25.05.2012 18:06 | Meine Presse Merkliste 0

It's the money, stupid!

OLIVER PINK (Die Presse)

Ein österreichisches (Gesundheits-)Problem: Die Länder als unsichere Kantonisten.

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Der Ansatz ist gut: Die Kassen und die Länder, die bisher Kosten und Verantwortung hin- und her- und sich gegenseitig zuschoben, sollen künftig gemeinsam planen. Zudem soll der Schwerpunkt der ambulanten Versorgung weg von den Ambulanzen hin zu den niedergelassenen Ärzten gelegt werden.

Nur: Was bedeutet das, wenn die Gesundheit – wie die Länder das wollen – aus „Landestöpfen“ finanziert wird? Im besten Fall wissen die regionalen Verantwortlichen am besten, wo welcher Arzt und welches Spital nötig ist. Im schlechtesten Fall – und das ist nicht selten der Fall – setzen Bürgermeister und Landeshauptleute, die wiedergewählt werden, (gesundheits-)ökonomisch widersinnige Taten. Herausragendes Beispiel sind bekanntlich jene Spitäler in Baden und Mödling, die im Umkreis von 15 Kilometern liegen.

Und dann wäre da noch die Frage: Wie kommen die Länder zu ihrem Geld, das sie dann ausgeben? Das wird wohl vom Bund (bzw. den Kassen) kommen, der dafür „Zielvorgaben“ machen darf.

Je unverbindlicher diese sind, desto gefährlicher. Der Zentralismus hat zwar seine Tücken. In einem kleinem Land wie Österreich könnte er aber das geringere Übel sein.

 

oliver.pink@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.02.2012)

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3 Kommentare
jacohe
03.02.2012 10:00
1 0

Gehts noch

It's the money, stupid!
Warum ist nicht der ganze Artikel in USA Sprech verfasst? Schließlich versteh und sprechen die meisten Österreicher dies "Sprache"!

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Re: Gehts noch

Das ist ein leicht abgewandeltes Clinton-Zitat. Eine Übersetzung würde den Wiedererkennungswert drastisch senken.

Wenn man sagt: "Es geht ums Geld, Trottel!" klingt das doch eher unzivilisiert.

Gast: montana
02.02.2012 20:14
2 2

Wer entscheidet was widersinnig ist?


Jemand, der nicht weiss, für wieviele Menschen die Krankenhäuser in Mödling und Baden das nächstgelegene und einzige mit zumutbarem Aufwand erreichbare Krankenhaus sind?

Der nicht weiss, in welcher Entfernung zum Krankenhaus diese Menschen leben oder arbeiten?

Ich meine, wir lassen besser jemanden entscheiden, der das weiss.

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