25.05.2012 18:01 | Meine Presse Merkliste 0

Glosse: "Heute" und die SPÖ-Finanzen

Höll (Die Presse)

Der Mehrheitseigentümer der Gratispostille "Heute", der Wiener Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder Günther Havranek, soll sich um die Finanzen der SPÖ kümmern.

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So schließt sich der Kreis: Der Mehrheitseigentümer der Gratispostille „Heute“, der Wiener Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder Günther Havranek, soll sich um die Finanzen der SPÖ kümmern. Havranek wird diese Woche 73 Jahre alt, doch die Genossen kommen offenbar ohne seine Expertise nicht aus. Werden die Sozialdemokraten das Gratisblatt nun mit noch mehr Inseraten beglücken? Entwickelt sich „Heute“ zum Nachfolgeorgan der „Arbeiterzeitung“?

Lange wurde spekuliert, wer hinter dem von Eva Dichand geführten Blatt steckt. Viele in der Medienbranche sind überzeugt, dass Havranek die Anteile nur treuhändisch hält. Neben dem Steuerberater ist noch eine „Periodika Privatstiftung“ beteiligt. Das Naheverhältnis zur Faymann-SPÖ ist eklatant. Selbst die Gattin des Kanzlers hat schon für eine Firma gearbeitet, hinter der die „Heute“-Eigentümer stehen.

Gerade weil die U-Bahn-Zeitung laut der jüngsten Medienanalyse in Wien schon auf eine Reichweite von 40 Prozent kommt, dürfen die Leser nicht für dumm verkauft werden: Die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse müssen schleunigst offengelegt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.10.2011)

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15 Kommentare
Hr. Zyni
09.10.2011 18:21
2 0

Unfair

Die AZ war auf ihre Art nicht schlecht, sicher kein Revolverblatt mit Bild-Niveau. Das Gratis blatt ist keine Parteizeitung sondern eine parteiische Zeitung, die hauptsächlich zum Einlullen von Panalphabeten gegründet worden ist (Wutbürgerprophylaxe).

2 0

Quantität vor Qualität ist offenbar das Motto des SPÖ-lastigen Schundblattes "HEUTE"!!


6 0

Die "heute"-Leser werden ständig für dumm verkauft! Wer braucht dieses SPÖ-lastige Schundblatt?


Antworten diabolo
09.10.2011 14:28
5 0

Re: Die "heute"-Leser werden ständig für dumm verkauft! Wer braucht dieses SPÖ-lastige Schundblatt?

was heisst dumm verkauft, wer das liest ist Dumm!

2 1

dürfen die Leser nicht für dumm verkauft werden: Die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse müssen schleunigst offengelegt werden.

so ist es!

und zwar nicht bloss bei heute, wo über die eigentumsverhältnisse nur spekuliert wird.

sondern bei ALLEN medien, wo die eigentumsverhältnisse (zwar recherchierbar aber) ebenfalls der mehrzahl der konsumenten nicht bewusst sind.

also, hr./fr. höll: wessen lied singen denn sie?

grazer100
09.10.2011 04:22
17 0

"...dürfen die Leser nicht für dumm verkauft werden"

Das geschieht doch schon die längste Zeit.

Auch das Naheverhältnis von Faymann zu Fellner bzw. Österreich ist sehr eklatant, gibt es doch eine lange, gute Freundschaft zwischen ihnen. Und eine Reihe von Vorteilen, die der eine dem anderen verschaffte, was man ua im profil u kurier lesen konnte.

So penetrant auf SP-Linie wie sich sich die Zeitung Ö. verhält....
Tja, heutzutage braucht es keine Arbeiterzeitung mehr...
So werden Umfragen gesteuert und wird Stimmung gemacht....

Antworten eiserner
09.10.2011 11:42
0 0

Re: "...dürfen die Leser nicht für dumm verkauft werden"

Österreich ist die Arbeiterzeitung.

Antworten Antworten Gast: little_brother_is_watching_you_too!
09.10.2011 16:52
0 0

Re: Re: "...dürfen die Leser nicht für dumm verkauft werden"

arbeiterzeitung oder besser ARBEITSLOSENZEITUNG

Ein Sumpf sonder gleichen!


Politicus1
08.10.2011 20:31
6 0

HEUTE Nachfolge der AZ?

Ich glaube, da hat der Große Inserator schon die Wiener Zeitung dazu gemacht...

Antworten Gast: Orange-in-Wien
09.10.2011 00:31
0 0

Re: HEUTE Nachfolge der AZ?

Noaned Politicus1.
Wiener Zeitung ist eine IMMER KANZLERTREUE Zeitung.
Der einzige Unterschied zur Heute ist also, dass die Wiener Zeitung vor 2006 eben Pro-Schüssel und ÖVP schrieb während die Heute immer schon pro-SPÖ schrieb.
Hier mal die Erklärung:
http://en.wikipedia.org/wiki/Wiener_Zeitung

Owner Austria, represented by the Chancellor

Antworten Antworten Gast: Gast: Leser
09.10.2011 17:43
0 0

Re: Re: HEUTE Nachfolge der AZ?

Andreas Unterberger hat ja tatsächlich versucht, als Chefredakteur der WZ gegen die sozialistischen Kanzler Gusenbauer bzw. Faymann zu schreiben. Das ist ihm übel bekommen, er wurde schnellstens hochkant hinausgeschmissen.

2 0

Re: Re: HEUTE Nachfolge der AZ?

Blöderweise erreicht die WZ die Kernwählerschicht der SPÖ nicht. Ausschreibungen und amtliche Bekanntmachungen interessieren eher den Bürger denn den Sozialempfänger.
Um den zu erreichen braucht es eben ein Gratisblattl.

Gast: Robert Stangeler
08.10.2011 18:51
0 16

Hmmm....

"Havranek wird diese Woche 73 Jahre alt, doch die Genossen kommen offenbar ohne seine Expertise nicht aus"
Also, ich habe das gelesen...und wie jetzt? Ist man mit 73 jenseits des Expertisen-Alters? Oder geben es die "Genossen" so billig, dass sie auch ein 73jähriges Alzheimer-Hirn mit Handkuss nehmen? Seit langem frage ich mich, warum PRESSE-Leser mit den Ergüssen des ehemaligen Chefredakteurs Th. Chorherr belästigt werden. Dürfen wir hier ein Komplott der "Genossen" vermuten? Weil der Herr Th. Ch. ist ja doch jenseits der 73... zu gaga für Expertisen, aber fit genug für PRESSE-Kommentare?

Gast: gestern
08.10.2011 18:35
14 1

Jetzt wollen wir es aber wissen!

Wir wollen alle wissen, wer der Eigentümer dieses Korruptionsblattes ist - wer nur, wer? Wir können schon nicht mehr schlafen, weil wir nur einen Gedanken hegen: Wer ist der Eigentümer dieser stets der objektiven Information im Sinne der Genossen verpflichteten geistig hochstehenden Zeitung? Wer versucht uns noch blöder zu machen, als wir eh schon sind? Wer ist es, wer???

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