011 21:16
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Re: Re: So und nicht anders

Ich teile diese Meinung, die ich an dieser Stelle vor ein paar Wochen ebenfalls in etwa vertreten und die Schummelaktion der Griechen zusammen mit den "Goldmännern" als Trojanisches Pferd bezeichnet habe.
Brüssel schließt allerdings weiterhin die Augen vor den Weiterungen, die aus der Pleite Griechenlands der Union drohen und verwandelt diese entegegen bestehende Regeln und entegen jede wirtschaftspolitische Vernunft in eine höchst bedenkliche Transferunion.
Es ist schwer vorstellbar, wie Griechenland aus dieser veritablen Krise herausfinden soll, zunmal die notwendigen Sparmaßnahmen auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stossen.
Führende Ökonomen haben umfassende Vorschläge für ein anreizgerechtes Unschuldungsverfahren ausgearbeitet, die allerdings offensichtlich Brüssel ignoriert und es vorzieht, den Weg der Transferunion mit all seinen fundamentalen Risken - wie geschildert - festzuschreiben.

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