Zuerst die EU-Kommission, jetzt die Schweizer Wettbewerbsbehörde. Nur innerhalb von drei Monaten kommen von zwei unterschiedlichen Behörden Vorwürfe, wonach europäische Großbanken verschiedene Zinssätze manipuliert haben sollen.
Die Verfahren stehen noch am Anfang, weshalb naturgemäß die Unschuldsvermutung gilt. Dennoch erinnert das Ganze sehr an den berüchtigten Lombardclub, in dem heimische Banken sich über Jahrzehnte Zinsen und Spesen untereinander ausmachten.
Banken haben seit der Krise in weiten Teilen der Bevölkerung ein schlechtes Image. Vielfach ist dieser Argwohn übertrieben. Hat es nun aber wirklich Zinsmanipulationen gegeben, gehören die verantwortlichen Banken dafür auf das Strengste bestraft.
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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.02.2012)















