Zehn Punkte für Sie, wenn Sie auf Anhieb erklären können, was die städtischen „Blaukappler“ bisher von den ebenso städtischen „Weißkapplern“ unterschieden hat.
Es gibt genau zwei Dinge, die man schlecht daran finden kann, diese Gruppen unter dem Dach des Innenministeriums zusammenzuführen: Erstens, die Maßnahme kommt viel zu spät – und zweitens, sie geht nicht weit genug.
Dass es erst einen neuen Rathaus-Koalitionspartner und eine handfeste Krise der öffentlichen Finanzen braucht, um eine Maßnahme umzusetzen, die der Rechnungshof schon 2006 vorgeschlagen hat, kann man als ausgeklügeltes Programm der Stadtregierung zum Schutz ihrer Falschparker interpretieren, die sich bisher über die Kompetenzstreitigkeiten der Parksherrifs freuen durften. Oder man sieht eine teure Doppelgleisigkeit: Durch die Reform steigt jetzt die Kontrolldichte – und damit fallen wohl mehr Strafen an, die direkt ins Stadtbudget fließen.
Übrigens, falls Sie sich gefragt haben: Die „Weißkappler“ werden aktiv, wenn ein Auto falsch, etwa auf dem Gehsteig, abgestellt ist. Die „Blaukappler“ prüfen, ob Kurzparker gültige Parkscheine haben. Nächste Quizfrage: Erklären Sie den Unterschied zwischen Kontrolloren, Linienservice und Stationswarten in der U-Bahn...
("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.01.2012)















